18. Tagung der Arbeitsgruppe Sachkulturforschung und Museum in der dgv.
28. bis 30. Mai 2008Call for Papers
Je älter und traditionsreicher ein Museum, desto umfangreicher und vielschichtiger ist auch die materielle und immaterielle Überlieferung, die Auswirkungen auf den Arbeitsalltag hat. Während sich mit diesem Erbe einerseits der Wert der Kontinuität verknüpft, provoziert es andererseits die Frage danach, wie mit ihm umgegangen werden soll. Ein „in die Jahre gekommenes“ Museum muss die Potentiale und Chancen, aber auch die Probleme analysieren, die in seiner Vergangenheit liegen. Das bezieht sich sowohl auf die individuelle Geschichte der Institution als auch auf die konkrete gegenständliche Überlieferung, etwa die Sammlungen und Archivbestände, die Ausstellungen, die Ausstellungsgebäude oder – im Falle der Freilichtmuseen - die ausgestellten Gebäude. Das gilt aber auch für den gesamten Kontext, in dem die Arbeit erfolgt, also für Faktoren wie z.B. die Infrastruktur, die mehr oder weniger etablierte Erwartungshaltung der Besucher oder auch die Erwartungen seitens des Trägers. Die Situation ist mitbestimmt durch Konzepte der Frühzeit, die die Richtung vorgegeben und Fakten geschaffen haben, die fortwirken. Auf dieser Basis aber ist stets auch eine wissenschaftlich fundierte Weiterentwicklung erfolgt, eine kontinuierliche Anpassung an aktuelle Standards der Museumsarbeit vorgenommen worden.Wie gehen wir heute mit dem Erbe um? Wie lassen sich die Vorgaben des Überlieferten konstruktiv in die gegenwärtige Museumsarbeit integrieren und sinnvoll weiterentwickeln? Welche Aufgaben stellen sich mit Blick auf die Sammlungen, die Infrastruktur, die Dauer- und Sonderausstellungen und damit auch mit Blick auf das weite Feld der Vermittlungsarbeit? Wie lassen sich die klassischen Kernaufgaben adäquat erfüllen und die Wissenschaftlichkeit der Arbeit sicherstellen, ohne dabei an den veränderten Besuchererwartungen vorbei zu handeln? Welche Lösungen bieten sich an, was hat sich in der Praxis als weiterführend erwiesen?
Diese und weitere Fragen nach dem Umgang mit dem Erbe und dem Profil aktueller Museumsarbeit sollen diskutiert werden. Bei der Vorstellung von Beispielen aus der Praxis sind sowohl bereits realisierte und erprobte Ansätze als auch die Präsentation projektierter Vorhaben willkommen. Kurze Abstracts von nicht mehr als einer Seite bitte bis zum 15. Dezember 2007 an das Freilichtmuseum Glentleiten.
Anschrift:
Monika Kania-Schütz
Freilichtmuseum Glentleiten
82439 Großweil
eMail: freilichtmuseum@glentleiten.de
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Letzte Änderung: Wednesday, 19-Sep-2007 13:45:48 MEST |
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