Wahlvorschläge 2011
Turnusgemäß ist auf der diesjährigen Mitgliederversammlung in Tübingen – die Position des 1. Vorsitzenden (für eine Wahlperiode von 4 Jahren) und der Hauptausschuss (für eine Wahlperiode von 2 Jahren) neu zu besetzen.
Aufgrund Ihrer Berufung auf eine Professur in Göttingen hat die 2. stellvertretende Vorsitzende Prof. Dr. Sabine Hess im Februar 2011 ihren Rücktritt erklärt. Der Vorstand wählte darauf hin bei seiner Sitzung am 26.2.2011 gemäß §12 Abs 1 der Satzung Dr. Helmut Groschwitz als Ersatzmitglied für die verbleibende Amtsdauer (bis 2013). Dr. Groschwitz trat hierzu von seiner Stelle als Mittelbauvertreter im Hauptausschuss zurück. Prof. Dr. Sabine Hess wird für die Vertretung der Universitätsdozenten im neuen Hauptausschuss kandidieren.
Vorstand und Hauptausschuss haben beschlossen, wie vor den letzten Wahlen ihre Vorschläge für die Wahlen auf der Mitgliederversammlung am 23.9.2011 zu publizieren und haben die Kandidaten und Kandidatinnen um eine kurze Vorstellung ihrer Person gebeten.
Zudem ging aus dem Treffen der Doktoranden des Fachs eine weitere Kandidatur ein, die ebenfalls hier vorgestellt wird.
Weitere Vorschläge aus dem Kreis der Mitglieder können bis zwei Wochen vor der Mitgliederversammlung schriftlich an die folgende Adresse gerichtet werden:
Vorstand der Dt. Gesellschaft für Volkskunde e.V.
Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft
Burgsteige 11
72070 Tübingen
Auf der Mitgliederversammlung können Wahlvorschlage noch mündlich vorgebracht werden.
Wahlvorschlag von Vorstand und Hauptausschuss für die Wahlen zum Vorstand und zum Hauptausschuss
Vorsitzender
Prof. Dr. Karl Braun, Marburg
Karl Braun, geb. 1952 in Wunsiedel/Oberfranken, von 1974-1980 Studium der Empirischen Kulturwissenschaft, Germanistik, Völkerkunde und Vergleichenden Religionswissenschaft in Tübingen und Barcelona.
1980 Magister Artium in Deutscher Literaturwissenschaft. Von 1985-1990 DAAD-Lektor an der Universidad de Extremadura in Cáceres. 1992 Promotion am Ludwig-Uhland-Institut in Tübingen mit der Arbeit „Die Krankheit Onanie. Körperangst und die Anfänge moderner Sexualität im 18. Jahrhundert“. Von 1992-1997 Lehrender an der pädagogischen und sozialwissenschaftlichen Fakultät der Karls-Universität Prag. Von Prag aus 1997 Habilitation in Marburg mit der Schrift „Der Tod des Stiers. Fest und Ritual in Spanien“. Von 1998 bis 2002, unterbrochen von Vertretungsprofessuren in Frankfurt/M., Göttingen, Marburg, als Privatdozent am „Institut für europäische Ethnologie“ in Berlin.
Seit 2002 Universitätsprofessor in Marburg (Nachfolge Martin Scharfe). 2008-2009 Dekan des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaft und Philosophie der Philipps-Universität, von 2006-2008 Prodekan. Von 2005-2007 Museumsbeauftrager der Philipps-Universität für Museen und Sammlungen.
Engagement in Fachverbänden: 2003-2007 Mitglied im Hauptausschuss der dgv; 1999-2005 im Vorstand der „Gesellschaft für Ethnografie“ (Berlin). Mitgliedschaft im Collegium Carolinum und im Herder-Forschungsrat.
