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Änderung des Kommissionsnamen in "Kommission für Film und audio-visuelle Anthropologie"

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Kommission für Film und audio-visuelle Anthropologie

Auf der Tagung „Inventur und Perspektive. Über die Zukunft audiovisueller/filmischer Praxen in der Kulturanthropologie und deren Vernetzung“, die im Herbst des Jahres 2014 in Göttingen stattfand,  stand die perspektivische Ausrichtung der Kommissionsarbeit Film innerhalb der dgv im Zentrum.

In einem neu erarbeiteten Profil hat die Kommission ihren Arbeitsgegenstand wie folgt umrissen:

„Der Untersuchungs- und Arbeitsgegenstand der Kommission sind historische und gegenwärtige audio-visuelle Praxen im weitesten Sinn. Diese finden ihren Ausdruck im Medium Film wie in anderen Formaten audio-visueller Medien (webbasierte Narrationen,  Fotofilme, Installationen u.v.a.m.). Im Mittelpunkt stehen audio-visuelle Formate hinsichtlich ihrer formalen Aspekte und Funktionen sowie der damit verbundenen Aneignungspraktiken im jeweiligen sozio-historischen Kontext. Die Kommission will neben ihrem Interesse an audio-visuellen Formaten der Vermittlung sowohl den Quellenwert von Audiovisionen und die Prozesse ihres Entstehens sowie ihrer Verbreitung, als auch ihre Bedeutung als heuristisches Instrumentarium für die ethno-kulturwissenschaftliche Datenerhebung hervorheben.

Voraussetzung dafür ist eine dekonstruktiv-analytische Auseinandersetzung mit Audiovisionen in ihren vielfältigen Situierungen und Kontexten. Damit ist auch gemeint, Audiovisualität nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit anderen Wahrnehmungs- und Ausdruckformen und unter Zuhilfenahme vor allem qualitativer und sinnverstehender Methoden zu erforschen. Die Kommission unterstreicht damit die Bedeutung  kulturanthropologischer/europäisch-ethnologischer Dimensionen im Zusammenhang mit audio-visuellen Praxen. Gleichzeitig zielt sie auf die Potentiale, die aus einer, der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Audiovisionen inhärenten inter- und transdisziplinären Vorgehensweise resultieren.

Neben der analytischen Auseinandersetzung mit Film und Audiovisualität liegen die Ziele der Kommission in der

·         Stärkung der Auseinandersetzung mit audio-visuellen Formaten in der Wissenschaft

·         Vernetzung an Audiovisionen interessierter Studierender und Forschender

·         Betonung von Schnittstellen audio-visueller Praxen zu anderen Bereichen (etwa zu Auditionen, zur Fotografie, Kunst u. v. a. m.)  

·         Distribution audio-visueller kulturwissenschaftlicher Perspektiven und filmischer Formate, etwa in Zusammenarbeit mit anderen Forschungs- und Bildungseinrichtungen (Museen, Landschaftsverbänden u. a. kulturellen Einrichtungen)“

Im Zuge einer Mitgliederbefragung im Nachgang der Tagung hat sich die Kommission zudem für eine Umbenennung entschieden. Mit dem neuen Namen „Kommission für Film und audio-visuelle Anthropologie“ (vorher: „Kommission für den volkskundlichen Film“) möchte die Kommission den gewandelten medialen Praxen, aber auch den mittlerweile stark erweiterten Forschungsperspektiven darauf Rechnung tragen, in dem sie auch in ihrem Namen deutlich macht, dass sich Forschungen längst über Film hinaus Audio-Visionen in einem denkbaren weiten Sinne zuwendet haben.

Dem Antrag auf Namensänderung wurde von Vorstand und Hauptausschuss der dgv einstimmig stattgegeben.

 

Kontakt

Dr. Torsten Näser
Georg-August-Universität Göttingen
Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie
Heinrich-Düker-Weg 14
D-37073 Göttingen
Tel.: +49 (0)551-39-25350
tnaeser1 [at] gwdg [dot] de
http://www.kaee.uni-goettingen.de