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Gruppen in der dgv

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Gruppe der Universitätsdozent/innen
 

Gruppe der Vertreter der nicht-professoralen Forschung und Lehre (ehemals Akademischer Mittelbau)
 

Gruppe der Studierenden

Im Gegensatz zu vielen anderen wissenschaftlichen Dachverbänden gibt es innerhalb der dgv ein studentisches Mitspracherecht. Das spiegelt sich auch im studentischen Engagement unseres Faches wider, dass derzeit u.a. die jährlich stattfindende Studierendentagung/-treffen sowie die eigene Sektion/Panel auf den dgv-Kongressen umfasst. Aktuelle Informationen der studentischen Fachvertretungen an den verschiedenen Universitäten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz findet Ihr auf unserem Blog [link:https://kuwinet.wordpress.com/] sowie unserer Facebook-Seite [link: https://www.facebook.com/StudierendevertreterInnen-Deutsche-Gesellschaft-f%C3%BCr-Volkskunde-480823602124417/?ref=aymt_homepage_panel]

„Volkskunde macht glücklich.“ Falls dem mal nicht so ist, wendet Euch an uns. Wir als studentische Vertretung können Eure Belange und Probleme innerhalb der dgv einbringen, kritisch diskutieren und hoffentlich lösen.


Warum ist die dgv für uns nützlich:

Sie ist eine hervorragende Stelle, um Forschungen, Ausstellungen bekannt zu machen: Warum nutzt Ihr sie nicht einmal, um studentische Projekte, Ausstellungen, Publikationen o.ä. vorzustellen?

Sie ist für uns ein Forum, in der die Möglichkeit besteht, u.a. Arbeitsgruppen zu organisieren, den Austausch von Abschlussthemen zu koordinieren, usw.

Sie besitzt verschiedene Möglichkeiten studentische sowie fachliche Interessen einzubringen.

Kontakt: Daniel Best (daniel [dot] best [at] stud-mail [dot] uni-wuerzburg [dot] de| Valerie Witt (v_witt04 [at] uni-muenster [dot] de)

 

 

Gruppe der Museen

Sinn und Zweck des Vertreters der Museen sollte zuerst die Stärkung dieses für die Volkskunde/Europäische Ethnologie wichtigen Berufsfeldes in der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde sein. Nach wie vor arbeiten viele Absolventen in diesem Bereich und so darf es nicht verwundern, wenn diese Berufsgruppe nach einer stärkeren Kooperation mit "ihrem" Berufsverband sucht. Insbesondere die Schaffung einer breiten Öffentlichkeit kann das Fach beinahe ausschließlich über die Museen und ihre Medienpräsenz erlangen. Dies scheint in Zukunft besonders wichtig, da eine Auffaserung des Faches durch Neustrukturierungen an den Universitäten (siehe Schaffung der BA/MA-Studiengänge) droht.

Weiterhin erhofft sich die große Mehrheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Museen, dass eines ihrer Hauptanliegen, die Erforschung der Sachen, deren Bewahrung in diesen Institutionen stattfindet, auch in ihren historischen Bezügen in der DGV mehr Raum erhält. Sachkulturforschung etwa sollte nicht auf eine, wenn auch sehr aktive Arbeitsgruppe beschränkt werden. Sofern es der Gesellschaft und dem Hauptausschuss möglich ist, sollte auf die universitären Institute, die sich zum Fach zählen, eingewirkt werden, in Lehre und Forschung auch diesen Themen- und Sachbereich weiter bei den Studierenden zu fördern und auch einzufordern. In dieser Hinsicht möchte auch der Vertreter der Museen den Nachwuchs des Faches ermuntern, aktiv in der DGV mitzuarbeiten.

Gruppe der Landesstellen und anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen

(S.a. Fachgesellschaften unter 'Institutionen')
 

Bald nach der politischen Wende von 1989/90 fanden sich innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde Vertreterinnen und Vertreter der volkskundlichen Landesstellen, Institutionen und (außer)universitären Forschungseinrichtungen zusammen, um einen regelmäßigen Austausch über eigene Positionen zum Fach und zukünftige Aufgaben zu pflegen. Viele von ihnen wirken an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit und popularisieren volkskundliches Wissen.

Die Konstituierung der Gruppe der Volkskundlichen Landesstellen verfolgt das Ziel, sowohl die eigenen Interessen zu bündeln und im größeren Rahmen der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde zu vertreten als auch die bestehenden Kontakte zu vertiefen. Als ein erstes Ergebnis dessen entstand u. a. ein Wegweiser zu den „Landesstellen“, der über die allgemeine Situation der einzelnen Einrichtungen, ihre Arbeitsschwerpunkte, Sammlungsbestände usw. informiert und 2005 in aktualisierter Auflage erneut erschien.

Die Präsenz eines Vertreters im Hauptausschuss der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde soll generell die Anbindung dieser Einrichtungen an das Fach erleichtern und unterstützend Kontakte zu anderen Berufsgruppen innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde herstellen helfen.

