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Aktuelle Ausstellungen
Der blaue Faden. Spuren in die Vergangenheit und aus der Zukunft
31.12.2006 (seit: 02.12.2006), Ort: Franziskanermuseum
Um Filz und Farbe geht es in der zweiten Jahresausstellung der Internationalen Filzausbildung (IFab). Die IFab versteht sich als Studienkreis von KunsthandwerkerInnen, die sich unter Anleitung von István Vidák, Ungarn, vier Jahre mit dem Thema auseinandersetzen, Handwerkstechniken erlernen, variieren, ausprobieren, sich dabei auf die Spuren historischer Filztechniken, aber auch zeitgenössischer in anderen Ländern begeben.
Neben den Arbeiten der Teilnehmerinnen des Studienkreises sind Arbeiten der Dozentinnen und Dozenten zu sehen und Fotos einer Studienreise nach Kirgistan. Die eindrucksvollen Fotografien stammen von dem ungarischen Fotografen András Ág.
Durchgängiges Element der Ausstellung (der „rote Faden“) ist die Farbe Blau und die Auseinandersetzung mit historischen und asiatischen und afrikanischen Färbetechniken. Hohe handwerkliche Qualität und eigenständige Gestaltung zeichnen dabei alle Arbeiten aus. Ein museumspädagogisches Begleitprogramm rundet die Ausstellung ab.
Franziskanermuseum, Rietgasse 2, 78050 VS-Villingen, Tel. 07721/822351, Fax 07721/822357, E-mail: franziskanermuseum@villingen-schwenningen.de
http://www.villingen-schwenningen.de/Museumsfuehrungen.669.0.html
„Hin und weg – Migration im Weserbergland“
12.11.2006 (seit: 26.08.2006), Ort: Museum Hameln
Ein- und Auswanderung – das ist Migration! Seit vielen hundert Jahren suchen Weserbergländer ihr Glück in der Fremde, andere Menschen kommen hierher, weil sie hoffen, an der Weser ein gutes Leben führen zu können. Was sind die Gründer dafür? Welches Schicksal fanden und finden die Menschen? Das zeigt die neue Sonderausstellung im Museum Hameln.
Gezeigt wird Ein- und Auswanderung in Hameln und Umgebung seit dem Mittelalter.
Die Ausstellung beginnt mit der Zuwanderung von Juden, später Hugenotten und den sog. Salzburgern. Viele Menschen aus unserer Region wanderten ihrerseits auf der Suche nach Arbeit und Auskommen aus, die meisten nach Amerika. In einem Brief beschreibt ein Auswanderer im 19. Jahrhundert nach Hilligsfeld, an seine Familie die Situation: „Viele junge Leute, welche erst kommen, haben hier Geld verdient u ihre ärmeren Geschwister nachkommen lassen. Auch wenn mehrere kommen wollen, können alle hier Arbeit bekommen. Selbst mein Bruder, welcher eine Dampfmühle hat, braucht immer junge Leute, so z. B. August Kabke aus Hohnsen sein Sohn, ist jetzt schon über 2 Jahre bei ihm als Radmacher. Es sind jetzt so viele Deutsche hier, daß man glaubt man wohnt in Deutschland“.
Nicht alle fanden aber in Amerika ihr Glück. Christian Lutterbrodt aus Hilligsfeld z.B. wurde von Indianern erschlagen. Die Originalbriefe, in denen auch von diesem Schicksal erzählt wird, werden in der Sonderausstellung gezeigt – zum ersten Mal überhaupt.
Eine ganz andere Art von Migration, nämlich eine durch Kriegseinwirkungen erzwungene, zeigt das Alugeschirr, das eine Familie auf der Flucht von Schlesien mit nach Hameln brachte. Unter großer Angst und Not rettete man sich in der Endphase des Zweiten Weltkriegs in den Westen.
Einen Einstieg in das Thema „Gastarbeiter“ bietet ein Kochtopf, in dem ein Türke in den 1970er Jahren für seine Kollegen das Essen kochte. Verbindendes wird in der Ausstellung herausgehoben – z.B. die Schwierigkeiten, sich in der neuen Heimat zurechtzufinden –, Trennendes benannt: Die Dramatik einer Flucht im Zweiten Weltkrieg steht neben der freiwilligen Einreise aufgrund eines Anwerbevertrags.
Im März 2006 lebten 5.441 Ausländer in Hameln, das sind 9,0 % der Gesamtbevölkerung. Damit liegt Hameln deutlich über dem niedersächsischen Durchschnitt (6 %) und gleichauf mit dem Bundesdurchschnitt (9 %). Die Hamelner Sondersituation könnte auf dem hohen Arbeitskräftebedarf der ehem. hier angesiedelten Industriebetriebe und der nachfolgenden geringen Bevölkerungsdynamik beruhen.
Im Moment wird von Fachleuten, von Politikern und Wissenschaftlern viel über Integration, Eingliederung, Anpassung und Ausgrenzung gesprochen. Vor kurzem fand der sog. Integrationsgipfel auf Regierungsebene statt. Die Dringlichkeit einer solchen Diskussion ist aufgrund aktueller Ereignisse unbestritten. Die klugen, theoretischen Auseinandersetzungen im nationalen und Länderkontext sind wichtig. Gelebt wird die Integration oder Segregation aber vor Ort, in den Dörfern, Städten und Landkreisen. Ein Museum kann hierbei eine wichtige Funktion übernehmen als Impulsgeber, als Vermittler historischer Zusammenhänge.
Zum Beispiel: Es gab eine Zeit, da war jeder vierte Hamelner Hugenotte, sprach Französisch, hatte den Hamelnern fremde Lebensgewohnheiten und einen anderen Glauben. Natürlich verlief der Kontakt zwischen Einheimischen und Einwanderern nicht konfliktfrei. Heute ist ein Deutscher auf seine hugenottischen Wurzeln stolz. Kann das nicht Anregung und Denkanstoß sein?
Museum Hameln, Osterstraße 8 - 9, 31785 Hameln, Telefon: 05151/202215/216, Fax: 05151/202-815, http://www.hameln.de/museum
http://www.hameln.de/kultur_freizeit/kultur/museum/sonderausstellung.htm
Wenn Liebe ohne Folgen bliebe... Zur Kulturgeschichte der Empfängnisverhütung
12.11.2006 (seit: 03.08.2006), Ort: Stadtmuseum Jena
Zwei Ausstellungen und zwei Begleitbände sind das Ergebnis einer fruchtbaren Kooperation zum Thema Verhütung, die im Jahre 2004 begann. Unter Leitung von Prof. Dr. Marita Metz-Becker standen zwei Seminare, die im Wintersemester 2004/05 am Lehrstuhl für Volkskunde (Empir. Kulturwissenschaft) der Friedrich-Schiller-Universität Jena und im Sommersemester 2005 am Institut für Europ. Ethnologie/Kulturwissenschaft der Philipps-Universität Marburg das Thema in seiner ganzen Breite aufrollten - auch im Blick auf den wissenschaftlich kaum erforschten Ost-West-Vergleich.
Das Seminar am Institut für Volkskunde/Kulturgeschichte in Jena mündete in einen Begleitband "Wenn Liebe ohne Folgen bliebe...", der rechtzeitig zur Marburger Ausstellungseröffnung erschienen war (Jonas Verlag 2006). Er vereint Beiträge von Marita Metz-Becker und zehn Studentinnen (sic - die wenigen männlichen Seminarteilnehmer entzogen sich dieser Produktion) und thematisiert Tabus, Verhütungswissen und -praktiken in ihrem Wandel seit dem Mittelalter, insbesondere aber im 20.Jahrhundert: so den Gebärstreik von 1913, die Reformen in der Weimarer Republik und deren Neudefinierung als völkische Mutterschafts- und Familienpolitik im Nationalsozialismus, die Anti-Baby-Pille und ihre Folgen - bis hin zur Frage nach der "kinderlosen Gesellschaft".
Die Jenaer Ausstellung und der dazugehörige Begleitband "Vom Nimbaum bis zur Pille. Zur kulturgeschichtlichen Vielfalt der Verhütungsmethoden", von der Botanikerin Helga Dietrich und Birgitt Hellmann (Stadtmuseum Jena) ediert, zeigt eine wesentliche räumliche und thematische Erweiterung. Sie gilt vor allem der Frage "Grüne Verhütung - Wunsch oder Realität?" (H. Dietrich) und deren Vielfalt in botanischer und ethnologischer Sicht, vom Kondom bis zur Kastration. Auch hier - zentral und neu in dieser Sichtweise - gilt das besondere Augenmerk den Institutionen und Entwicklungen vor Ort: "Herbarium Haussknecht" und Botanischer Garten als Einrichtungen der Universität, Jenapharm als Ort der Forschung. So stellt der Endokrinologe und Pharmakologe Michael Oettel die "Geschichte der hormonellen Familienplanung und der Jenaer Kontrazeptiva" vor - jene grosse Erfolgsgeschichte der "Jenapharm".
Die Liste der Kooperationspartner, Leihgeber und Sponsoren umfasst - neben den genannten Institutionen - Gleichstellungsreferate, Pro familia Gera, Nestle, Grünes Kreuz, Emil-von-Behring-Bibliothek. Podiumsdiskussionen und Vorträge begleiten die Ausstellung.
Publikationen:
Marita Metz-Becker (Hg.): Wenn Liebe ohne Folgen bliebe... Zur Kulturgeschichte der Verhütung. 78 S., zahlr. Abb.. Marburg (Jonas Verlag ) 2006
Helga Dietrich - Birgitt Hellmann (Hg.): Vom Nimbaum bis zur Pille. Zur kulturgeschichtlichen Vielfalt der Verhütungsmethoden. 119 S., zahlr. Abb.. Weimar (hain Verlag) 2006
Kontakt: Prof. Dr. Christel Köhle-Hezinger, Bereich Volkskunde/Kulturgeschichte, Tel.: 03641/944391, Fax: 03641/944392, eMail: christel.koehle-hezinger@uni-jena.de
Stadtmuseum & Kunstsammlung Jena, Markt 7, 07743 Jena, Tel.: 03641/3598-0, Fax.: 3598-20
http://www.uni-jena.de/PM060731_Ausstellung_Verh%C3%BCtung.html
Moderne Zeiten? – Industrialisierung im ländlichen Oberbayern
05.11.2006 (seit: 02.07.2006), Ort: Freilichtmuseum an der Glentleiten, Großweil
Mit der Sonderausstellung „Moderne Zeiten? – Industrialisierung im ländlichen Oberbayern“ zeigt das Freilichtmuseum Glentleiten, dass das oft gebrauchte Sinnbild von „Laptop und Lederhosen“ zu kurz greift. Denn Bayern hat sich nicht mit einem einzigen Entwicklungssprung unter die international führenden Zentren der Hochtechnologie katapultiert. Vielmehr setzte schon im Verlauf der letzten 100 Jahre im ländlichen Oberbayern ein Prozess der Industrialisierung ein. Darüber hinaus bricht die Ausstellung mit dem Stereotyp von Oberbayern als einer rein landwirtschaftlich und touristisch geprägten Region.
Repräsentative Fallstudien stellen sowohl überregionale Entwicklungslinien als auch die Bandbreite industrieller Produktion vor. Das Spektrum reicht von großindustriellen Werksanlagen bis zu international exportierenden Familienbetrieben – von A wie Aluminium bis Z wie Ziegel. Bisher wenig thematisiert sind die größten Rüstungsfabriken Deutschlands während des 2. Weltkrieges und die gezielte Ansiedlung petrochemischer Industrie.
Thematisch innovativ illustriert das Freilichtmuseum Glentleiten Technik und Arbeit auf dem Land und zeigt ein anderes Gesicht der Entwicklung Oberbayerns. Die Wurzeln für das heutige High-Tech-Land liegen in der Vergangenheit: Nicht nur Technologie und Tradition, sondern Technologie aus Tradition.
Zur Ausstellung erscheint ein gleichnamiger Katalog. Detailliert und abbildungsreich werden die einzelnen Fallstudien beleuchtet und übergeordnete Zusammenhänge hergestellt.
Freilichtmuseum an der Glentleiten, An der Glentleiten 4, 82439 Großweil, Tel.: 08851/1850, Fax: 08851/18511, Mail: Freilichtmuseum@glentleiten.de
http://www.glentleiten.de
Spielzeugpferde – Vom Stolz der Knaben zum Mädchentraum
05.11.2006 (seit: 25.03.2006), Ort: Deutsches Spielzeugmuseum, Sonneberg
Das Pferd, einst Fortbewegungsmittel, Arbeitstier und Statussymbol, ist heute Partner bei Sport und Freizeit. Stecken- und Schaukelpferde für kleine Krieger oder Ackergäule und Kutschpferde bereiteten Knaben auf ihre Rolle in der Gesellschaft vor. Sportlichkeit und Romantik sind die Themen um die modernen Spielzeugpferde, die nun vor allem Mädchen ansprechen.
