Studentische Beteiligung bei der Einführung von Bachelor-Studiengängen

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Der Bachelor-Workshop beim letzten Studierendentreffen der dgv hat gezeigt, dass die Umstellung oder Neueinrichtung der Bachelor-Studiengänge noch nicht reibungslos funktioniert. Für Studierende der alten Abschlüsse bieten die neuen Studiengänge eine gute Möglichkeit, bei der Erstellung des neuen Lehrplans mitzuwirken und so Verbesserungen aus studentischer Sicht zu erwirken. Aber auch nach der Einrichtung des Studiengangs, ist es sinnvoll sich als Studierende zu organisieren und aktiv an der Mitgestaltung des Studiengangs mitzuwirken. Denn die Realität hat gezeigt, dass an diesen noch viel verändert wird und so also eine Einflussnahme möglich ist. Gleichzeitig möchte ich an den Lehrkörper appellieren, die Studierenden von Anfang an in die Neugestaltung der Studiengänge mit einzubeziehen.

Doch auch neben der Mitgestaltung vor Ort, gibt es für Studierende eine weitere Möglichkeit bei der Neugestaltung der Bachelor/Master-Studiengänge auf Bundes- und Landesebene mitzuwirken, nämlich als GutachterInnen bei der Akkreditierung dieser Studiengänge durch den studentischen Akkreditierungspool.


Studentischer Akkreditierungspool

Bachelor- und Master-Studiengänge müssen in aller Regel nach deren Einrichtung von einer externen Gruppe geprüft und bewilligt werden. Dieser Vorgang nennt sich Akkreditierung und muss alle fünf Jahre wiederholt werden. Die externe GutachterInnen-Gruppe, zusammengestellt von einer Akkreditierungsagentur, besteht aus ProfessorInnen, WirtschaftsvertreterInnen und einem studentischen Mitglied. Dieses studentische Mitglied wird vom sogenannten „Studentischen Pool“ entsandt. Wenn eine Akkreditierungsagentur eine/n studentischeN GutachterIn benötigt, fragt diese beim Studentischen Pool an und erhält, nach Rücksprache mit den Poolmitgliedern, die Kontaktdaten genannt.

Um eine Legitimation zu ermöglichen, können nur bestimmte Organisationen Studierende in den Pool entsenden. Dazu gehören die Zusammenschlüsse der Asten und Sturas auf Landesebene, der „freie zusammenschluss von studentInnenschaften“, dem bundesweiten Dachverband der Studierenden und die BuFaTas (Bundesfachschaftentagungen) einzelner Fächer. Da so etwas innerhalb unseres Faches nicht existiert, haben wir uns im Bachelor-Workshop des letzten Studierendentreffen der dgv darauf geeinigt, dass das Studierendentreffen, in Zusammenarbeit mit den studentischen Mitgliedern im DGB-Hauptausschuss, die Entsendung übernimmt. Sollten Studierende Interesse an einer Entsendung haben, sollen sie sich einfach an die studentischen Mitglieder im Hauptausschusses wenden. Nach einer eingehenden Schulung durch den Studentischen Pool steht einer Teilnahme an einer Akkreditierung nichts mehr im Wege.

Für Studierende hält sich der Aufwand in Grenzen: Zunächst muss man an einem Schulungsseminar teilnehmen, welches sich üblicherweise über ein Wochenende erstreckt. Danach fällt pro Akkreditierung das Durcharbeiten der schriftlichen Unterlagen an und dann normalerweise zwei Tage an dem Hochschulstandort, an dem begutachtet wird. Anschließend muss noch ein Bericht verfasst werden. Es kann mit einer Woche Arbeit pro Akkreditierung gerechnet werden. Kosten entstehen keine, im Gegenteil, es gibt bei den meisten Akkreditierungsagenturen eine Aufwandsentschädigung von mehreren hundert Euro.

Bei Fragen: daniele [at] u-asta [dot] de

Weitere Infos: http://www.studentischer-pool.de/