Schlesien nach 1945. Wege und Wandlungen einer europäischen Region

Papst Johannes Paul II. vor dem Breslauer Dom, 1983. Foto: PAP/Adam Hawałej
Die neue Ausstellung des Schlesischen Museums befasst sich mit dem polnischen Schlesien von heute. Sie richtet einen Blick von außen auf das Land und wendet sich dabei an ein Publikum in Deutschland, wo sich viele auch heute noch mit Schlesien eng verbunden fühlen. Es ist ein Versuch, sich das moderne Schlesien - das vertraute, fremd gewordene Land – besser verständlich zu machen.
Die Ausstellung lässt wichtige Stationen der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung seit 1945 Revue passieren: der schwierige Neubeginn nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung, bleierne Jahre der Stagnation und der verschärften politischen Repression, Phasen des „Tauwetters“ und Wellen der Modernisierung.
Schon in den 1970er Jahren zeichnete sich eine neue Entwicklung ab. Schlesien profitierte in besonderem Maße von den Wirtschaftsreformen der Ära Gierek. Zugleich wuchs die Distanz zwischen dem kommunistischen Staat und einer immer selbstbewussteren Gesellschaft mit ihren örtlich und regional fest verankerten oppositionellen Milieus.
Seit 1989 hat Schlesien eine stürmische Entwicklung durchlaufen. Heute gehört es zu den wohlhabendsten und am besten entwickelten Regionen in Polen. Seine geographische Lage, seine Wirtschaftskraft und sein dynamisches Kulturleben sichern ihm eine wichtige Rolle im neuen Europa.
Schlesisches Museum zu Görlitz, Schönhof, Brüderstraße 8, 02826 Görlitz, tel. 03581 / 8791-0, kontakt [at] schlesisches-museum [dot] de
Öffnungzeiten: im Februar: Di – So 10 – 16 Uhr / ab März: Di – So 10 – 17 Uhr