Die Ausstellung schlägt mit den Stichworten Arbeit, Action, Krieg, Sport, Fantasien einen Bogen vom edlen Ross und armen Klepper des 19. bis zum Schmusepony des 21. Jahrhunderts.
Fotos zur kostenfreien Verwendung
Deutsches Spielzeugmuseum, 96515 Sonneberg, Beethovenstraße 10, Tel. 03675/702856, Fax 03675/742817, Öffnungszeiten Dienstag – Sonntag und an Feiertagen von 9 – 17.00 Uhr
http://www.spielzeugmuseum-sonneberg.de
„Josef, Beppo, Sepp - Geschichten um einen Namen“
05.11.2006 (seit: 19.03.2006), Ort: Bauernhausmuseum Amerang
Die Ausstellung lenkt den Blick auf die Kulturgeschichte des Namens „Josef“. Von Interesse sind neben frömmigkeitsgeschichtlichen Aspekten wie etwa der Josefs-Verehrung oder den Josefs-Bruderschaften auch die vielen Bräuche und Kuriositäten rund um diesen Namen. Es gibt Geschichten zur Verbreitung des Namens „Josef“, zur Epoche des „Josephinismus“, über den „Heiligen Josef“ als Patron der Zimmermänner und wie es zur Entstehung der „Königlich-Bayerischen Josefspartei“ kam. Außerdem werden Spuren verfolgt, die der Name in Form von Sprichwörtern und Redensarten in unserer Sprache hinterlassen hat. Der „Seppl“ aus dem Kasperle-Theater, die „Seppl-Hose“ und das „Josefi-Bier“ ergänzen den thematischen Reigen.
Kontakt: Dr. Claudia Richartz-Sasse, Örtliche Museumsleiterin, Bauernhausmuseum Amerang, Bezirk Oberbayern, Im Hopfgarten 2, 83123 Amerang, Tel.: 08075 - 91 509 17
Fax: 08075 - 91 509 30
Internet: www.bhm-amerang.de
http://www.bhm-amerang.de/Ausstellungen/Sonderausstellungen/sonderausstellungen.html
Studentenverbindungen im Kaiserreich
31.10.2006 (seit: 15.08.2006), Ort: Westf. Freilichtmuseum Detmold (Ehemalige Fasanerie)
Sie hielten sich für echte Männer, tranken Bier und duellierten sich. Die Rede ist von den Verbindungsstudenten im Deutschen Kaiserreich, denen eine Ausstellung im Freilichtmuseum in Detmold gewidmet ist. Betrachtet werden neben dem Brauchtum und den Traditionen auch das nationalistische Selbstverständnis der Verbindungsstudenten im Wilhelminismus und ihre damit verbundenen Männlichkeitsrituale.
Grundlage für die Ausstellung ist eine umfangreiche Sammlung an Objekten zu dem gesamten Bereich des studentischen Verbindungsleben. Es handelt sich um eine Stiftung an das Landesmuseum für Volkskunde, die erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wird. Sie wird in Zusammenarbeit zwischen dem Historischen Institut der Universität Paderborn unter der Leitung des Privatdozenten Dr. Rainer Pöppinghege mit einer Gruppe Studierender und dem Westfälischen Freilichtmuseum Detmold präsentiert.
Westf. Freilichtmuseum Detmold, Landesmuseum für Volkskunde, Krummes Haus, 32760 Detmold, Tel: 05231/7060, Fax: 05231/706-106, wfm-detmold@lwl.org
Papageno backstage. Perspektiven auf Vögel und Menschen
29.10.2006 (seit: 19.05.2006), Ort: Österreichische Museum für Volkskunde
Die Rolle des Papageno ist eine der berühmtesten Figuren aus W.A. Mozarts an ausgeprägten Charakteren reichem Oeuvre. Er zählt ohne Zweifel zu den populärsten Operngestalten überhaupt. Als mythischer Vogelmensch (zuweilen im Federnkostüm) verkörpert er den burlesken Spaßmacher wie den einfältig-schlauen Naturburschen, der uns in der Zauberflöte als Vogelhändler entgegentritt.
Die Gestalt des Vogelhändlers war dem städtischen Publikum im 18. Jahrhundert wohl vertraut. Es gehörte zur Mode, sich einen Singvogel zu halten. Neben den heimischen Singvögeln waren besonders Kanarienvögel aus dem Harz beliebt. Auch die Familie Mozart hielt einen Kanarienvogel.
Ausgehend von der Figur des Papageno aus der Zauberflöte wird in der Ausstellung "Papageno Backstage" eine Kulturgeschichte rund um den Vogel, den Vogelfänger und Vogelhändler gezeigt. Der Vogelhändler nimmt in der Volkskunst als Typenfigur vielfältige Gestalt an, etwa in der Grödner Kleinplastik. Real waren die Vogelzucht und der Vogelhandel in Imst in Tirol vom Ende des 17. bis zum frühen 19. Jahrhundert ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die Imster Vögel gingen bis Polen, St. Petersburg oder in die Türkei. Karl Zeller setzte den Tiroler Vogelhändlern mit seiner gleichnamigen Operette ein bleibendes Denkmal. Der Vogelfang im Salzkammergut wird bis heute heftig diskutiert.
Vogelfänger und Vogelhändler als Bühnenfigur / Kulturgeschichte des Vogelfangs / Stubenvogelhaltung: Mode und Tradition / Vögel in der bildenden und darstellenden Kunst / Der Vogel als Symbol und in Mythos und Sage / Vogelfang und Naturschutz sind die Themen der Ausstellung
Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, A-1080 Wien, Tel.: +43/1/406 89 05, Fax: +43/1/408 53 42, eMail: office@volkskundemuseum.at
http://www.volkskundemuseum.at/ausstellung/frame_voran.htm
Generation Adefra: 20 Jahre Schwarze Frauenbewegung in Deutschland – Impressionen und Meilensteine
22.10.2006 (seit: 23.09.2006), Ort: Museum Europäischer Kulturen, Arnimallee 25, 14195 Berlin
Das Prinzip von Adefra lautet: „Die Frau die Mut zeigt.“ Vor zwanzig Jahren führten Forschungen und literarische Produktionen Schwarzer Deutscher Aktivistinnen zu einer Initiative, deren gesellschaftspolitische Auseinandersetzungen zum Ausgangspunkt für eine spezifische Organisationsform des „Schwarzen Aktivismus Schwarzer Frauen in Deutschland“ wurden. Unter der von Audre Lorde gemeinsam mit diesen Aktivistinnen begründeten politischen Selbstbezeichnung „afro-deutsch“ bildete sich anfangs ein kleiner Kreis Schwarzer Feministinnen. Sie gründeten 1986 den Verein „Adefra, Schwarze Frauen in Deutschland“. Die Ausstellung von Adefra im Museum Europäischer Kulturen wird die Entwicklung der gegenwärtigen Organisationsformen und Beziehungsnetze Schwarzer Aktivistinnen in diesem Land nachzeichnen. Mit fotografischen, visuell-digitalen Dokumentationen und Malereien Schwarzer Künstlerinnen soll vermittelt werden, welche Wege und Auseinandersetzungen für die heutigen Formen des Schwarzen feministischen Aktivismus in Deutschland prägend gewesen sind.
In Zusammenhang mit der Ausstellung findet am 23. und 24. September in der Heinrich Böll Stiftung die Tagung "Schwarze Autonomie als eine gendered Praxis" statt.
Informationen: Dr. Dagmar Neuland-Kitzerow, Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin, Im Winkel 6/8, 14195 Berlin, Tel. 030/83901-284/-287, mek@smb.spk-berlin.de
Alb hoch drei. Die Schwäbische Alb in drei Reutlinger Museen.
22.10.2006 (seit: 21.05.2006), Ort: Heimatmuseum Reutlingen
Natur und Landschaft prägten die einzigartige Kulturlandschaft der Schwäbischen Alb. In unterschiedlichen Betrachtungsweisen spüren die drei Reutlinger Museen – Heimatmuseum, Kunstmuseum und Naturkundemuseum – den Besonderheiten der Region nach: Der Themenbogen umfasst die vielfältigen Themen der Kulturgeschichte, die spannende Begegnung von klassischer und zeitgenössischer Kunst sowie die Landschaftsentwicklung dieser Region. „Alb hoch drei“: Der dreifache Blick auf die Schwäbische Alb ermöglicht eine Präsentation der Alb, wie sie noch nie zuvor gleichzeitig zu sehen war. Die Ausstellung im Heimatmuseum nähert sich dem Besonderem dieses Kulturraums in vielen Facetten an. Das bäuerliche Leben der Vergangenheit spielte sich wegen der kargen Natur oft am Rande des Existenzminimums ab. Bis heute tragen die "Älbler" die Konturen ihrer Vorfahren in sich, die als "Kuhbäuerle", Tagelöhner, Weber, Schäfer oder Schneckensammler mehr überlebten denn lebten. Fleiß und Eigensinn wurden als Lebensnotwendigkeiten vererbt. Urgeschichtliche Siedlungsspuren, archäologische Überreste von Kelten, Römern und Alemannen sowie die stummen Zeugen der Burgen und Klöster künden fast beiläufig vom Werden und Vergehen der Geschichte. Seit dem 19. Jahrhundert entwickelte sich die Alb zum Refugium für Wanderer, Erholungssuchende, Künstler, Trachtenforscher und alternative Lebensformen – romantische und sagenhafte Dimensionen wurden der Alb zugeschrieben. Gleichzeitig ist sie Standort für große Industrieunternehmen, die heute mit ihren "factory outlets" Anziehungspunkte für Schnäppchenjäger sind. Es entsteht das Panorama einer Kulturlandschaft, die durch Eigenheit und Vielfalt fasziniert.
Heimatmuseumm Oberamteistraße 22, 72764 Reutlingenm Tel. 07121/3032050, eMail: heimatmuseum@reutlingen.de,
Öffnungszeiten: Di-Sa 11-17 Uhr, Do 11-19 Uhr, So/Feiertag 11-18 Uhr
http://www.reutlingen.de/
Deutsche in Ungarn - Ungarn in Deutschland. Europäische Lebenswege
08.10.2006 (seit: 09.07.2006), Ort: Donauschwäbisches Zentralmuseum, Ulm
Im März 2006 begann deutschlandweit das Kulturjahr „Ungarischer Akzent“. Aus diesem Anlass haben sieben Kultureinrichtungen aus Deutschland und Ungarn gemeinsam eine Wanderausstellung konzipiert. Sie wird 2006 in Ulm und Berlin, 2007 in Budapest und Pécs zu sehen sein.
Im Mittelpunkt stehen die Lebensgeschichten von 22 Personen, die vom Hochmittelalter bis zur Gegenwart reichen. Alle vorgestellten Frauen und Männer teilen die Erfahrung, sich zwischen beiden Ländern, Sprachen und Kulturen zu bewegen. Verblüffend ist aber die Vielfalt individueller Möglichkeiten dieses „Dazwischen-Seins“ jenseits der uns heute geläufigen nationalen Grenzziehungen.
Bewusst werden Menschen aus verschiedenen Zeiten und sozialen Schichten vorgestellt – schließlich ist Migration mit ihren Folgen für die Identitätsentwicklung ein überzeitliches und gesellschaftsübergreifendes Phänomen. So reichen die Biografien von mittelalterlichen dynastischen Verbindungen (die Heilige Elisabeth kam aus Ungarn nach Thüringen) bis hin zu den großen Zwangsmigrationen des 20. Jahrhunderts: Deportation ungarischer Juden (der Filmproduzent Gyula Trebitsch überlebte das KZ und blieb in Hamburg), Russlandverschleppung (die Bäuerin Elisabeth Müller entkam unterwegs und kehrte heimlich ihr ungarisches Dorf zurück), Vertreibung von Ungarndeutschen (Joschka Fischers Eltern mussten 1946 ihren Heimatort bei Budapest verlassen). Aber auch das freiwillige Wandern zwischen zwei Welten war und ist möglich, wie die Lebensläufe von Wissenschaftlern und Künstlern zeigen.
