Internationale Tagung: Visualisierte Minderheiten

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Visualisierte Minderheiten. Probleme und Möglichkeiten der musealen Präsentation von ethnischen bzw. nationalen Minderheiten

Internationale Tagung des Instituts für Sächsische Geschichte und Volkskunde in Dresden sowie des Collegium Bohemicum in Ústí nad Labem
 

Die Präsentation von ethnischen, nationalen oder religiösen Minderheiten sowie der interethnisch geprägten Regionen gehört seit Jahren zu einem wichtigen Bestandteil der musealen Arbeit. Die Tagung will die so genannten Minderheitenmuseen als spezifischen Typus einer wissensvermittelnden Institution wahrnehmen und in den Fokus der wissenschaftlichen Diskussion stellen. Vergleichend soll gezeigt werden, wie unterschiedlich oder auch ähnlich die methodischen und theoretischen Zugänge auf diesem Gebiet in verschiedenen Museen sein können. Besondere Aufmerksamkeit wird der jeweiligen Konzeption, der Museumsgeschichte, den Zugangsweisen bei der Präsentation, aber auch den an das Publikum gestellten Erwartungen geschenkt werden. Genauso zu thematisieren sind theoretisch orientierte Problemkreise, wie z.B. die Frage der identitätsstiftenden Funktion des auf eine Minderheit orientierten Museums für die jeweilige Zielgruppe. Die Tagung setzt sich ferner zum Ziel, aus den Parallelen und Unterschieden in der musealen Arbeit Anregungen für ein weiteres Nachdenken über die Visualisierungsformen zu gewinnen sowie mögliche Austausch- und Kooperationsbeziehungen zu initiieren.


Tagungsort: Hörsaalzentrum der Technischen Universität Dresden, Hörsaal 403, Bergstraße 64, 01069 Dresden
Die Anmeldung zur Tagung erfolgt bis zum 20.03.2012 über das Webformular auf web.isgv.de/visualisierte_minderheiten
Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben.
Die Übernachtung ist selbst zu organisieren.

Wir würden uns sehr freuen, Sie in Dresden begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen,
PD Dr. Petr Lozoviuk



Programm

Freitag, der 30. März 2012

10:00 Begrüßung
         Manfred Seifert (ISGV Dresden)
         Petr Lozoviuk (Dresden)
         Zur Einführung: "Minderheitenmuseen" im Visier der wissenschaftlichen Reflexion

         Konrad Köstlin (Wien)
         Minderheit als Kategorie der Moderne

         Klaus Roth (München)
         Sichtbare Differenz. Von der Macht der (Auto)Stereotypen auch im Museum

12:30 Mittagspause

14:00 Thomas Steensen (Bredstedt)
         Zur Visualisierung der nordfriesischen Minderheit in Deutschland

         Regina Wonisch (Wien)
         Möglichkeiten und Grenzen von Gegenerzählungen im Museum

         Herbert Justnik (Wien)
         "Volkstypen" – Überlegungen zur visuellen Konstruktion ethnischer Typen in der späten Habsburgermonarchie

16:00 Kaffeepause

16:30 Blanka Mouralová / Jan Šícha (Ústí nad Labem)
         Mitgestalter des Kulturerbes. Das Wichtigste über die künftige Dauerausstellung zur Geschichte der deutschsprachigen Bevölkerung der böhmischen Länder in Ústí nad Labem / Aussig

         Sandra Kreisslová (Praha)
         Zur Bildung der sudetendeutschen Identität am Beispiel des Stadtmuseums Chomutov / Komotau

         Hana Dvořáková (Brno)
         Minoritäten im Fokus des "Steinmuseums". Zur Präsentation der Minderheiten im Mährischen Landesmuseum


Samstag, der 31. März 2012

9:00 Christian Glass (Ulm)
        Zwölf Jahre Donauschwäbisches Zentralmuseum – ein Wahrnehmungsbericht

        Julia Debelts / Katharina Neufeld (Hildesheim / Detmold)
        Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold: Leitidee und museale Gestaltung

        Eric Hold (Paris)
        Fremde Personen und Objekte in Frankreich: die Cité nationale de l’histoire de l’immigration und das Musée du Quai Branly in Paris

11:00 Kaffeepause

11:30 Magda Veselská (Praha)
         Wir und sie? Wie man sich selbst sieht (und präsentiert)

         Kathrin Pieren (London)
         Identitätsstiftung in Minderheitenmuseen: Einsichten aus der frühen englisch-jüdischen Museologie

         Petr Lozoviuk (Dresden)
         Das Minderheitenmuseum als "Schaufenster" der Regionalpolitik

13:30 Ende der Veranstaltung



Kontakt

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V. (ISGV)
Zellescher Weg 17
D-01069 Dresden
Tel.: +49 (0)351-436 16 50
Fax: +49 (0)351-436 16 51
E-Mail: isgv [at] mailbox [dot] tu-dresden [dot] de
Internet: www.isgv.de

Datum: 
30. März 2012 - 31. März 2012
Ort: 
TU Dresden