Hochschultagung der dgv


Call for Papers: Hochschultagung „Kultur – Forschung. Zum Profil einer volkskundlichen Kulturwissenschaft“ vom 26.-28. September 2008 in Hamburg

Das Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie der Universität Hamburg lädt vom
26.-28.9.2008 zur Hochschultagung der dgv
in die neuen Räumlichkeiten des Instituts
(Edmund-Siemers-Allee 1, Westflügel, 20146 Hamburg) ein.

Die Hochschultagung 2008 will den Faden aufnehmen, über die Praxis volkskundlicher Kulturanalyse nachzudenken: Wo und wie müssen lieb gewordene Selbstverständlichkeiten, also methodische wie epistemologische Grundannahmen und Vorgehensweisen, überdacht, geschärft oder neu gefasst werden, wenn etablierte Konzepte von Kultur und Gesellschaft in Frage stehen und sich die Bedingungen empirischer Forschung verschoben haben?
Wir bitten daher um Vortragsvorschläge zum Thema:

Kultur – Forschung
Zum Profil einer volkskundlichen Kulturwissenschaft

Empirisches Arbeiten – sei es historisch oder gegenwartsorientiert – steht nach wie vor im Zentrum des Fachs; das zeigen (bei aller Verschiedenheit) die Profile der neuen BA- und MA-Studiengänge. Angesichts weitreichender Effekte der Globalisierung ist jedoch die kulturtheoretische wie die methodologische Fundierung empirischen Arbeitens in besonderem Maße heraus gefordert. Entscheidend erscheint nicht nur der Umstand, dass Lebensweisen und Alltagskulturen mobiler und damit die zu untersuchenden „Felder“ flexibler geworden sind, sondern inzwischen vor allem auch, dass zunehmend ein Transfer von ethnographischem Wissen und kulturanalytischem Vokabular in gesellschaftliche Felder und Verhandlungen stattfindet. Zugleich stellen translokale und transnationale Verflechtungen vor die Aufgabe, analytische Konzepte von Kultur und Gesellschaft zu entwickeln, die deren offenen und grenzüberschreitenden Charakter fassen. Sollen Kulturanalysen zum Verständnis gesellschaftlicher Wandelprozesse beitragen, so müssen schließlich auch Möglichkeiten des Vergleichens und der reflektierten Vermittlung in die Praxis ausgelotet werden.

Diskutiert werden sollen daher Fragen nach den Anforderungen an ethnographisches Arbeiten, die sich aus diesen Veränderungen ergeben, oder auch solche nach dem Status ethnographischen Wissens bei der Analyse gesellschaftlicher Veränderungen und bei der Beschäftigung mit bzw. der Rekonstruktion von Vergangenheit.
Kurz: erwünscht sind Beiträge, welche die inhaltliche Ausgestaltung volkskundlicher Kulturwissenschaft und deren Umsetzung vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Entwicklungen reflektieren und an konkreten Fallbeispielen exemplarisch vorführen.

Interessierte werden gebeten, Abstracts von maximal 2.000 Zeichen bis zum 1. März 2008 an folgende Adresse zu senden:

Universität Hamburg
Fakultät für Geisteswissenschaften
Department Kulturgeschichte und Kulturkunde
- Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie -
Stichwort: Hochschultagung
Edmund-Siemers-Allee 1 (West)
D – 20146 Hamburg
oder per E-mail an: geschaeftszimmer.ifvk[at]uni-hamburg.de

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: sonja.windmueller[at]uni-hamburg.de


Beate Binder, Thomas Hengartner, Sonja Windmüller


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Letzte Änderung: Thursday, 24-Jan-2008 21:13:40 MET  

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