Arbeitsschwerpunkte:
Allgemeine historische Kulturanthropologie Deutschlands 18.-20. Jahrhundert; Sudetendeutsche Identität; Deutsch-tschechische Nachbarschaft; Genozid am europäischen Judentum am Beispiel Theresienstadt; Spanische Ethnologie und Kulturanthropologie; Sexualitätsgeschichte und Genderforschung; Migration und Kulturentwicklung/ Grenzen in Europa; Visuelle Anthropologie; Europäische Fest- und Karnevalsforschung; Fachgeschichte; Museumstheorie und Ausstellungspraxis.
Schwerpunkte in der Arbeit als Vorsitzender der dgv:
Repräsentation der dgv in der Deutschen Forschungsgemeinschaft
Intensive Kommunikation mit dem Herausgebergremium der „Zeitschrift für Volkskunde“
Weitere Begleitung des Bologna-Prozesses im Fach (bisher: Marburg I-IV, 2004-2010)
Planung und Mitdurchführung von dgv-Kongressen und Begleitung von Hochschultagungen
Intensiver Kontakt mit den Kommissionen
Weiterentwicklung der Internet-Darstellung der dgv (z.B. im Bereich Fachgeschichte)
Gruppe der Universitätsdozentinnen und -dozenten
Prof. Dr. Sabine Kienitz, Hamburg
Jahrgang 1958, Studium der Empirischen Kulturwissenschaft am Tübinger Ludwig-Uhland-Institut, 1989 Magister; Promotion 1994 mit einer mentalitätsgeschichtlichen Studie zum Umgang mit Sexualität, Prostitution und Geschlechterbeziehungen im frühen 19. Jahrhundert in Württemberg (1995 Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Historische Anthropologie der DFG). 1993-1997 Wissenschaftliche Angestellte am Ludwig-Uhland-Institut, 1997-1999 Habilitanden-Stipendium der DFG, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Tübinger SFB 437 "Kriegserfahrungen – Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit". Habilitation 2003 mit einer Arbeit über Geschichte und (Körper-)Symbolik der deutschen Kriegsversehrten des Ersten Weltkriegs; 2006-2008 Vertretungsprofessorin am Institut für Kulturanthropologie/ Europäische Ethnologie in Göttingen. Seit April 2009 Professorin am Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie an der Universität Hamburg.
Arbeits- und Forschungsschwerpunkte:
Geschlechtergeschichte 19./20. Jahrhundert,
Geschichte sozialer Bewegungen, Historische Kriminalitätsforschung, Sexualitäts- und Körpergeschichte, kulturwissenschaftliche Technikforschung.
Zentrale Aspekte meiner Mitarbeit im Hauptausschuss:
Planung und inhaltliche Vorbereitung kommender dgv-Kongresse, Vernetzung der Institute, Schärfung des Fachprofils (v.a. in der historischen Perspektive).
Prof. Dr. Sabine Hess, Göttingen
Jahrgang 1969, von 1990 bis 1997 Studium der Empirischen Kulturwissenschaft (HF), Neueren Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Tübingen; 1997 Magister; von 1995 bis 1998 beruflich tätig als Medienpädagogin für Frauen und Mädchenarbeit und geschäftsführende Aufgaben im Freien Radio für Tübingen/Reutlingen; von 1998 bis 2003 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, Frankfurt/Main; Promotion 2004 abgeschlossen mit einer mitgehenden ethnographischen, genderbezogenen Migrations- und Transformationsforschung über slowakische Au-Pairs in deutschen Haushalten, veröffentlicht unter dem Titel „Globalisierte Hausarbeit“; von 2003 bis 2005 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordinatorin des Forschungsprojekts TRANSIT MIGRATION am Institut für Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes; von 2005 bis 2006 arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB der Humboldt Universität Berlin „Repräsentationen sozialer Ordnung im Wandel“ im Teilprojekt des Instituts für Europäische Ethnologie: „Verwandtschaft als Repräsentation sozialer Ordnung und soziale Praxis: Kulturen der Zusammengehörigkeit im Kontext sozialer und reproduktions-medizinischer Transformationsprozesse“; von 2006 bis 2011 Hochschulassistentin am Lehrstuhl Volkskunde/ Europäische Ethnologie der Ludwig-Maximilans-Universität München; seit März 2011 Professorin am Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Universität Göttingen.