Alle gezeigten Lebenswege stehen im Kontext der Entwicklung der deutsch-ungarischen Beziehungen auf überpersonaler Ebene. Das verdeutlicht eine historische Zeitleiste, die herausragende Ereignisse dieser Beziehungen, ihrer Licht- und Schattenseiten, präsentiert. Dass das deutsch-ungarische Verhältnis aber nicht nur Staatsmänner etwas angeht, zeigt ein amüsant-hintersinniger Blick auf die Frage „Wie sehen die Deutschen die Ungarn, wie die Ungarn die Deutschen?“. Wer hier entrüstet feststellt, dass er selbst mit dem „typischen Deutschen“ gar nichts gemeinsam hat, dem mag auch ein Licht aufgehen, wie es um sein eigenes Bild vom „typischen Ungarn“ bestellt ist.
Nächste Station der Ausstellung ist das Museum Europäischer Kulturen (Berlin), wo sie vom 27. Oktober 2006 bis zum 7. Januar 2007 gezeigt wird.
Donauschwäbisches Zentralmuseum, Schillerstr. 1, 89077 Ulm, Tel. 0731-96254-0, Fax: 0731-96254-200, eMail: info@dzm-museum.de
http://www.dzm-museum.de
„Was ist deutsch?“
03.10.2006 (seit: 02.06.2006), Ort: Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg
Was ist deutsch? Weihnachten, Stammtisch und Schrebergarten?
Was ist deutsch? Luther, Marx und Oberammergau?
Was ist deutsch? Bismarck, Goethe und Karl May?
Das Germanische Nationalmuseum zeigt vom 2. Juni bis zum 3. Oktober 2006 eine spannende Ausstellung mit dem Titel „Was ist deutsch?“. Damit thematisiert das größte Museum deutscher Kunst und Kultur eine zentrale Frage, die unsere Gesellschaft bewegt. Es zeigt damit - parallel zur Fußball-Weltmeisterschaft - einen wichtigen kulturellen Beitrag zu diesem Großereignis, dessen Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden“ lautet.
Der Weg durch die Ausstellung mit ihren Themenfeldern „Sehnsucht“, „Geist“, „Glaube“, „Charakter“ und schließlich „Vaterland“ streift gängige Klischees ebenso wie interessante Einblicke in die Geschichte, ernsthafte Probleme wie ironische Brechungen deutscher Mentalität. In diesen fünf Themenfeldern werden Einschätzungen zum Thema „deutsch“ kulturhistorisch umrissen und auf ihre Bedeutung für die Gegenwart befragt. Ohne vorgefertigte Antworten zu bieten, soll die Ausstellung Besucher wie Medien anregen, sich mit der Frage weiter auseinander zu setzen.
Germanisches Nationalmuseum, Kartäusergasse 1, D - 90402 Nürnberg, Tel.: 0911/1331-0, Fax: 0911/1331-200
http://www.gnm.de/
„Ausgrabungen und Funde im östlichen Bayern 2001 – 2005“
01.10.2006 (seit: 19.07.2006), Ort: Gäubodenmuseum Straubing
Seit nunmehr 28 Jahren berichtet die Ausstellung „Ausgrabungen und Funde“ in unregelmäßigen Abständen über neue Erkenntnisse und besondere Fundstücke aus archäologischen Grabungen. Die erste, 1978/79 durchgeführte Ausstellung stellte die wichtigsten Grabungen der Jahre 1973 bis 1978 vor und war als Bilanzausstellung der 1973 neu gegründeten Außenstelle Landshut des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege konzipiert. Schon die nächste Präsentation umfasste Funde von Grabungen in ganz Bayern aus den Jahren 1980/81. Sie war als Begleitausstellung zum ersten Band der 1981 gegründeten Reihe „Das archäologische Jahr in Bayern“ gedacht.
Ab 1982 beschränkte sich die Ausstellung auf Altbayern, also auf die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und die Oberpfalz. Bei der jüngsten Präsentation musste erneut eine Umstrukturierung erfolgen. So zeigt die diesjährige, 10. Ausstellung nur noch Exponate aus Niederbayern und der Oberpfalz, ergänzt um Funde aus dem östlichen Mittelfranken und dem Landkreis Freising. Gleichwohl können viele wichtige und das bekannte Spektrum bereichernde Funde aus den Jahren von 2001 bis 2005 in der Ausstellung erstmals öffentlich gezeigt werden. Der Bogen spannt sich von Steingeräten des Mittelpaläolithikums aus dem Altmühltal bis hin zu Votivgaben des ausgehenden 18. Jahrhunderts aus Altenkirchen in Niederbayern.
Gäubodenmuseum Straubing, Fraunhoferstr. 9, 94315 Straubing, Ansprechperson: Dr. Johannes Prammer, Museumsleiter, Fon: 09421 / 9741 10, Mail: johannes.prammer@straubing.de
IkarusMaschinen - Luftfahrt in Ostwestfalen-Lippe
01.10.2006 (seit: 16.05.2006), Ort: Westf. Freilichtmuseum Detmold (Ausstellungshalle am Rand des Paderborner Dorfes)
Die Ausstellung des Kreises Lippe zeigt in einer eigens eingerichteten Halle im Westfälischen Freilichtmuseum Detmold eine spannende Zeitreise durch 100 Jahre Luftfahrtgeschichte. Erstmals wird in einer Ausstellung nicht nur die Technikgeschichte der Luftfahrt in Ostwestfalen dargestellt, sondern auch die Sozial - und Mentalitätgeschichte aufgegriffen.
Im Freilichtmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) vermittelt die Ausstellung unter anderem die Geschichte der überregional bedeutenden Segelflugbewegung seit den 1920er Jahren, zeigt die Aktivitäten, die seit dieser Zeit an berufsbildenden und weiterführenden Schulen zur Intensivierung des Luftsports unternommen wurden und greift zahlreiche Biographien von Luftfahrtpionieren, Sportfliegerinnen und Fallschirmspringerinnen, aber auch Luftwaffenpiloten auf, die in Ostwestfalen gelebt haben. Gezeigt werden zahlreiche Objekte zur historischen Flugzeugtechnik, Flug- und Flugplatzmodelle, historische Fotos, Filmausschnitte und Dokumente sowie historische Flugzeuge.
Der Standort der Ausstellung liegt in unmittelbarer Nähe zum Landeplatz Robert Kronfelds, der 1929 den weltweit ersten Nonstop- Segelflug über eine Strecke von 100 km dort beendete. Die Landestelle im Gelände des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold ist heutzutage durch einen Gedenkstein für den Rekordflieger markiert.
Westf. Freilichtmuseum Detmold, Landesmuseum für Volkskunde, Krummes Haus, 32760 Detmold, Tel: 05231/7060, Fax: 05231/706-106, wfm-detmold@lwl.org
http://www.luftfahrt-owl.de/2006
Musik und Identität - Kroatische Kulturtage im Museum Europäischer Kulturen
24.09.2006 (seit: 26.08.2006), Ort: Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin
Zusammen mit dem Ethnografischen Museum Zagreb setzt das Museum Europäischer Kulturen in diesem Jahr seine Veranstaltungsreihe der Kulturtage fort. Unter dem Thema „Musik und Identität“ wird Kroatien vorgestellt – ein Land, in dem Kulturen Zentral- und Südosteuropas und des Mittelmeers aufeinander treffen. Die Verbindung mit überregionalen Einflüssen und Wechselbeziehungen haben dort zu einer Vielfalt des Liedkulturen, der Darbietungsstile und der Musikinstrumente geführt. Die sog. Volksmusik wurde im 20. Jahrhundert zur Quelle musikalischer Kreativität. In einer Ausstellung des Ethnografischen Museums Zagreb werden Musikinstrumente, insbesondere das Zupfinstrument der Tamburica, gezeigt, die an der Entwicklung dieser traditionellen Musikstile beteiligt waren. Sie gelten heute entweder als Symbole einer kroatischen Identität oder stellen diese in Frage. Dabei sind traditionelle Musikstücke ebenso zu hören wie zeitgenössische world music. Faszinierende Fotografien des bekannten kroatischen Fotografen Ivo Pervan über Land und Leute sowie zahlreiche Veranstaltungen mit Künstlern und Wissenschaftlern aus Kroatien begleiten die Ausstellung.
Museum Europäischer Kulturen, Im Winkel 6/8, 14195 Berlin, Tel: 030 / 83901-280, Fax: 83901-283, mek@smb.spk-berlin.de
Die Welt in Celle / Celle in der Welt - Die unauffällig dichte Vernetzung einer kleinen norddeutschen Stadt mit dem Weltgeschehen
24.09.2006 (seit: 11.08.2006), Ort: Gotische Halle im Celler Schloss
Mit einer intensiven Spurensuche beschäftigte sich eine Gruppe von Amateur-Fotografinnen und -Fotografen. Spuren, die die Welt als Eindrücke in ihrem Wohnort hinterlassen hat, aber auch Einflüsse ihrer Heimat, die draußen in der Welt sichtbar geworden sind.
Viele der täglich benutzten Dinge kommen von überall her, um hier eine alltägliche Aufgabe zu erfüllen. Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern - nah und fern - leben und arbeiten hier. Verschiedene Kulturen, Religionen, Trends und Modeströmungen finden sich auffällig oder dezent im Stadtbild wieder: Für englische Kinder läutet die Schulglocke nach GMT, mitten in Celle - Ein amerikanischer Jazzmusiker erholt sich im örtlichen Krankenhaus von einer Herzattacke und lernt während der Rekonvaleszenz die Umgebung in „a little blue volkswagen-car“ kennen. Später baut er das Auto dann in seine weltweit bekannte Musik ein - Kurdische Frauen treffen sich in der Lachendorfer Moschee.
Menschen, Ideen, Wirtschafts- und Hilfsgüter, die sich von Celle aus auf den Weg in die weite Welt machen, zeigen auf den Fotos, wie vernetzt Celle im Weltgeschehen ist: Afrikanische Kinder lernen auf Instrumenten aus Celle das Musizieren - Eine Dressurreiterin aus dem Landkreis erringt in Athen die Goldmedaille - Eine Landwirtsfamilie pendelt zwischen Hauptwohnort Celle und Betrieb in Paraguay - Eine Celler Hilfsorganisation unterstützt Tsunamiopfer in Sri Lanka.
Bomann-Museum Celle, Schloßplatz 7, D – 29221 Celle, Tel.: (05141)12372, Fax: (05141)12535, eMail: bomann-museum@celle.de
http://www.celle.de/showobject.phtml?La=1&object=tx|342.10749.1
Gesammeltes - Aus den Beständen des Stadtmuseums Schramberg
24.09.2006 (seit: 23.07.2006), Ort: Stadtmuseum Schramberg
Das Stadtmuseum Schramberg möchte mit dieser Ausstellung einen Einblick in die Sammelarbeit geben.
Nur ein kleiner Teil einer Museumssammlung wird in einer ständigen Schausammlung gezeigt. Die meisten Museumsstücke warten im Magazin darauf, während einer Wechselausstellung präsentiert zu werden. Einige Stücke haben wir jetzt ausgewählt, um sie für eine Weile ins Rampenlicht der Öffentlichkeit treten zu lassen.
> Das Stadtmuseum Schramberg bewahrt zwei große Spezialsammlungen, die sich an der Stadtgeschichte orientieren: Uhren und Steingut aus Schramberger Produktion. Einige besondere Stücke sowie Neuzugänge haben wir daraus für die jetzige Ausstellung ausgewählt.
> Darüber hinaus wurde besonderer Wert auf die Dokumentation des Schramberger Alltags gelegt. So gelangten auch auf den ersten Blick unscheinbare Alltagszeugnisse in die Sammlung: ein Gerät zum Anspitzen von Bleistiften beispielsweise spiegelt den damaligen Stand der Bürotechnik, eine Schachtel zur Aufbewahrung eines Pelzes versinnbildlicht den wachsenden Wohlstand in der Stadt und zugleich die Spezialisierung der Schramberger Geschäfte, ein elektrischer Eierkocher aus den 1930er Jahren verkörpert die wachsende Elektrifizierung aller Lebensbereiche.
Das Stadtmuseum präsentiert bei dieser Gelegenheit u.a. einige seiner besonderen Schätze: Gemälde des aus einer Schramberger Familie stammenden Expressionisten Philipp Bauknecht (1885-1993) und Werke aus dem Lebenswerk der Künstlerin Rose Sommer-Leypold (1909-2003).
Zur Eröffnung am Sonntag, 23. Juli, ist die Bevölkerung herzlich eingeladen.
