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Normen und Werte in der Medikalkultur

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10. Arbeitstreffen des "Netzwerk Gesundheit und Kultur in der volkskundlichen Forschung"

Normen und Werte in der Medikalkultur


CfP

Das "Netzwerk Gesundheit und Kultur in der volkskundlichen Forschung" wird sein zehntes Arbeitstreffen von Mittwoch, den 28. März (Nachmittag), bis Freitag, 30. März 2007 (Mittag), wie gewohnt in der Akademie Frankenwarte in Würzburg abhalten. Die Diskussionen der vergangenen Tagung haben uns dazu veranlasst, für das kommende Arbeitstreffen neben den üblichen freien Vorträgen aus dem gesamten Bereich volkskundlicher oder der Volkskunde nahe stehender Forschung im Zusammenhang mit Krankheit, Gesundheit und Körper einen thematischen Schwerpunkt anzubieten. Es soll darin um Fragen der Konstruktion, Etablierung und Vermittlung von Normen und Werten gehen, die in medikalkulturellen Handlungsfeldern deutlich werden und diese determinieren. Diese Aspekte gewinnen im aktuellen Diskurs um medizinische Systeme („Gesundheitsreform“, „Alternative Heilmethoden“, „Selbstverantwortung des Patienten“, „Sterbehilfe“, „Palliativmedizin“, um nur einige Schlagworte zu nennen) für alle Disziplinen, die zu medikalkulturellen Fragen beitragen, zunehmende Bedeutung. Es scheint an der Zeit, dass sich die Forschenden auch in diesem Bereich klar über ihre Stellung zum verbreiteten „Ethik-Boom“ werden.

Die Organisation bittet um Themenvorschläge für ca. zehn Referate von 20, maximal 30 Minuten aus dem gesamten Bereich der Forschung im Zusammenhang mit Krankheit, Gesundheit und angrenzenden Gebieten. Vorschläge aus dem Bereich des diesjährigen Schwerpunktthemas werden bevorzugt behandelt, sollten zu viele Anmeldungen eingehen. Ziel der Referate sollte es sein, anhand ausgewählter Themen zu einer breiten interdisziplinären Diskussion möglichst im Feld der „Normen und Werte in der Medizin“ zu führen. Besonders willkommen sind Themen, die sich im interdisziplinären Feld etwa zwischen Volkskunde, Völkerkunde, Medizin, Geschichte oder weiteren Disziplinen befinden. Auch Interessierte, die sich z.B. in der Examensphase befinden, werden ermuntert, Beiträge vorzuschlagen. Interessierte werden gebeten, ihren Referatsvorschlag möglichst umgehend formlos in wenigen Sätzen zu skizzieren.

Das Treffen soll auf die bekanntermaßen entspannte und offene wie gleichzeitig auch arbeitsintensive Art durchgeführt werden. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung (zwei volle Tage) werden sich pro Person auf 138 Euro im Doppel- und 162 Euro im Einzelzimmer belaufen.

Interessierte möchten ihren Referatsvorschlag bitte möglichst umgehend an Eberhard Wolff (eberhard [dot] wolff [at] mhiz [dot] unizh [dot] ch), Telefon: +41 44 634 2079 einsenden. Dort werden gerne auch weitere Informationen gegeben.

Wer sich auch bereits für eine Teilnahme ohne Referat anmelden möchte, kann dies gerne bei uns tun. Ein Zimmer oder Bett kann dann sicher reserviert werden.


Die Organisierenden: Eberhard Wolff (Zürich), Michael Simon (Mainz), Dagmar Hänel (Bonn)

 

Programm

Das "Netzwerk Gesundheit und Kultur in der volkskundlichen Forschung" wird sein zehntes Arbeitstreffen von Mittwoch, den 28. März (Nachmittag), bis Freitag, 30. März 2007 (Mittag), wie gewohnt in der Akademie Frankenwarte in Würzburg abhalten. Die Diskussionen der vergangenen Tagung haben uns dazu veranlasst, für das kommende Arbeitstreffen neben den üblichen freien Vorträgen aus dem gesamten Bereich volkskundlicher oder der Volkskunde nahe stehender Forschung im Zusammenhang mit Krankheit, Gesundheit und Körper einen thematischen Schwerpunkt anzubieten. Es soll darin um Fragen der Konstruktion, Etablierung und Vermittlung von Normen und Werten gehen, die in medikalkulturellen Handlungsfeldern deutlich werden und diese determinieren. Diese Aspekte gewinnen im aktuellen Diskurs um medizinische Systeme („Gesundheitsreform“, „Alternative Heilmethoden“, „Selbstverantwortung des Patienten“, „Sterbehilfe“, „Palliativmedizin“, um nur einige Schlagworte zu nennen) für alle Disziplinen, die zu medikalkulturellen Fragen beitragen, zunehmende Bedeutung. Es scheint an der Zeit, dass sich die Forschenden auch in diesem Bereich klar über ihre Stellung zum verbreiteten „Ethik-Boom“ werden.

Vorläufige Liste der angemeldeten Vorträge:

  • Meike Wolf (Mainz): Gene, Gen-Ethik, Kulturen der Genetik – Chancen und Grenzen einer interdisziplinären Zusammenarbeit
  • Sabine Woehlke (Göttingen): Entscheidungsfindungsprozesse im Rahmen der Lebendnierenspende - medizinanthropologische Aspekte
  • Susanne Kreutzer (Hannover/Berlin): Erosion und Transformation christlicher Krankenpflege nach 1945 (AT)
  • Bernd Rieken (Wien): „Aufklärung“ und Selbstverantwortung als Werte in der psychoanalytischen Psychotherapie
  • Gerhard Mayer (Freiburg/Br.): Heilen mit „Geistern“. Fragen der Verantwortlichkeit in neo-schamanischen Behandlungen
  • Gabriele Brandhuber (Wien):
    „Da weiß ich, was drinnen ist“: Normen und Wertvorstellungen von „Laien“ vs. ApothekerInnen über Heilpflanzenprodukte
  • Johannes J. Arens (Bonn): Chancen und Möglichkeiten queerer Körperkonzep