Arbeits- und Forschungsschwerpunkte:
Transnationalisierungs- und Europäisierungsforschung, Migrations- und Grenzregimeforschung, politische Anthropologie, Anthropologie komplexer Gesellschaften, Methoden der Kulturanthropologie, kulturanthropologische Geschlechterforschung
Zentrale Aspekte meiner Mitarbeit im Hauptausschuss:
Planung und Vorbereitung kommender dgv-Kongresse, Zusammenhalten und Vernetzen der heterogenen Ausrichtungen des Vielnamenfaches, Vertretung von Genderfragen, Anstoßen von Diskussionen um die Transformationen des Arbeitsplatzes Universität, so gewünscht begleitendes Nachdenken über die Möglichkeiten der Zeitschrift für Volkskunde
Gruppe des akademischen Mittelbaus
Dr. Eike Lossin, Würzburg
Jahrgang 1973, Möbelrestaurator, Studium der Europäischen Ethnologie/Volkskunde, Soziologie und Kunstgeschichte an der Universität Würzburg, Magisterabschluss 2004, wissenschaftlicher Mitarbeiter in verschiedenen Forschungsprojekten 2004-06, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde Würzburg 2006, Promotion 2010, wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde Würzburg seit 2010. Beteiligt an Ausstellungen und an der Organisation von Tagungen.
Forschungsschwerpunkte:
Frömmigkeitsforschung, KZ-Forschung, Biografie- und Erzählforschung, materielle Kultur, Identitäten und Lebensstile europäischer Kulturen und Gesellschaften.
Der akademische Mittelbau forscht und lehrt – wie es sich gehört. Seine Mitglieder konzeptionieren, organisieren und verwalten unter anderem auch ganze Studiengänge – wie es sich (neuerdings) gehört. Sie wollen zukünftige Repräsentanten des Faches sein und durch ihre qualifizierenden Arbeiten unsere Wissenschaft thematisch erhalten, erweitern und in der Gesellschaft auf das Fach aufmerksam machen. Gleichzeitig sind ihre Verträge nicht selten befristet und ihre Lebensumstände mitunter prekär.
Als Vertreter des akademischen Mittelbaus habe ich vor, diese Problemlage im Hauptausschuss zur Diskussion zu bringen. Zusätzlich ist es mein Ziel, Hauptausschuss und wissenschaftlichen Nachwuchs über verschiedene fachliche Ausrichtungen hinweg zu vernetzen und dadurch Kommunikation zu fördern.
Sabine Imeri M.A., Berlin
Studium der Europäischen Ethnologie und Neueren/Neuesten Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin, Magistra artium 2005; 2006 – 2008 wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt „Volkskunde in der Metropole. Zur Entstehung eines volkskundlichen Wissensmilieus und zur Produktion kultureller Wissensformate in Berlin“ am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin im Rahmen des Forschungsverbundes „Volkskundliches Wissen und gesellschaftlicher Wissenstransfer: Zur Produktion kultureller Wissensformate im 20. Jahrhundert", seit 2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Europäische Ethnologie in Berlin (ein Schwerpunkt ist Öffentlichkeitsarbeit) und seit 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Forschungsprojekt "Volkskunde in der Metropole. Die Produktion kultureller Wissensformate und das volkskundliche Wissensmilieu in Berlin (1900-1945)"; Im Rahmen des Projektes Arbeit an einer Dissertation im Bereich Wissensgeschichte/ Wissensforschung über Konzepte von Angewandtheit in der Volkskunde (1920er und 30er Jahre).