Stadtmuseum Schramberg, Bahnhofstr. 1, 78713 Schramberg, Tel.: 07422/29-268, Fax: 07422/29-262
http://www.schramberg.de/ceasy/modules/cms/usage.main.php5?cPageId=130&key=schramberg&todo=event&id=6315&PHPSESSID=4b7654692ed7809d4bde3da2edfa0d1f
Exlibris - Grafische Gebrauchskunst um 1900 aus der Sammlung Friedrich König
17.09.2006 (seit: 17.07.2006), Ort: Bomann-Museum Celle
Die gezeigten Exlibris - lose, grafisch gestaltete Blätter, die den Eigentümer eines Buches bezeichnen und in den Innendeckel von Büchern eingeklebt werden - stammen aus der Sammlung des Verdener Buch- und Kunsthändlers Friedrich König (1881–1920). Von ihm wurden sie in den Jahren 1905 bis 1910 zusammengetragen. Die Einzelblätter stammen zum Teil aus der Hand namhafter Künstler wie Heinrich Vogeler, Otto Ubbelohde, Alfred Cossmann, Fritz Mock oder Käthe Olshausen-Schönberger. Ihre Themen ergeben sich aus den vielfältigen Motiven, mit denen das Exlibris in Verbindung gebracht werden kann, zum Beispiel Bücher, Bibliotheken und lesende Personen oder „sprechende“ Exlibris zu den Namen, Initialen, Wappen oder Berufen der Besitzer. Auch Tiere, Pflanzen, Landschaften und Städte, freie Ornamente oder Symbolgestalten sind auf den Exlibris abgebildet. Neben der Vielfalt der Motive wird aber auch die Variationsbreite des Werkes einzelner Exlibris-Künstler in der Ausstellung deutlich.
Es ist eine Seltenheit, dass eine historische Sammlung aus einem eng begrenzten Zeitrahmen unverändert und geschlossen erhalten ist. Dies verleiht der Ausstellung auch für Kenner einen besonderen Reiz.
Bomann-Museum Celle, Schloßplatz 7, D – 29221 Celle, Tel.: (05141)12372, Fax: (05141)12535, eMail: bomann-museum@celle.de
http://www.celle.de/showobject.phtml?La=1&object=tx|342.8748.1
geliebt, bespielt, gesammelt - Teddy, Puppe & Co. von 1930 bis 1960
10.09.2006 (seit: 01.07.2006), Ort: Zirndorf
Für die heutigen Kinder (und Eltern) scheint ein Kinderzimmer ohne Bits und Bytes unvorstellbar. Gameboy, Playstation, PC und TV sind aus ihm kaum mehr wegzudenken. Jede technische Neuheit ist willkommen, um die Kinder zu unterhalten, und sei sie noch so kurzlebig. Die Sonderausstellung zeigt, womit die in der Kriegs- und Nachkriegszeit aufgewachsenen Groß - und Urgroßeltern gespielt haben. Ihr Leben war durch viele Entbehrungen geprägt. Oft blieb eine Eisenbahn, ein Roller oder ein Puppenwagen ein unerfüllter Kinderwunsch. Da kommerziell hergestelltes Spielzeug schon immer für viele Familien unerschwinglich war, wurde so mancher Kaufladen selbst gezimmert und die Puppe zu Weihnachten mit einem selbstgenähten Gewand neu eingekleidet. Auch hierin erweist sich Spielzeug als anschauliches Spiegelbild seiner Zeit. Die Besucher erwartet ein Querschnitt verschiedenster Spielsachen aus den 1930er bis 1950er Jahren. Die geliebte Puppe, der abgewetzte Teddy, typisches Kriegsspielzeug sowie Steiff und Schuco geben sich ebenso ein Stelldichein wie die Baufahrzeuge und das Nierentischchen in der Puppenstube der Wirtschaftswunderzeit.
Städtisches Museum, Spitalstr. 2, 90513 Zirndorf. Info: 0911/96060590, e-mail: museum@zirndorf.de
http://www.zirndorf.de/kultur_und_geschichte/stadtmuseum/ausstellungen/Spielzeug1930_1960.htm
Von Wotan zu Christus - Die Alamannen und das Kreuz
10.09.2006 (seit: 10.03.2006), Ort: Alamannenmuseum Ellwangen
Die Taufe des Frankenkönigs Chlodwig nach dem Sieg gegen die Alamannen in der Schlacht bei Zülpich von 496/97 war der erste Schritt auf dem Weg zum christlich katholischen Abendland. Bei den Alamannen sollten noch 100 Jahre vergehen, bis die ersten christlichen Heilszeichen auftauchen und sich erste Kirchenbauten nachweisen lassen. Da wir nur wenige Schriftquellen aus dieser Zeit besitzen, sind es vor allem die alamannischen Grabfunde mit ihren teils äußerst reichen Beigaben, die uns Auskunft über die Glaubensvorstellungen geben. Die Verankerung des christlichen Glaubens in der Bevölkerung war eine wichtige Voraussetzung für die Gründung der ersten Klöster im alamannischen Raum zu Beginn des 8. Jahrhunderts. Die vom Archäologischen Landesmuseum Baden-Württemberg konzipierte Ausstellung zeigt Leihgaben aus zahlreichen Museen Süddeutschlands.
Alamannenmuseum Ellwangen, Haller Straße 9, 73479 Ellwangen, Tel.: +49(0)7961/969747, Fax: +49(0)7961/969749, alamannenmuseum@ellwangen.de
http://www.alamannenmuseum-ellwangen.de/html/sonderneu.html
Au Backe. Vom Zahnreißen zum Zahnerhalten
03.09.2006 (seit: 09.07.2006), Ort: Stadtmuseum Gütersloh
Noch bis vor wenigen Generationen besorgten Barbiere und reisende Zahnbrecher das für die Leidenden unangenehme und schmerzhafte Geschäft des Zähneziehens. Die Ausstellung zeigt anhand von seltenen und eindrucksvollen Exponaten die Geschichte der Zahnmedizin von den handwerklichen und ganz unmedizinischen Anfängen bis hin zur heutigen High-Tech-Behandlung. Sie besteht zum größten Teil aus Exponaten der Bielefelder Sammlung Bulk. Wilhelm Bulk sr., Gründer einer der führenden Großhandlungen für Zahnbedarf in Deutschland, hat sie in dem halben Jahrhundert zwischen 1930 und 1980 zusammengetragen. Eine der größten zahnmedizinischen Sammlungen wird vor dem Wechsel nach Finnland letztmalig in Deutschland nun im Stadtmuseum Gütersloh zu sehen sein, dem einzigen kommunalen Museum mit dem Schwerpunkt zur Geschichte der Medizin und des Gesundheitswesens in ganz Norddeutschland.
Ergänzt wird die Ausstellung mit Stücken aus der eigenen Sammlung sowie durch Leihgaben des Dentalmuseums Zschadraß im Muldentalkreis, das mittlerweile über den bedeutendsten Bestand seiner Art in Mitteleuropa verfügt. Mit den Ausstellungsstücken und den begleitenden Fotos erhält der Besucher einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Zahnmedizin und erfährt, wie grundlegend sich die Zahnbehandlung vor allem im industriellen Zeitalter verändert hat und an die Bedürfnisse des Patienten angepasst wurde.
Für Besucher, die an detaillierteren Informationen zum Thema interessiert sind, hat der Historiker Wolfgang Schröder M.A. eine ausführliche Broschüre zur Geschichte der Zahnmedizin erstellt, die für € 6,90 erworben werden kann.
Stadtmuseum Gütersloh, Kökerstraße 7-11a, 33330 Gütersloh,
Tel.: 05242/26685
http://www.stadtmuseum-guetersloh.de/Aktuelle_Ausstellung.9.0.html#194
Carnival der Kulturen – zu Gast im Museum
27.08.2006 (seit: 15.08.2006), Ort: Historisches Museum Bielefeld
Seit zehn Jahren gehört der „Carnival der Kulturen“ zum festen Bestandteil des Bielefelder Kulturlebens. Der farbenprächtige multikulturelle Umzug durch die Straßen der Stadt bringt jedes Jahr Tausende von Zuschauern auf die Beine – jedoch nur für einen Tag. Dann verschwinden die in mühevoller Kleinarbeit entwickelten und ausgeführten Kostüme und Installationen wieder im Lager. Zum zehnjährigen Jubiläum bietet sich nun im Historischen Museum die Gelegenheit, die eindrucksvollsten Masken und Kostüme in Ruhe zu bewundern und zugleich etwas über die Idee des Carnival zu erfahren.
"Carnival Arts" hat sich in Großbritannien längst als eigene Kunstform etabliert. Grundgedanke ist es, mit einer neuartigen Mischung aus Design, Tanz, Theater und Musik den städtischen Raum zu inszenieren und neu zu beleben. Dabei fließen unterschiedliche kulturelle Traditionen wie etwa die Commedia dell´ Arte oder der brasilianische Karneval ein. In Bielefeld ist der Shademakers Carnival Club unter Leitung von Paul McLaren federführend für das Ereignis. McLaren löst sich zunehmend von der Kostümbautradition seines britischen Heimatlandes und lässt aus der Perspektive des Künstlers Elemente der kinetischen Kunst einfließen. Ein besonderer Aspekt der kinetischen Maskerade ist es, dass der menschliche Körper den Ausgangspunkt der Bewegung bildet. Von ihm gehen die Impulse aus, die die mechanischen Strukturen in Bewegung setzen.
Historisches Museum Bielefeld, Ravensberger Park 2, 33607 Bielefeld, Tel. 0521/51-3630 o. –3635, Fax: 0521/51-6745, E-mail: historisches.museum@bielefeld.de
http://www.historisches-museum-bielefeld.de
BallArbeit - Spielkulturen in den Museen Dahlem
27.08.2006 (seit: 16.06.2006), Ort: Museen Dahlem – Kunst und Kulturen der Welt, Lansstraße 8, 14195 Berlin
Anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft werden die Museen Dahlem durch das sammlungsübergreifende Ausstellungsprojekt BallArbeit. Spielkulturen in den Museen Dahlem zum Schauplatz für Fußballgeschichte(n) aus aller Welt. Diese Präsentationsweise versteht sich – um einen Begriff der Ethnologie zu verwenden – als „multi-sited“ und verdeutlicht, wie das (Fuß-) Ballspiel in unterschiedlichen Kulturen jeweils einen besonderen Stellenwert einnimmt. Dabei wird das Spiel mit dem Ball im rituellen Kontext der mesoamerikanischen Hüftballspiele genauso thematisiert wie das Spiel als Kriegsersatz (Lacrosse).
Der zentrale Ausstellungsteil, der in Kooperation mit „Flutlicht – Verein für antirassistische Fußballkultur“, erarbeitet wurde, widmet sich dem Thema Fußball und Migration. Er beschreibt Profifußballer als globale Nomaden und fragt nach der integrativen Kraft des Fußballs. Die Ausstellung BallArbeit vermittelt eine Idee davon, was Fußball leisten kann. Sie bietet Anspielstationen zu Frauen- und Männerfußball, Amateur- und Profifußball und ist ein Versuch, das Zusammenspiel von Fußball und Migration erfahrbar zu machen.
Im Rahmen dieses Projekts zeigt das Museum Europäischer Kulturen elf Miniaturen zur Berliner Fußballgeschichte der unmittelbaren Nachkriegszeit innerhalb der Ausstellung Die Stunde Null: ÜberLeben 1945.
Museum Europäischer Kulturen, Im Winkel 6/8, 14195 Berlin, Tel: 030 / 83901-287, Fax: 83901-283, mek@smb.spk-berlin.de
Sonderausstellung Lili Marleen. Ein Schlager macht Geschichte
13.08.2006 (seit: 16.06.2006), Ort: Museum Hameln
Eine Ausstellung der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland Bonn in Zusammenarbeit mit dem Luftwaffenmuseum Berlin/Gatow und dem Museum Hameln vom 17. Juni bis 13. August 2006.
Das Museum Hameln zeigt in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte in Bonn, dem Luftwaffenmuseum Berlin und dem Sammler Sepp-Dieter Seifert aus Hardegsen vom 16. Juni bis 13. August 2006 eine tiefgründige Ausstellung zu „Lili Marleen“, jenem weltberühmt gewordenen „Lied eines jungen Wachtpostens“ vor der Kaserne, das, gesungen im Jahr 1942 von Lale Andersen mitten im Zweiten Weltkrieg über alle Grenzen hinweg zum Welthit wurde und für die meisten Menschen – auch heute noch – den „Soundtrack“ der 1940er Jahre darstellt.
Eng verbunden mit dem Namen der ersten Interpretin Lale Andersen wurde die Melodie aus der Feder Nobert Schultzes zum „biggest hit of World War II“ und gilt heute als eines der erfolgreichsten deutschen Lieder des 20. Jahrhunderts. Zahllose Interpreten – darunter Marlene Dietrich und Anne Shelton – versuchten, auf den nicht aufzuhaltenden Zug des Erfolgs aufzuspringen. Selbst moderne Rockbands besangen Lili Marleen und ließen ihn zu einem melancholisch-sentimentalen Welterfolg voller Widersprüche werden.
