Auf Einladung des Amtes für rheinische Landeskunde (ARL) des Landschaftsverbandes Rheinland kamen Vertreter volkskundlicher Landesstellen am 13. und 14. März 2003 in Bonn zusammen. Der erste Tag galt dem Informationsaustausch über aktuelle Projekte und Entwicklungen in den Landesstellen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Amtes für rheinische Landeskunde Bonn, der Volkskundlichen Kommission für Westfalen in Münster, der Sächsischen Landesstelle für Volkskultur in Schneeberg, der Landesstelle für Volkskunde Stuttgart, des Instituts für Lippische Landeskunde in Lemgo, des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, der Volkskundlichen Beratungs- und Dokumentationsstelle für Thüringen in Erfurt, des Landesheimatbundes Sachsen-Anhalt, Referat Volkskunde in Halle a.d. Saale berichteten über die personelle Situation und aktuelle Forschungs- und Publikationsprojekte.
Herr Döring regte an, das sogenannte "blaue Buch" der Landesstellen zu aktualisieren. Zur Bearbeitung erklärte sich Herr Stöcker bereit. Die nächste Landesstellentagung soll März 2005 in Erfurt stattfinden, als mögliches Thema wurde "Nahrungskultur" benannt. Auch kündigte Herr Döring an, die Landesstellen auf der dgv-Internet-Seite präsent zu machen.
Ein öffentlicher Abendvortrag von Prof. Dr. W. Mezger galt dem Thema "Brauch und Eventkultur". Er leitete zum Workshop Halloween über. Herr Döring (ARL) befasste sich mit Überlegungen zu Herkunft und Geschichte von Halloween. Frau Dafft stellte das ARL-Projekt www.halloween-im-rheinland.de vor. Herr Mangold trug die Planungen eines ARL-Film- und Ausstellungsprojekts vor.
Herr Prinz berichtete über Halloween in Württemberg. Seitens der Landesstelle gab es u.a. zwei kleine Aktivitäten im Jahr 2002, zum einen eine "Kunstpause" von Gustav Schöck, zum anderen eine Halloween-Vitrine im Museum. Für das Institut für Lippische Landeskunde berichtete Frau Klocke-Daffa. In der Region wird der Martinstag in den Kindergärten groß gefeiert, durch die terminliche Nähe zu Halloween gibt es einen fließenden Übergang der beiden Anlässe. Nach Frau Monika Kania-Schütz konzentrierten sich die Aktivitäten der Volkskundlichen Kommission vor allem auf die Beobachtung und Dokumentation des sich besonders in studentischen Kreisen ausbreitenden Phänomens. Für Mecklenburg-Vorpommern hat Herr Schmitt Informationen zukommen lassen, die nachweisen, dass Halloween seit dem Jahr 2001 auch in Norddeutschland präsent ist, sowohl in der Hamburger Metropole als auch in der mecklenburgischen Provinz. Frau Braune berichtete über Halloween in Thüringen. Seit zwei Jahren wird Halloween in der Region wahrgenommen, die Kirmeszeit jedoch ist dominant. Für den Landesheimatbund Sachsen-Anhalt hatte Frau Schneider einen Bericht zugesandt hier gibt es vor allem viele öffentliche Angebote für Kinder, die von Kindergärten oder Schulen organisiert werden. In Sachsen hat Halloween z.Zt. keine große Bedeutung. Laut Herrn Altmann hat Halloween in Kindergärten und Grundschulen Einzug gehalten. Herr Stöcker M. A. berichtete, dass aufgrund der vielen Amerikaner in der Region Halloween in der Pfalz sehr präsent ist. Frau Keller sandte Informationen über Halloween in der Lausitz zu. In Bautzen und Umgebung ist Halloween seit ca. 2000 bekannt. Schulen gehen gelegentlich auf das Thema z.B. mit Kürbiswettbewerben, Halloweenparties ein. - Der Workshop erbrachte einen interessanten ersten Überblick über das Phänomen Halloween in den Regionen.
Dr. Alois Döring, Bonn
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Letzte Änderung: Thursday, 12-Feb-2004 17:09:28 MET |
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