Weitere Forschungsschwerpunkte und -interessen:
Wissensanthropologie, Stadtforschung, Biografieforschung
Grundsätzlich würde ich mich im Hauptausschuss der dgv als Vertreterin des gesamten Mittelbaus sehen. Gleichzeitig möchte ich einen Schwerpunkt auf die Vertretung der Promovierenden legen, ganz gleich ob sie Instituts- oder Projektstellen innehaben, mit Stipendien promovieren oder die Promotion frei finanzieren müssen. Gerade weil die Qualifikationsbedingungen so disparat sind, halte ich es für wichtig, Informationsstrukturen zwischen Doktorand/innen zu verstetigen und die Kommunikation innerhalb der dgv offen zu gestalten und würde mich in diesem Sinne als Ansprechpartnerin verstehen. Wichtig scheint mir in diesem Zusammenhang auch der Kontakt zu allen in der dgv vertretenen – gerade auch den außeruniversitären – Berufsgruppen. Und natürlich wäre eine wichtige Aufgabe die Beteiligung an Planung und Koordination von Kongressen und Tagungen.
Gruppe der Museen
Dr. Anja Schöne, Teltge
Jg. 1962, Studium der Volkskunde, Germanischen Philologie, Kunstgeschichte in Freiburg und Basel, Promotion zum Thema „Alltagskultur im Museum. Zwischen Anspruch und Realität“; 1998-1999 Volontariat bei der Volkskundlichen Kommission für Westfalen, 1999-2001 Kuratorin der Sonderausstellung „Queerbeet“ am Historischen Museum der Stadt Bielefeld, seit 2001 stellv. Museumsleiterin am Museum Heimathaus Münsterland, Telgte; dort seit 2010 Projektleiterin für die Neukonzeption des Museums; Lehraufträge am Lehrstuhl für Volkskunde und Europäische Ethnologie an der Univ. Münster; Publikation von museumsrelevanten Arbeiten, z.B. Dinge.Räume.Zeiten. Religion und Frömmigkeit als Ausstellungsthema (2009).
Interessen und Forschungsschwerpunkte:
Museumsentwicklung, Sachkulturforschung, Religiöse Volkskunde, Alltags- und Sozialgeschichte
Schwerpunkte und Anliegen in der dgv:
Interessenvertretung der volkskundlichen Museen; Mittlerin zwischen den Anliegen der Museen, z.B. gut ausgebildeten, wissenschaftlichen Nachwuchs zu bekommen und der Universitätsvolkskunde, z.B. durch Einbindung der universitätsvolkskundlichen, wissenschaftlichen Kompetenz in den Museen; Vertretung der Interessen der Arbeitsgruppe Sachkulturforschung und Museum im Hauptausschuss, Ansprechpartnerin für Anliegen der Museumsvolkskundler und –volkskundlerinnen, Stärkung der Interessen der volkskundlichen Museen innerhalb des Faches und Stärkung der Interessen der volkskundlich ausgebildeten Museumsfachleute auf dem Stellenmarkt.
Gruppe der Landesstellen
Dr. Gabriele Wolf, München
Gabriele Wolf, Dr. phil. M.A., Studium der Fächer Deutsche und vergleichende Volkskunde, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ab Mitte der 1980-er Jahre am Institut für Volkskunde der LMU wissenschaftliche Mitarbeiterin in den DFG-Projekten „Popularliteratur Südosteuropas“ und „Alltagskultur im sozialistischen Dorf“ sowie in der interdisziplinären DFG-Forschergruppe „Kulturelle Inszenierungen von Fremdheit im 19. Jahrhundert“. Die Dissertation „Lesen für den Fortschritt“ erschien 2001. Seit 2003 wissenschaftliche Mitarbeiterin (seit 2009 Geschäftsführung) am Institut für Volkskunde der Kommission für bayerische Landesgeschichte der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München und Redakteurin des Bayerischen Jahrbuchs für Volkskunde. Mitglied im Vorstand der Münchner Vereinigung für Volkskunde.
Im Hauptausschuss der dgv möchte ich mich dafür einsetzten, dass die Arbeitsbereiche der volkskundlichen Landesstellen und der anderen regional orientierten außeruniversitären volkskundlichen Forschungseinrichtungen im Fach präsent bleiben. Dabei geht es mir darum, die Vernetzung der Landesstellen/Institute zu intensivieren, ihre Forschungsinteressen sichtbar und thematische und organisatorische Anknüpfungsmöglichkeiten und Angebote für andere Berufsgruppen deutlich zu machen.