Denn Lili Marleen war nicht bloß ein weiteres deutsches Soldatenlied über Abschied, Trennung und eine ungewisse Heimkehr. Lili Marleen traf die Gefühlslage der Zeit und berührte jeden Soldaten an der Front, aber auch deren Angehörige daheim, gleichermaßen. Lili Marleen wurde für propagandistische Zwecke umgedichtet und missbraucht, aber später auch zum Gegenstand von Parodien, Theateraufführungen und Filmen.
Die Wanderausstellung im Museum Hameln thematisiert die Entstehung des Liedes, seine Verbreitung und Rezeption. Durch zahlreiche Exponate, die zum Teil aus den persönlichen Nachlässen von Lale Andersen, Marlene Dietrich, Hans Leip und Nobert Schultze stammen, wird der Mythos Lili Marleen eindrucksvoll beleuchtet. Notenhefte, Liedkarten, Soldatenbriefe sowie Filmplakate zeugen vom kulturellen Leben und dem Alltag der Menschen im Zweiten Weltkrieg. Spannende Objekte aus der Sammlung von Sepp-Dieter Seifert aus Hardegsen und aus dem Museumsbestand zeichnen ein eindrucksvolles, aber auch betroffen machendes Bild der letzten Kriegsjahre, die einerseits von der Barbarei des „Totalen Krieges“ geprägt waren, in denen sich aber andererseits auch die Sehnsucht der Menschen nach Normalität und Frieden – besonders in der Musik – zunehmend ausdrückte. In diesem Zusammenhang werden in der Ausstellung auch die Kulturgeschichte von Rundfunk und Unterhaltungsmedien in den 1930er und 1940er Jahren sowie die mythologischen und psychologischen Zusammenhänge zwischen Musik und Krieg untersucht.
Museum Hameln, Osterstraße 8-9, 31785 Hameln, Tel.: 05151/202-215 (-216), Fax: 05151/202-815, eMail: snell@hameln.de
http://www.hameln.de/museum
Mit den Augen eines Freundes
13.08.2006 (seit: 10.06.2006), Ort: Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin
Fotografien aus Siebenbürgen und Hermannstadt/Sibiu von Karl-Heinz Rothenberger
Im Jahr 2001 wurde Hermannstadt/Sibiu in Rumänien, Partnerstadt von Landshut in Bayern.
Karl-Heinz Rothenberger, Chefarzt am Klinikum Landshut und seit 1959 Fotoamateur, machte sich mit seiner Kamera auf den Weg, die ihm bislang unbekannte Gegend in Rumänien zu erkunden.
Neugier und Offenheit ließen ihn die Stadt und ihre Bewohner, die Landschaft und die Kultur kennen lernen. Sie hinterließen einen starken Eindruck bei ihm. Mit seiner fotografischen Sprache hielt er Land und Leute fest, wobei sein Stilmittel vor allem die Schwarz-Weiß-Fotografie ist. Denn nach seinem Empfinden ermöglicht sie eine Konzentration auf das Wesentliche und widersteht der Ablenkung durch Äußerlichkeiten.
In der Ausstellung sind 45 Aufnahmen zu sehen, die den speziellen Blick eines Freundes dieser Menschen, Landschaft und Kultur widerspiegeln.
Museum Europäischer Kulturen, Im Winkel 6/8, 14195 Berlin, Tel: 030 / 83901-280, Fax: 83901-283, mek@smb.spk-berlin.de
Kraft der Bilder. Vorstellungen über Nachhaltigkeit - ein Entscheidungsspiel
13.08.2006 (seit: 17.02.2006), Ort: Schweizerisches Alpines Museum
Welche Medienbilder leiten uns bei Entscheiden zu Landschaftsentwicklungen? Idyllische Bergwelten, aufregende Skipisten, spielende Kinder auf der Dorfstrasse, der vertrauenswürdige Blick des Gemeindepräsidenten oder ein innovativer Industriebetrieb? Bilder spielen bei Meinungsbildungsprozessen eine wichtige, oft entscheidende Rolle.
Bevor im Jahr 2000 die regionale Bevölkerung der UNESCO Biosphäre Entlebuch und des Weltkulturerbes Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn an der Urne zugestimmt hat, Modellregionen für eine Nachhaltige Entwicklung zu schaffen, wurde sie mit solchen und vielen anderen Fragen konfrontiert. Bei den Abstimmungen und der Kommunikation der Konzepte spielten Bilder eine wichtige Rolle. Mit welchen Bildern wurde in den Medien für oder gegen eine Bewerbung um die UNESCO-Labels argumentiert? Wie wurden die unterschiedlichen Vorstellungen von Nachhaltiger Entwicklung dargestellt?
In unserer Ausstellung gehen Sie in einem Entscheidungsspiel mit bebilderten Wegweisern diesen Fragen nach – im Wortsinn: Sie vergleichen ihren Weg durch die Ausstellung mit dem anderer Personen und lassen sich von neuen Sichtweisen überraschen.
Die Ausstellung unter dem Patronat der Schweizerischen UNESCO-Kommission ist eine Kooperation des Geographischen Instituts der Universität Zürich und des Seminars für Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Universität Basel im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms „Landschaft und Lebensräume der Alpen“ (NFP 48).
Zur Ausstellung ist eine Begleitpublikation zum Preis von 10 Franken erschienen: Norman Backhaus et al (Hg): Kraft der Bilder. Vorstellungen über Nachhaltigkeit - ein Entscheidungsspiel (Schriftenreihe Humangeographie 21, hrsg. von Ulrike Müller-Böker). Zürich 2006.
Schweizerisches Alpines Museum, Helvetiaplatz 4, CH-3005 Bern, Öffnungszeiten: Mo 14-21 Uhr, Di-So 10-17 Uhr, info@alpinesmuseum.de
http://www.alpinesmuseum.ch
MetzingenTM - Zur Kultur einer Outlet-Stadt
11.08.2006 (seit: 12.07.2006), Ort: VHS Metzingen-Ermstal, Tübingen
Metzingen Trademark. Dieser Titel mag ein wenig gekünstelt klingen und trifft doch bestens den Inhalt von Ausstellung und Begleitkatalog: die besondere Kultur einer Outlet-Stadt. Denn Metzingen ist eine schwäbische Kleinstadt, aber es ist auch die "Hauptstadt der Schnäppchenjäger", der "Wallfahrtsort der Warenwelt" und Europas größtes "Outlet-Zentrum". Metzingen ist damit Heimat im doppelten Sinne: Es ist die lokal vertraute Heimat der Metzingerinnen und Metzinger, aber es ist auch die neue Outlet-Heimat der internationalen Smart-Shopper. Beide - die der Outlets und die der Stadt - funktionieren kulturell meist nebeneinander, manchmal gegeneinander, aber inzwischen auch miteinander. Denn in Metzingen werden nicht nur Markenprodukte verkauft, sondern die Stadt macht sich mittlerweile selbst zur Marke - zur Trademark Metzingen, zur Ur-Heimat des neuen Konsums. In den Metzinger Alltag übersetzt, heißt dies für die Bürgerin/den Bürger: "Man muss sich arrangieren mit dieser neuen Welt."
Zur Ausstellung ist ein über 300seitiger und reich bebildeter Katalog erschienen. Dieser kann um Euro 22,-- bei der TVV erworben werden (Bestellung: info@tvvv-verlag.de)
VHS Metzingen-Ermstal, Innere Heerstraße 6, Tübingen
http://www.metzingen-tm.de/
"Glückwunsch! Andenken und Erinnerungen an die großen Feste im Lebenslauf"
06.08.2006 (seit: 14.05.2006), Ort: Oberpfälzer Volkskundemuseum
(Die Sammlung von Helga Breunig, Bad Rappenau)
Mehr als 650 Exponate mit persönlichen Erinnerungen, Glückwünschen und Andenken an die großen Feste im Lebenslauf und im Jahreslauf (Geburt, Taufe, Kindergeburtstag, Kommunion und Konfirmation, Schulbeginn, Verlobung, Hochzeit, Ehejubiläen usw.) stellt die Sammlerin Helga Breunig zur Verfügung. Die Karten und Souvenirs belegen die hohe Bedeutung , die früher derartige Anlässe als brauchtümliche Übergänge und Festtermine hatten. Erinnerungsstücke aller Art und Materialien – vom Patengeschenk bis zur Geburtstagkarte, vom Kommunionbild bis zum Soldatenfoto aus dem 1. und 2. Weltkrieg – sind in großer Zahl und Variationsbreite zu bewundern.
Oberpfälzer Volkskundemuseum, Berggasse 3, 93133 Burglengenfeld, Tel. 09471 / 602 583, Fax 09471 / 602 584, www.burglengenfeld.de, E-Mail: volkskundemuseum@burglengenfeld-online.de
Silbermann – Geschichte und Legende einer Orgelbauerfamilie
06.08.2006 (seit: 13.05.2006), Ort: Franziskanermuseum Villingen-Schwenningen
Der Name "Silbermann" steht im Orgelbau für höchste Qualität und musikalische Vollkommenheit. Die Ausstellung stellt die Orgel als das anspruchsvollste Instrument der Musikgeschichte vor. Originale Pfeifen, Blasebälge und Windladen geben Einblick in das handwerkliche Können der Silbermannschen Werkstätten. Bespielbare Modelle tragen dazu bei, die Funktionsweise einer Orgel nachzuvollziehen. Sieben der vielbewunderten Silbermann-Orgeln werden anhand historischer Dokumente vorgestellt. Auch der Ruhm und die Legendenbildung um die Orgelbauerfamilie Silbermann wird in den Blick genommen. Die Ausstellung wurde vom Franziskanermuseum Villingen-Schwenningen, dem Badischen Landesmuseum Karlsruhe und den Straßburger Archiven gemeinsam erarbeitet. Sie wird vom 25.8.-12.11. im Badischen Landesmuseum Karlsruhe, Außenstelle Museum am Markt und vom 26.1.-30.3.2007 auch in Straßburg zu sehen sein. Im Jan Thorbecke Verlag erscheint ein reich bebilderter Ausstellungskatalalog.
Franziskanermuseum Villingen-Schwenningen
Rietgasse 2, 78050 Villingen-Schwenningen, Tel: 07721/ 822351, Mail: franziskanermuseum@villingen-schwenningen.de
http://www.silbermann-ausstellung.de
Waldsee 1944 – Schöne Grüße aus Auschwitz
06.08.2006 (seit: 05.05.2006), Ort: Ulm
Die Wanderausstellung der Galéria 2B, Budapest ist eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema der Deportation ungarischer Juden nach Auschwitz.
Als die Nationalsozialisten 1944 begannen, Juden aus Ungarn in das Vernichtungslager zu deportieren, mussten die Verschleppten Postkarten an ihre Angehörigen in Ungarn schicken. Diese Karten täuschten vor, dass die Deportierten in einem Ort namens Waldsee eingetroffen wären und es ihnen dort gut ginge.
Für die Wanderausstellung haben bisher Künstler aus Ungarn und Amerika Werke im Postkartenformat gestaltet.
Anlässlich der Präsentation in Ulm wurde die Ausstellung um Werke von Künstlern aus Baden-Württemberg erweitert. Es wurde extra für die Ausstellung jeweils ein Kunstwerk angefertigt.
Diese Arbeiten werden erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.
Die beteiligten Künstler aus Baden-Württemberg sind:
Werner Pokorny - Cristine Ohlmer - Ulrika Jäger - Hannes Steinert - Andrea Zaumseil - Ulrich Bernhardt - Ulrike Michaelis - Sam Szembek - Gabriele Straub - Ulrich Klieber - Peter Riek - Sibylle Wagner - Karlheinz Bux - Konrad Hummel - Hans Albrecht - Rolf Urban - Reinhard Klessinger - Nikolaus Mohr
Donauschwäbisches Zentralmuseum, Schillerstraße 1, 89077 Ulm, Tel.: ++49 0731/96254-0, Fax: ++49 0731/96254-200,
eMail: info@dzm-museum.de
http://www.dzm-museum.de/deutsch/946.html
Dioramen – 3D-Schaubilder des 19. Jahrhunderts
16.07.2006 (seit: 20.05.2006), Ort: Museum Europäischer Kulturen Staatliche Museen zu Berlin
Mit den Dioramen als Reiseandenken gibt das Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin einen unterhaltsamen Einblick in die Welt der optischen Illusionen und der sentimentalen Erinnerungs- und Andenkenkultur des 19. Jahrhunderts.