 

Gruppe der Volontär/innen, Werk- und Zeitverträgler/innen und Erwerbslosen

Die "Gruppe der Volontär/innen, Werk- und Zeitverträgler/innen und Erwerbslosen" wächst stetig, ist jedoch in der Außenwahrnehmung kaum präsent. Dies mag zum einen darauf beruhen, dass Betroffene sich z.B. bei Erwerbslosigkeit zurückziehen und nicht mehr sichtbar werden. Zum anderen besteht eine – durchaus erwünschte – hohe Fluktuation innerhalb der Gruppe, deren Mitglieder naturgemäß einen anderen Status anstreben und häufig zu den Berufsanfängern zählen.

Gleichwohl repräsentiert die Gruppe ein modernes Phänomen gegenwärtiger Erwerbsbiografien, bei denen nicht mehr mit lückenlosen Festanstellungen gerechnet werden kann. Typisch sind dagegen Übergangsphasen und Überbrückungsmodelle. Statt linearer Lebenswege herrschen heute zunehmend flexible Arbeitsbiografien, Brücken in Lebensläufen und Perspektivwechsel vor. Kennzeichnend für die Mitglieder dieser Gruppe sind dabei auch eine unsichere ökonomische Lage sowie eine noch ungewisse Zukunftsperspektive im Hinblick auf beruflichen Werdegang und materielle Absicherung.

Eine ständige Vertretung dieser Gruppe im Haupausschuss der dgv ist ein wichtiger, dem Wandel am volkskundlich-kulturwissenschaftlichen Markt angemessener Schritt. Sie bietet einen festen Ansprechpartner für die vielen wechselnden Mitglieder und vermittelt ihre Anliegen. Dazu gehört die ungebrochene Anbindung an das Fach für Volkskundler, die sich in Umbruchphasen ihrer Erwerbsbiografien befinden. Dazu gehört jedoch auch das Werben um Achtsamkeit denjenigen gegenüber, die an der Peripherie oder zwischen den Säulen der institutionalisierten Volkskunde volkskundliche Fachinhalte in die Öffentlichkeit bringen, sich branchenübergreifend mit diesen einbringen und auch damit zur volkskundlichen Identitätsbildung beitragen.

 

Gruppe der Freiberufler/innen

Das klassische Berufsbild der Volkskundler/innen (Europäischen Ethnologen/innen) als Angestellte im Kultur- und Wissenschaftsbetrieb hat sich seit den 1990er Jahren gründlich gewandelt. Es ist ein neues Berufsbild entstanden: Viele Volkskundler/innen arbeiten mittlerweile – wie auch Vertreter/innen auch in vergleichbaren kulturwissenschaftlichen Disziplinen – freiberuflich. Dies ist eine Folge veränderter Strukturen und der Einsparmaßnahmen im Wissenschafts- und Kulturbereich, wo verstärkt auf das Outsourcing von Leistungen gesetzt wird. Die derzeitige Entwicklung des Arbeitsmarktes für Volkskundler/innen zeigt, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird.

Die dgv bewies Weitblick, als sie die Freiberufler/innen 1995 in den Hauptausschuss aufnahm und damit einer stetig wachsenden Berufsgruppe innerhalb des Verbandes eine Stimme gab. Damit öffnete sich die dgv einer Entwicklung, von der die Fachdisziplin durchaus profitieren kann. Schließlich treten Freiberufler/Innen in Ausübung ihrer vielfältigen Tätigkeiten in hohem Maße öffentlich in Erscheinung. Sie verkörpern nicht nur die beruflichen Ressourcen der Volkskunde/Europäischen Ethnologie auf einem veränderten Arbeitsmarkt, sondern spielen eine Vermittlerrolle zwischen Fachwissenschaft und Öffentlichkeit. Gerade aus diesem Grund sind Rückkopplungen zur Fachwissenschaft notwendig. Diese Möglichkeit bietet die dgv.

Zudem bilden sich in der dgv Netzwerke, auf die Freiberufler/Innen angewiesen sind. So ging aus dem Netzwerk, das Freiberufler/Innen in der dgv untereinander geflochten haben, bereits 1998 der Bundesverband freiberuflicher Kulturwissenschaftler e.V. hervor, in dem auch Freiberufler/Innen verwandter Disziplinen organisiert sind. Dort stehen nicht die Fachdisziplinen im Mittelpunkt, sondern die berufliche Situation der Freiberufler/Innen. Für das Engagement der Freiberufler/Innen in der dgv bedeutet dies, dass es sich wieder verstärkt auf Entwicklungen im Fach konzentrieren kann. Freiberufliche Volkskundler/Innen sind dabei sich selbstbewusst als wichtige Vertreter ihrer Disziplin zu etablieren. Insbesondere die verstärkte Diskussion mit den anderen in der dgv vertretenen Berufsgruppen (Universitäten, Museen, Landesstellen) wird künftig gesucht werden müssen.