Gruppe der Volontär/innen, Werk- und Zeitverträgler/innen, ABM-Kräfte und Erwerbslosen
Dr. Tina Ebbing, Unna
Studium der Volkskunde/ Europäischen Ethnologie, Deutschen und Nordischen Philologie in Münster. Promotion 2008. Seither Werkverträge und freie Mitarbeit an verschiedenen Museen sowie einem Buchprojekt.
Gruppe der Freiberufler/innen
Dr. Jochen Ramming, Würzburg
Jahrgang 1968. Von 1989 bis 1996 Studium der Volkskunde, Kunstgeschichte und Archäologie an der Julius-Maximilian-Universität Würzburg. Noch zu Studienzeiten 1995 Gründung des Kulturbüros FranKonzept gemeinsam mit Dagmar Stonus, M.A. Seither freiberuflich tätig, vor allem im Museum- und Ausstellungswesen. Promotion 2008 mit einer Arbeit über „Die uniformierte Gesellschaft“. FranKonzept hat mittlerweile etwa 15 komplette Stadt-, Orts- und Regionalmuseen konzeptioniert und gestaltet sowie zahlreiche z.T. umfangreiche Wechsel- und Wanderausstellungen erarbeitet. Zudem erstellt das Büro Gutachten für größere Museumsprojekte, entwickelt museumspädagogische Projekte, führt Fortbildungen für Museumsmitarbeiter durch, organisiert museale Öffentlichkeitsarbeit und plant Finanzierungskonzepte. Neben den Inhabern arbeiten regelmäßig fest angestellte junge Wissenschaftler/Innen an Einzelprojekten mit (Näheres unter: www.frankonzept.de). Jochen Ramming ist Gründungs- und Vorstandsmitglied des Bundesverbands freiberuflicher Kulturwissenschaftler e.V. (BfK) und vertrat die Freiberufler im Hauptausschuss der dgv bereits 2009-2011.
Professionelle, freiberuflich arbeitende Kulturbüros sind unabdingbare Partner für öffentliche Kulturinstitutionen und private Kulturinteressenten. Das Berufsbild des Freiberuflers hat sich längst gefestigt und bietet mittlerweile vielen Büros ein dauerhaft gesichertes Einkommen. Ich möchte im Hauptausschuss der dgv weiterhin dafür eintreten, dass die akademische Volkskunde freiberufliche Büros nunmehr als nützliche Multiplikatoren für volkskundliche Anliegen in der Öffentlichkeit verstärkt wahrnimmt und ihre ausgeprägt arbeitsmarktrelevanten Fähigkeiten im Rahmen der neugegliederten Studiengänge mitberücksichtigt. Umgekehrt ist es mir aber auch ein Anliegen, die vielen volkskundlichen Dienstleistungsbüros wieder enger an den akademischen Fachverband heranzuführen – in beiderseitigem Interesse.
Gruppe der Studierenden
Verena Elisabeth Reil, Freiburg
Ich studiere seit 2009 Europäische Ethnologie im Hauptfach und BWL im Nebenfach. Beides im 4. Semester auf Bachelor an der Albert-Ludwig-Universität in Freiburg. Aufgewachsen bin ich bei Ludwigsburg, in der Nähe von Stuttgart. Zusammen mit Kommilitonen/-innen engagiere ich mich in unserer Fachschaft für Europäische Ethnologie. Ich freue mich auf die vor mir liegende Zeit, in der ich gerne im Hauptausschuss des DGV tätig sein möchte.
Raphael Reichel, Würzburg
Geboren 1988 in Schweinfurt; seit 2008 Magisterstudent an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg mit Hauptfach Europäische Ethnologie / Volkskunde sowie den Nebenfächern Neuere deutsche Literaturgeschichte und Englische Literaturwissenschaft. Seit Ende 2009 Mitarbeit in der Fachschaftsinitiative der Europäischen Ethnologie, zusätzlich seit 2010 gewähltes Mitglied der Fachschaftsvertretung der Philosophischen Fakultät I. 2010-2011 Mitorganisator der Studierendentagung 2011 in Würzburg.