Die guckkastenartigen Kastenbilder brachten eine reale Dreidimensionalität ins Bild. Ganze Landschaften wurden in gerahmten Kästen mit Naturmaterialien plastisch nachgebaut. Wie auf einer kleinen Bühne waren sie zu betrachten. Dargestellt wurden bevorzugt beliebte touristische Reiseziele in Böhmen und Schlesien, die von den Reisenden schließlich als Souvenirs erworben wurden.
Die Ausstellung präsentiert neben den historischen Dioramen aus der Sammlung Jürgen Glanz und anderen Sammlungen, auch 3D-Postkarten, stereoskope Fotos, Durchscheinbilder und weitere Objekte zu den Themenfeldern Reisen, Wahrnehmen und Erinnern.
Die Ausstellung ist ein Projekt des Altonaer Museums in Hamburg, das von mehreren musealen Einrichtungen, u.a. dem Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin, unterstützt wurde.
Dr. Irene Ziehe, Museum Europäischer Kulturen, Im Winkel 6/8, Berlin – Dahlem, Tel: 030 / 83901-280, Fax: 83901-283, E-Mail: mek@smb.spk-berlin.de
„Zeitreise in die Kindheit. Erinnerungen an die Anfangsjahre der DDR“
14.07.2006 (seit: 12.06.2006), Ort: Rathaus der Stadt Erfurt
Die Ausstellung ist von Studierenden der Volkskunde/Kulturgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena und von Studierenden der Universität Erfurt (Studium Fundamentale) unter der Leitung von PD Dr. Jutta Buchner-Fuhs (Jena) und Prof. Dr. Burkhard Fuhs (Erfurt) erarbeitet worden. Das interdisziplinäre Projekt thematisiert Erinnerungen an die Kindheit, indem es sich aus erfahrungsgeschichtlicher Perspektive mit der DDR im Zeitraum von 1950 bis 1970 befasst.
Zeitgeschichte verdichtet sich in lebensgeschichtlicher Erfahrung, deren subjektive Formun-gen zum Gegenstand der musealen Präsentation wird. Zur Erarbeitung und zum Konzept der Ausstellung gehört der Dialog der Generationen, der in zweifacher Weise geführt wird:
Zum einen haben heutige Studierende ihre Elterngeneration interviewt. Zum anderen soll die erlebte und erinnerte Zeitgeschichte so präsentiert werden, dass sie zu einem Dialog mit Ausstellungsbesuchern einlädt. Reflexionen der Studierenden, ihre Nähe und Distanz zur erzählten Kindheit in der DDR, werden in die Ausstellung einfließen.
Ziel ist es, nicht die Kindheit in der DDR zu beschreiben, sondern die Vielzahl von Kindheitserfahrungen und Erinnerungsformen aufzuzeigen. Die Erzählungen thematisieren zum Beispiel den Kinderalltag im Kontext von Schule, Politik, Familie, Freizeit und Medien. Eine Besonderheit der Ausstellung bilden zeitgenössische Fotografien, die nicht nur zum methodi-schen Instrumentarium (die Interviews wurden mit der Methode der Fotobefragung geführt) gehören, sondern auch Einblicke in die privaten Fotosammlungen der Studierenden geben. Darüber hinaus werden Fotos eines Erfurter Fotografen zu sehen sein, der mit seinem profes-sionellen Blick auf die Lebenswelt von Kindern ein faszinierendes Bild vom Alttag jener Jahre entwirft.
Ein breitgefächertes Rahmenprogramm, das kulturwissenschaftliche und museumspädagogische Tätigkeiten umfasst, rundet die Ausstellung ab.
Currachs. Boote aus Irland - Vom Arbeitsgerät zum Nationalsymbol
02.07.2006 (seit: 17.03.206), Ort: Österreichische Museum für Volkskunde
Currach ist die Bezeichnung für ein irisches Boot traditioneller Prägung, das bis heute in verschiedenen Varianten gebaut und verwendet wird. Zunächst bestanden die Boote aus Tierhäuten, die über einen Rahmen aus gebogenen Ästen gespannt wurden. Später ersetzte man die Häute durch gepechte Leinwände, die Äste durch gesägte Bretter, was größere Formate zuließ. Die Boote waren leicht und wendig und wurden für die Fischerei an der irischen Westküste, den Lachsfang in Flüssen, aber auch zum Transport von Menschen und Waren verwendet. Currachs erleben derzeit eine Renaissance, sowohl in traditioneller Bauweise als auch in Nachbauten aus Fiberglas, wobei die alten Formen beibehalten werden. Sie werden nach wie vor für die Arbeit verwendet, aber auch zur Austragung von Rennen. Dieser Freizeittauglichkeit und des Zeichencharakters der einzigartigen Boote bedient sich die irische Tourismusbranche, die Currachs zum Nationalsymbol stilisiert. Aufgrund von EU-Regelungen musste kürzlich die nationale Subventionierung des Baus derartiger Boote eingestellt werden, was die Hüter der Traditionspflege auf den Plan ruft.
Das Österreichische Museum für Volkskunde besitzt einen Currach in Originalgröße, der, zusammen mit zwei Bootsmodellen, 1909 in die Sammlung gekommen ist. Die Currach-Ausstellung des Irischen Nationalmuseums für Volkskunde, Castlebar, Co. Mayo, Irland, im Österreichischen Museum für Volkskunde gibt Anlass zur wissenschaftlichen und restauratorischen Beschäftigung mit diesen Objekten und stellt dem Publikum einen hierzulande wenig bekannten Bereich europäischer Kultur vor.
Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, A-1080 Wien, Tel.: +43/1/406 89 05, Fax: +43/1/408 53 42, eMail: office@volkskundemuseum.at
http://www.volkskundemuseum.at/ausstellung/frame_aktuelle.htm
Die Braut in Schwarz - Kulturelle Aspekte zur Hochzeit in Westfalen
02.07.2006 (seit: 25.04.2006), Ort: Westf. Freilichtmuseum Detmold (Ehemalige Fasanerie)
Das Westfälische Freilichtmuseum Detmold wird zu Beginn der Saison 2006 aus der umfangreichen Sammlung an Glasnegativen einen Teil schwarz-weißer Hochzeitsfotografien präsentieren. Sie stammen aus dem Fotoatelier Kuper in Rietberg und wurden zusammen mit dem Tageslichtatelier übernommen und archiviert. Kombiniert wird diese Ausstellung mit einem Rundgang im Museumsgelände, der zu Objekten mit Bezug zur Hochzeitskultur führt. Beginnend in der Fotogalerie (ehemalige Fasanerie) im Museum führt ein Themenweg durch verschiedene der historischen Gebäude und greift ausgewählte Aspekte des Zeitraumes zwischen 1850 und 1950 auf.
Ausgehend von einigen Fotografien, die den Übergang von der schwarzen zur weißen Hochzeitsausstattung westfälischer Bräute in der Zeit zwischen 1900 und 1930 dokumentieren, will die Ausstellung nicht nur die Geschichte des schwarzen Brautkleides andeuten, sondern auch auf sozial- und mentalitätsgeschichtliche Aspekte des Themas "Braut sein" hinweisen. Vom Myrtenkranz bis zum Hochzeitsfoto, vom Schleier bis zum Hochzeitsschlitten finden sich zahlreiche Objekte, die den Weg vom schwarzen zum weißen Brautkleid begleitet haben.
Westf. Freilichtmuseum Detmold, Landesmuseum für Volkskunde, Krummes Haus, 32760 Detmold, Tel: 05231/7060, Fax: 05231/706-106, wfm-detmold@lwl.org
The Danube River Project
11.06.2006 (seit: 24.03.2006), Ort: Donauschwäbisches Zentralmuseum
Das „Danube River Projekt“ ist ein Foto- und Videoporträt über die Donau des Berliner Fotokünstlers Andreas Müller-Pohle. Er porträtiert den 2.800 Kilometer langen Fluss an seinen signifikanten Punkten - den historischen Schauplätzen, den großen Städten, den spektakulären Blicken – aber auch in seinen stillen Passagen. Jeweils aus der Wasserperspektive aufgenommen, zeigt die obere Bildhälfte die Landschaft, die untere das Flusswasser. Wasserproben an den Orten der Bildentstehung wurden analysiert, und die Laborwerte sind ins Bild eingeblendet.
So entstehen „Bildatlas“ und „Blutbild“ in einem: ein ästhetisches wie wissenschaftliches Kompendium des wichtigsten Flusses Europas, seiner Städte und Landschaften vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer.
Donauschwäbisches Zentralmuseum, Schillerstr. 1, D-89077 Ulm, Tel. +49 (0731) 96254-0, Fax +49 (0731) 96254-200, info@dzm-museum.de
http://www.dzm-museum.de/deutsch/944.html
Gasthäuser - Geschichte und Kultur
06.06.2006 (seit: 15.01.2006), Ort: Museumsdorf Cloppenburg
Sicherheit vor Raubtieren und Räuberbanden - Auf der Spur der Reisenden vergangener Zeiten.
Während heute Jedermann zum Vergnügen reist und die Reise selbst eigentlich nicht so wichtig ist wie der Aufenthalt, war es früher häufig genau umgekehrt: Das geringe Tempo von Fußgängern und Pferden zwang zum nächtlichen Aufenthalt in immer neuen fremden Orten - aber je mehr Leute reisen mussten, umso mehr wurde die Gastfreundschaft zum Geschäft.
Während mit dem Aufkommen schnellerer Verkehrsmittel der Aufenthalt Durchreisender immer seltener wurde, fanden sich für das Gasthaus neue Aufgaben: Als geheizter Treffpunkt für die Mußestunden, Ort von Kauf und Verkauf nicht nur von Getränken und Speisen, als Versammlungsort mehr oder minder politischer Vereine und Veranstaltungsort außergewöhnlicher Spektakel: In der Großstadt frühe ‚Erlebnisgastronomie’, auf dem Lande die Lichtspiele.
Der Aufgabenbereich der Gasthäuser veränderte sich dabei von der Versorgung mit dem Nötigsten - Nahrung und Obdach, Sicherheit vor Raubtieren und Räuberbanden - zu einem Ort des Genusses und der Unterhaltung.
Die Ausstellung ‚Gasthäuser - Geschichte und Kultur’ wurde vom Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim erarbeitet und macht im Rahmen des Ausstellungsverbundes‚ Arbeit und Leben auf dem Lande’ Station in Cloppenburg. Mit lokaler Geschichte angereichert zeigt sie vom 15. Januar bis zum 05. Juni 2006 Interessantes und Kurioses aus der Welt der Gastlichkeit und aus der Geschichte des Gast-Seins.
Museumsdorf Cloppenburg - Niedersächsisches Freilichtmuseum, Tel.: 04471/9484-64, Fax: 04471/9484-74, eMail: presse@museumsdorf.de
http://www.museumsdorf.de
Burgen, Geheimgänge, Zauberei – 4000 Jahre Sicherheit
28.05.2006 (seit: 02.04.2006), Ort: Historisches Museum Bielefeld
Die Ausstellung der Initiative für aktiven Einbruchschutz geht der kulturgeschicht-lichen und sozialen Bedeutung von Schutz und Sicherheit im Wandel der Geschichte nach. Bereits die ersten menschlichen Siedlungen, die vor etwa 9000 Jahren entstanden, boten dem einzelnen Individuum, aber auch den Vorräten der Gemeinschaft Zuflucht. Handel und Gewerbe führten zur Entwicklung größerer und komplexer Gesellschaften, in denen es notwendig wurde, Privatbesitz auch innerhalb der eigenen Gemeinschaft zu schützen. Der Mensch erfand dazu im Laufe der Zeit zahlreiche Techniken und Vorrichtungen, um seine Existenz und seinen Besitz zu sichern. Die markantesten Stufen dieser Entwicklung sind in der Ausstellung präsent.
Mit Originalexponaten, Illustrationen und Modellen bietet die Schau eine Rundreise zu den interessantesten "Meilensteinen" von 4000 Jahren Sicherheit. Befestigungen wie Limes und Chinesische Mauer, Burgen und Schlösser spielen ebenso eine Rolle wie Verstecke, geheime Zeichen und Zauberrituale. Auch Bielefeld ist vertreten, beispielsweise mit einem historischen Tresor aus heimischer Produktion. Ein interaktiver Alarmparcours und begehbare Modelle bieten Erwachsenen und Kindern informative Unterhaltung. Daneben vermittelt die Ausstellung Einblicke in die Möglichkeiten der aktuellen Sicherheitstechnik, ja sogar einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Historisches Museum Bielefeld, Ravensberger Park 2, 33607 Bielefeld, Tel. 0521/51-3630 o. –3635, Fax: 0521/51-6745, E-mail: historisches.museum@bielefeld.de
http://www.historisches-museum-bielefeld.de
"Ein europäischer Freiheitskämpfer: Ludwik Mierosł
14.05.2006 (seit: 17.03.2006), Ort: Berlin
,awski (1814-1878)"
Anlässlich des Deutsch-Polnischen Jahres 2005/2006 präsentiert das Museum Europäischer Kulturen in Kooperation mit der Alten Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin eine ungewöhnliche europäische Biographie des 19. Jahrhunderts: diejenige des polnischen Freiheitskämpfers Ludwik Mierosł
,awski stand zudem in Kontakt mit herausragenden Persönlichkeiten seiner Zeit, wie Alexander von Humboldt und Bettina von Arnim, die sich auch während seiner Berliner Inhaftierung für ihn einsetzte. Am 20. März von den Berliner Revolutionsanhängern befreit, wurde Mierosł
"Polenbegeisterung. Deutsche und Polen nach dem Novemberaufstand 1830"
30.04.2006 (seit: 02.03.2006), Ort: Museum Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin
Anlässlich des „Deutsch-Polnischen Jahres 2005/2006“ zeigen das Königliche Schloss in Warschau und das Museum Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin die Ausstellung „Polenbegeisterung. Deutsche und Polen nach dem Novemberaufstand 1830“.
Die Ausstellung thematisiert den polnischen Novemberaufstand von 1830, der sich am 29. November zum 175. Male jährt. Sie zeigt die Dramatik des Aufstandsgeschehens und die Reflexionen in Europa und vor allem in Deutschland auf dieses Ereignis. Dazu zählt vor allem die großartige Solidarität mit den Trägern dieser Freiheitsbewegung, die nach der Niederschlagung aus Polen durch Deutschland in andere europäische Länder insbesondere nach Frankreich fliehen mussten.
Die Ausstellung zeigt ca. 250 Exponate von mehr als 40 Leihgebern aus Polen, Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Darunter sind so hochkarätige Objekte wie der Autograph der „Polonia-Ouvertüre“ von Richard Wagner, die unmittelbar im Zusammenhang mit diesen Ereignissen komponiert wurde. Ebenso eindrücklich ist das Gemälde „Finis Poloniae 1831 oder „Der Polen Abschied vom Vaterlande“ von Dietrich Monten aus der Alten Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin, eines der prägnantesten Beispiele für die deutsche Solidarität dieser Zeit.
Zuvor wird die Ausstellung vom 29. November 2005 – 31.Januar 2006 unter dem Titel „Solidarnoś
,ć
Ausstellungsort: Museum Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin, Arnimallee 25, 14195 Berlin – Dahlem
Informationen: Museum Europäischer Kulturen, Im Winkel 6/8, Berlin – Dahlem, Tel: 030 / 83901-287, Fax: 83901-283, E-Mail: mek@smb.spk-berlin.de
"Bühnenzauber - kleine Theater aus Papier"
30.04.2006 (seit: 02.10.2005), Ort: Rheinisches Industriemuseum, Schauplatz Bergisch Gladbach
„Große gesellschaftliche Ereignisse aber waren die Aufführungen des Puppentheaters, die, vom Vater inszeniert, einer zahlreichen Zuhörerschaft den ‚Robinson Crusoe‘, den ‚Freischütz‘ oder ‚Die Räuber‘ vermittelten.“
So beschreibt der 1885 geborene Maler Rolf von Hoerschelmann ein Ereignis, das im 19. Jahrhundert typisch für das bürgerliche Familienleben war: eine Aufführung mit dem Papiertheater. Rund 20 dieser „Haus- oder Kindertheater“ zeigt die Sonderausstellung „Bühnenzauber - kleine Theater aus Papier“ vom 2.10.2005 bis zum 30.4.2006 am Schauplatz Bergisch Gladbach.
Rheinisches Industriemuseum, Schauplatz Bergisch Gladbach, Alte Dombach, 51465 Bergisch Gladbach, Tel.: 01805-743465
http://www.industriekultur-aktuell.de/index.php?nav=termine&termin_nr=1612890
"Nahe Fremde – Einblicke in die Lebenswelt der Karpaten - Fotografien von Jean Cuisenier 1971-1993"
17.04.2006 (seit: 23.02.2006), Ort: Donauschwäbisches Zentralmuseum
Der französische Ethnologe Jean Cuisenier unternahm wiederholt Forschungsreisen in die rumänischen Karpaten. Dabei entstanden Bilder von Landschaften, von Häusern sowie von Menschen in der Familie und bei der täglichen Arbeit. Dem Fotografen offenbarten sich in drei Dörfer der Regionen Bukowina, Maramuresch und Oltenien - eine ferne Welt mitten im Europa des 20. Jahrhunderts – eine „nahe Fremde“, die er in Hunderten von Fotografien der Menschen und ihrer Lebensweise einfing.
Kontakt: Dr. Swantje Volkmann, Kulturreferentin für Südosteuropa, Donauschwäbisches Zentralmuseum, Schillerstr. 1, D-89077 Ulm, Tel. +49 (0731) 96254-115, Fax +49 (0731) 96254-200, www.dzm-museum.de, Swantje.Volkmann@dzm-museum.de
„Die Stunde Null – ÜberLeben 1945“
17.04.2006 (seit: 08.05.2005), Ort: Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin
60 Jahre nach der Beendigung des Zweiten Weltkrieges zeigt das Museum Europäischer Kulturen ab dem 8. Mai 2005 zwei Ausstellungen mit dem gemeinsamen Titel „Die Stunde Null – ÜberLeben 1945“ im Museumsquartier Dahlem, Arnimallee 25. Sie finden auch anlässlich des 175-jährigen Jubiläums der Staatlichen Museen zu Berlin statt.
Die erste Ausstellung „ÜberLeben – Umbruchzeiten 1945“ (8.5.2005 - 17.4.2006) widmet sich aus alltagsgeschichtlicher und kunsthistorischer Sicht dem Kriegsende in der Stadt Berlin vor europäisch-vergleichendem Hintergrund. Damit soll eine Zeit in Erinnerung gerufen werden, die gleichermaßen von Entbehrungen und Umbruch, von Verlusten und der Kraft des Neubeginns gekennzeichnet war.
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Bild der zerstörten Stadt Berlin mit ihren aus den verschiedensten Gründen heimatlos gewordenen Menschen aus allen Nationen. Dies gilt auch für jene Menschen, die erstmals nach dem Ende des „Dritten Reichs“ wieder eine Chance zur Gestaltung eines eigenständigen Lebens erhielten und einen Weg in die „Normalität“ suchten. Dabei geht es vor allem um die Darstellung von Alltagswelten und persönlichen Erfahrungen, die das welthistorische Geschehen im Leben des einzelnen Menschen nacherlebbar machen.
Im Dialog mit dieser Präsentation thematisiert die zweite Ausstellung „Die Stunde Null – Die Staatlichen Museen zu Berlin“ (8.5.2005 - 15.1.2006) die Situation der Museumsbestände um 1945, indem sie folgenden Fragen nachgeht: Wie war das Schicksal der großen, weltbedeutenden Kunstsammlungen Berlins in diesen bewegenden Tagen von Kapitulation und Befreiung? Was hinterließen die kunstfeindlichen Jahre des Nationalsozialismus und seines verheerenden Krieges? Was blieb vom Glanz der alten Sammlungen und ihren großartigen Musentempeln nach dem Ruhen der Waffen und wer waren die Menschen, die sich der zerstörten Muse annahmen? Darüber hinaus entfaltet die Ausstellung einen breiten Fächer über die Zusammenführung einzigartiger Kulturschätze in den Sammlungen nach 1945 bis hin zu Malerei, Skulptur und Grafik, die sich speziell der Thematik des Krieges und des Friedens widmen.
Die Ausstellung findet im Rahmen des Berliner Themenjahres „Zwischen Krieg und Frieden. 1945 - Die 60 Jahre danach“ statt und wird vom Hauptstadtkulturfonds gefördert. Kooperationspartner des Projektes ist die Bundeszentrale für Politische Bildung.
Keine Adressangabe
Keine Internetangabe2005
Der Saft aus der Dose – über 100 Jahre Strom in VS
02.04.2006 (seit: 05.02.2006), Ort: Villingen-Schwenningen
Die Jubiläumsausstellung der SVS „Der Saft aus der Dose – über 100 Jahre Strom in VS“ ist in Exponaten, Thematik und Präsentation einzigartig: Sie nimmt den Besucher mit auf eine Zeitreise durch über 100 Jahre Strom und zeigt aus einem großen Fundus spannende Dokumente, Fotos, Anzeigen, Artikel, Elektrogeräte und Fundstücke regionaler Firmen. In einer Kinoecke wird eine reizvolle Auswahl an Werbespots von anno dazumal, eine Diashow rund um ein Jahrhundert Strom und ein Film über die Einweihung des Neubaus der Stadtwerke im Jahr 1967 gezeigt.
Im Auftrag der SVS nahmen die Historiker Dr. Rainer Lächele und Harald Binder M.A. die Geschichte des Stroms in der Doppelstadt genau unter die Lupe. Unzählige Exponate hat das Team bei der Recherche gesichtet und dokumentiert. Aus diesem Fundus entstand die Jubiläumsausstellung im Franziskanermuseum sowie ein Buch.
Franziskanermuseum, Rietgasse 2, 78050 VS-Villingen, Tel.: 07721 / 82-2351, Fax: 07721 / 82-2357
http://www.stadtwerke-vs.de/stromspecial.html
"Basler Fasnacht"
08.03.2006 (seit: 06.11.2005), Ort: Bad Dürrheim
Über 200 000 Besucher strömen alljährlich an der Fasnacht nach Basel, um ein Fest zu erleben, dass mit seiner Eigenart einen ganz besonderen Akzent setzt und die moderne Schweizer Großstadt am Rheinknie für drei Tage regelrecht verzaubert. „Morgenstreich“, „Clique“, „Sujet“, „Laterne“ oder „Tambour“ sind nur einige Begriffe, die wichtige Bestandteile dieses großartigen Ereignisses benennen. Vom 5. November 2005 bis 8. März 2006 ist im Museum „Narrenschopf“ Bad Dürrheim eine große Sonderausstellung zur Basler Fasnacht zu sehen.
Die Ausstellung möchte die Besucher mit Geschichte und Gegenwart der Basler Fasnacht bekannt machen. Sie möchte dazu animieren, sich etwas genauer mit einem beeindruckenden Stück Kultur der Schweizer Nachbarinnen und Nachbarn zu befassen, das eine ganze Stadt verzaubert und für die Baslerinnen und Basler einen wichtigen integrativen Faktor, ein essentielles identitätsstiftendes Moment das ganze Jahr über darstellt.
Kontakt und Führungsanfragen: Museum „Narrenschopf“ Bad Dürrheim, Öffnungszeiten: täglich 14-17 Uhr (außer montags) Sonn- und Feiertage 10-17 Uhr, Anmeldung Führungen: 07726 / 6492 oder 977601
http://www.narrenschopf.de/Ausstellungen/Sonderausstellung/body_sonderausstellung.html
"Technik unterm Weihnachtsbaum – Baukästen und Dampfmaschinen aus der Sammlung Schildhauer"
12.02.2006 (seit: 22.11.2005), Ort: Rieser Bauernmuseum Maihingen
Im Mittelpunkt steht eines der beliebtesten Spielzeuge, der Baukasten. Die Privatsammlung widmet sich speziell solchen aus Holz, Stein und Metall. Unter den etwa 200 Exponaten finden sich viele berühmte Fabrikate: die „Anker“-Steinbaukästen, „Stabil“, „Matador“, Kästen von Märklin oder Künstler-Holzbaukästen.
Die Ausstellung zeichnet die Entwicklungslinien nach von den Spielgaben Fröbels über Elementar- und Steinbaukästen bis hin zu Metall- und Experimentierbaukästen. Bis um 1900 zeigten die Bilder auf den Kastendeckeln Mädchen, die ebenso eifrig bauen wie ihre Brüder. Konstruktionskästen galten dann als reines Bubenspielzeug, Mädchen beschäftigten sich mit Legespielen. Geduldsspiele waren für beide Geschlechter gedacht. Die wichtigsten Hersteller sind mit Kurzchroniken aufgelistet.
Neueste technische Errungenschaften und weltbewegende Ereignisse finden im Spielzeug ihren Niederschlag, beispielsweise die Weltkriege. Manche Baukästen ahmen zeitgenössische Architektur nach oder kühne Brückenbauwerke, aber auch Burgen fehlen nicht. Die Klötzchen selbst sind holzfarben oder knallbunt, bemalt oder fein marmoriert.