Wahlvorschlag der Gruppe der Doktorand_innen in der dgv für den dgv-Hauptausschuss in der Gruppe „Akademischer Nachwuchs/Doktorand_innen“
Martin Jonas M.A., Wien/München
Martin Jonas studierte Soziale Arbeit an der Katholischen Stiftungsfachhochschule in München und Benediktbeuern und Volkskunde/Europäische Ethnologie in München und Wien. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen der materiellen und visuellen Kultur, sowie der qualitativen Methoden. Derzeit leitet Martin Jonas das Theater im Fraunhofer in München und arbeitet an seiner Dissertation zum Thema Selbstwahrnehmung im digitalen Zeitalter (Doktoratsstudium der Philosophie (Europäische Ethnologie) in Wien).
Martin Jonas kandidiert als gewählter und delegierter Wahlvorschlag der Gruppe der Doktorand_innen in der dgv (geheime Wahl bei der Doktorand_innen-Tagung in Göttingen am19.3.2011). Die Doktorand_innen haben vor dem letzten Kongress in Freiburg 2009 einen Antrag auf Vertretung und Sitz im Hauptausschuss der dgv gestellt und zugesprochen bekommen. Sie verstehen sich als offene Gruppe des akademischen Nachwuchses, die jährlich im Rahmen einer Tagung zum Austausch über Theorien und Methoden und zur Diskussion neuer Dissertationsprojekte zusammenfindet. Als Zusammenschluss von Promovierenden des Faches Volkskunde/KA/EE/EKW handelt es sich nicht um eine berufsständische Organisation, vielmehr sieht sich die heterogene Gruppe als Verbund von Nachwuchswissenschaftler_innen, die mit ähnlichen Forschungspraktiken- und problemen, strukturellen Gegebenheiten (bspw. Betreuungsverhältnissen) und Qualifikationsschritten (bspw. Lehraufträge) konfrontiert sind. Über die Vertretung durch einen frei Promovierenden möchten die Doktorand_innen auch diejenigen zahlreichen wissenschaftlichen Nachwuchsforscher_innen im Hauptausschussder dgv vertreten wissen, die nicht durch eine wissenschaftliche Mitarbeiterstelle direkt an ein Institut angebunden sind, aber dennoch durch ihre Qualifikationsarbeit einen (qualitativ und quantitativ) gewichtigen Beitrag zum Forschungstand des Faches leisten und sich damit für wissenschaftliche Planstellen an universitären Instituten qualifizieren.
Stellungnahme von Martin Jonas zu seinem Engagement im dgv-Hauptausschuss:
Mein Engagement im Hauptausschuss der dgv sehe ich zum einen als Interessensvertreter des akademischen Nachwuchses in all seinen Belangen. Diese Aufgabe möchte ich durch die Vertretung von Anträgen, die an die dgv gestellt werden und die Förderung von Tagungs- und Kongressbeteiligung des akademischen Nachwuchses konkret umsetzen. Wichtig ist mir weiterhin der wissenschaftliche und persönliche Austausch mit den Vertreter_innen der anderen Gruppen in meiner Funktion als Vertreter des wissenschaftlichen Nachwuchses, der sich forschungsbiografisch an der Schnittstelle zwischen und am Übergang zu den anderen Gruppen befindet. Ich möchte meine Position nutzen, um Informationen und Diskurse aus der Gruppe der Doktorand_innen in den Hauptausschuss/Vorstand zu tragen und umgekehrt Informationen an die Gruppe der Doktorand_innen weiterzuleiten. Darüber hinaus möchte ich an der Weiterentwicklung der dgv mitarbeiten, um das Profil des Vielnamenfaches über einen aktiven und starken Dachverband in der Öffentlichkeit und im wissenschaftlichen Feld zu stärken.