Ein zweiter Teil der Ausstellung widmet sich einem anderen Zweig technischen Spielzeugs. Modell-Dampfmaschinen setzten Antriebsmodelle in Bewegung: Ein Konditor produziert am Fließband Gebäck, ein Flugzeug dreht seine Runden, Feuerwehrmänner steigen vom Turm ab.
Rieser Bauernmuseum Maihingen, Klosterhof 8, 86747 Maihingen, Tel. 09087/778, Fax 09087/711
http://www.rieser-bauernmuseum.de/index.php?id=22
"Aufgezogen! Mechanische Spielfiguren 1950 bis 1970"
12.02.2006 (seit: 19.11.2005), Ort: Deutsches Spielzeugmuseum Sonneberg
Feder überdreht! Bis in die 1970er Jahre gehörte dies zu den bitteren Erfahrungen vieler Kinder. Hatte man das Uhrwerk zu stark aufgezogen, war es mit den Tricks der Affen, Hunde oder Clowns vorbei. Unverwüstlich schien dagegen ein rosa Häschen. 1973 schlug es im Fernsehspot eines Batterieherstellers seine Trommel, während den anderen Häschenklonen schon lange die Energie ausgegangen war. Elektromotor und Batterie traten an die Stelle des Federlaufwerks. Dennoch blieb es faszinierend, ein Spieltier durch Aufziehen, also mit eigener Kraft, zum Leben zu erwecken.
Diesem Zauber sind Rosemarie und Götz Weidner erlegen: Seit ca. 20 Jahren sammeln sie mechanisches Plüschspielzeug und Figuren.
Im Mittelpunkt stehen Exponate der Firmen Max Carl, ehemals Judenbach und ab 1952 Coburg-Creidlitz und EMO für Erich Motschmann, Neustadt bei Coburg.
In einem Film sind die kleinen und großen Figuren aus den Ausstellungsvitrinen in Aktion zu sehen. Eine besondere Attraktion ist die Affenkapelle in der Bimbo-Box, einem Musikautomaten, der sogar auf Wunsch (und nach Münzeinwurf) ein tolles Stück spielt!
Informationen zur Entwicklungsgeschichte der mechanischen Spielfiguren und deren Hersteller runden die Schau ab.
Die Sonderausstellung im Deutschen Spielzeugmuseum Sonneberg „Aufgezogen! Mechanische Spielfiguren 1950 bis 1970“ umfasst ca. 400 bewegliche Spielfiguren aus der Sammlung von Rosemarie und Götz Weidner, München, ergänzt mit Exponaten des Deutschen Spielzeugmuseums.
Mit der Präsentation ihrer Sammlung im Deutschen Spielzeugmuseum kehren die Weidners in die Region zurück, in der zu einem guten Teil die Wurzeln ihrer Stücke liegen.
Deutsches Spielzeugmuseum, Beethovenstr. 10, 96515 Sonneberg, Tel.: (03675)702856, Fax: (03675)742817, eMail: deutschesspielzeugmuseum@t-online.de
http://www.spielzeugmuseum-sonneberg.de
"Anders, oder doch nicht?"
10.02.2006 (seit: 22.11.2005), Ort: Regensburg
Die Europäische Union ist größer geworden. Im letzten Jahr sind zwölf neue Länder hinzu- gekommen, u.a. Tschechien und Polen. Obwohl beide Länder Nachbarländer sind, weiß man über die Menschen, die dort leben, relativ wenig. Gerade das „Nichtwissen“ sorgt immer noch für Stereotypisierungen, die nicht so leicht zu entkräften sind. Die Ausstellung „Anders, oder doch nicht?“ erlaubt Einblicke in die Befindlichkeiten sowohl von deutschen als auch von polnischen und tschechischen Jugendlichen und zeigt, dass die Unterschiede gar nicht so gravierend sind/ gibt Gelegenheit, sich eines Besseren zu belehren lassen.
Zusammen mit Studierenden des Ost-West-Studienganges und der Vergleichenden Kulturwissenschaft entwickelte Anita Unterholzner, Lehrbeauftragte der Vergleichenden Kulturwissenschaft, ein Ausstellungskonzept, welches vom 22. November 2005 bis Mitte Februar 2006 als Ausstellung in der der Universität Regensburg zu betrachten ist.
Die Ausstellung basiert auf dem Forschungsprojekt „Fremd- und Selbstbilder von Jugendlichen im deutsch-tschechischen und deutsch-polnischen Vergleich“, welches vom Forschungsverbund Ost- und Südeuropa, forost, gefördert wurde. Bei dieser, von Prof. Dr. Daniel Drascek vom Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft an der Universität Regensburg geleiteten, Untersuchung wurden von Juni 2003 bis Juli 2005 81 qualitative Interviews mit Jugendlichen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren mit unterschiedlicher Ausbildung und unterschiedlichem sozio-biographischen Hintergrund in den drei Ländern geführt und analysiert.
Dabei handelt es sich keineswegs um eine trockene Dokumentation der Ergebnisse, vielmehr werden alle Sinne der Besucher angesprochen. Dementsprechend originell haben die „Ausstellungsmacher“ die Fremd- und Selbstbilder der Jugendlichen aus Tschechien, Polen und Deutschland in Szene gesetzt. Die Lebensbereiche Familie, Freizeit, Schul- und Berufsausbildung, dargestellt in Form von aufklappbaren Silhouetten, begehbaren Räumen, Puzzles, Diaprojektionen und Filmsequenzen, werden ergänzt durch die Ängste und Hoffnungen hinsichtlich einer gemeinsamen europäischen Zukunft. So wird auf originelle Weise die „Andersartigkeit“ bzw. „Ähnlichkeiten“ überzeugend dargestellt.
Stereotypisierungen durchziehen die Ausstellung wie ein roter Faden. Sie sollen die Betrachter provozieren und sogleich auch die Gelegenheit zur Diskussion bieten. Als Forum dienen große Plakatwände, die an den Wänden des Ausstellungsraumes platziert sind. Sogar eine e-mail- Adresse wird zur Diskussion eingerichtet: was-denkst-du@gmx.de.
„Anders, oder doch nicht?“ soll vor allem Jugendliche ansprechen. Sie will Studenten und Schülern die Gelegenheit bieten, in Konfrontation mit unterschiedlichen Bildern und Vorstellungen von Gleichaltrigen zu treten. Deswegen sind besonders sie zu dieser Ausstellung eingeladen. Auch Führungen werden angeboten, die jedoch vorher bei …….. anzumelden sind. (Evtl. ausführlicher)
Die feierliche Eröffnung findet am 21. November 2005, 17.00 Uhr im Foyer des PT- Gebäudes der Universität Regensburg statt. Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag 8.00 bis 18.00 Uhr voraussichtlich bis Mitte Februar 2006 zu besichtigen.
Lehrstuhl für Vergleichende Kulturwissenschaft, Universität Regensburg, 93040 Regensburg, Tel. 0941/943-4304, was_denkst_du@gmx.net
http://www.uni-regensburg.de/Universitaet/Veranstaltungskalender/2005/anders.pdf
"Solidarnoś
31.01.2006 (seit: 29.11.2005), Ort: Warschau, Königliches Schloss
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, 1830 - Deutsche und Polen nach dem Novemberaufstand"
Informationen: Museum Europäischer Kulturen, Im Winkel 6/8, Berlin – Dahlem, Tel: 030 / 83901-287, Fax: 83901-283, E-Mail: mek@smb.spk-berlin.de
"Vom Himmel hoch, da komm ich her" – Adventskalender aus 100 Jahren
29.01.2006 (seit: 04.12.2005), Ort: Stadthalle Arnstein, Cancale-Platz
Im Rahmen des "Föderalen Programms" der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zeigt das Museum Europäischer Kulturen - Staatlichen Museen zu Berlin in Rendsburg eine Auswahl von etwa 200 Adventskalendern aus seiner Sammlung. Neben der historischen Entwicklung der Adventskalender werden einzelne Künstler und typische Motive vorgestellt. Einen Schwerpunkt bilden die in der DDR gedruckten Adventskalender.
Ausstellungsort: Museen im Kulturzentrum, Arsenalstraße 2-10, 24768 Rendsburg
Informationen: Museum Europäischer Kulturen, Im Winkel 6/8, Berlin – Dahlem, Tel: 030 / 83901-246, Fax: 83901-283, eMail: mek@smb.spk-berlin.de
http://www.smb.spk-berlin.de
"Zehn Neue für Europa - Die EU-Erweiterung im Spiegel der Karikatur"
29.01.2006 (seit: 11.11.2005), Ort: Stadthalle Arnstein, Cancale-Platz
Im Mai 2004 wuchs die Europäische Union schlagartig von 15 auf 25 Mitgliedsstaaten. Das löste damals in den alten EU-Ländern nicht nur Begeisterung, sondern auch Sorge aus. Wie aber erging es den Menschen in den zehn Beitrittsländern? Welche Befürchtungen, welche Hoffnungen verbanden sie mit dem Beitritt? Eine Antwort darauf geben die bekanntesten Karikaturisten aus den neuen EU-Ländern – mal erheiternd, mal kritisch, stets europaweit verständlich. Die Ausstellung wurde von der Kunsthistorikerin Gisela Burkamp und dem Journalisten Dieter Burkamp konzipiert, beide sind Jurymitglieder bei internationalen Karikaturwettbewerben.
Kontakt: Dr. Swantje Volkmann, Kulturreferentin für Südosteuropa, Donauschwäbisches Zentralmuseum, Schillerstr. 1, D-89077 Ulm, Tel. +49 (0731) 96254-115, Fax +49 (0731) 96254-200, Swantje.Volkmann@dzm-museum.de.
http://www.dzm-museum.de/deutsch/944.html
"Alle Jahre wieder". Feste und Bräuche in Unterfranken.
08.01.2006 (seit: 03.12.2005), Ort: Stadthalle Arnstein, Cancale-Platz
Eine Sonderausstellung des Bezirks Unterfranken, Konzipiert und realisiert von Daniela Schedel, M.A., Kitzingen, unter Mitarbeit von PD Dr. Heidrun Alzheimer, Universität Würzburg, u.a.
Auf den ersten Blick begegnen uns Bräuche in einer Vielfalt, die sich nur schwer strukturieren lässt. Bei genauerer Betrachtung erkennt man jedoch immer wiederkehrende Elemente wie Geräusche, Düfte, Maskerade, besonderes Essen usw. Die Ausstellung beschäftigt sich mit diesen Faktoren. Dazu gehört das Licht, das nicht nur zu Ostern und zu Weihnachten eine wichtige Rolle spielt, sondern auch zu Maria Lichtmess, beim Sonnwendfeuer oder als Ewiges Licht. Kein Fest kommt ohne Musik aus. Vom "Neujahrsanblasen" über das "Frühlingssingen", das "Maianblasen" bis hin zum "Brautansingen" und dem Geburtstagsständchen gibt es zahlreiche Bräuche, die musikalisch bestimmt sind.
Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und kann kostenlos beim Bezirk Unterfranken entliehen werden. Sie umfasst 15 Tafeln und acht Vitrinen.
Stadthalle Arnstein, Cancale-Platz, Tel. 0931/7959-1428, www.bezirk-unterfranken.de
http://www.b4bmainfranken.de/index.php3?UIN=0&goto=0505&codes=8990,15,3,1
Zaunwelten. Bilder und Geschichten zur Alltagskultur der DDR
08.01.2006 (seit: 10.11.2005), Ort: Museum für Kommunikation, Berlin
Gartenzäune in der DDR waren immer Marke Eigenbau und wurden zumeist aus Altmaterialien konstruiert. 16 Jahre nach dem Mauerfall sind sie Relikte einer im Schwinden begriffenen Alltagskultur. Sie bezeugen den kreativen Umgang mit dem Mangel und das Bedürfnis nach privater Abgrenzung vom sozialistischen Kollektiv.
Am 9. November 2005 eröffnet das Museum für Kommunikation die Ausstellung „Zaunwelten“, die sich dem Gartenzaun in der DDR widmet und ihn in den Zusammen-hang der damaligen politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse stellt. Das dokumen-tarische Projekt der beiden Kulturwissenschaftlerinnen Majken Rehder und Nicole Andries aus dem Jahr 2004 wird durch einen neuen, künstlerischen Teil erweitert. Die Doppelaus-stellung zeigt neben der Fotodokumentation und den Zeitzeugeninterviews Arbeiten junger Künstler/innen zum Thema Einzäunen und Abgrenzen.
Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Straße 16, 10117 Berlin-Mitte, Telefon +49 (0)30 202 94 0, Telefax +49 (0)30 202 94 111, E-Mail: mk.berlin@mspt.de
http://www.museumsstiftung.de/stiftung/d141_presse.asp?site=berlin&rubrik=presse&kat=2005&page=1&katid=0&id=54632006