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Ausstellungsankündigungen |
2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 (Hinweise für Neueinträge
richten Sie bitte an redaktion@d-g-v.de
)
31.12.2005 (seit: 16.10.2005), Ort: Dortmund
Die 1944 in Liberec (Reichenberg)/Tschechien geborene Künstlerin, die bei Rudolf Hoflehner in Stuttgart studierte, gehört inzwischen zu den bedeutendsten Bildhauerinnen im süddeutschen Raum. Das belegen die zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.
Ingrid Hartlieb arbeitet überwiegend in großen Formaten, das bevorzugte Material ist Holz. Ihre blockhaften Holzkörper nehmen im Raum einen existenziellen Standpunkt ein - abstrakt in der Form, aber assoziativ nah an der Menschenfigur. Die formalen Eigenschaften ihrer Plastiken tragen mehrdeutige inhaltliche Bedeutungen in sich, übertragen materielle Eigenschaften in geistige, psychische Bereiche und sind immer an einem positiven Menschenbild orientiert.
http://dasa.baua.de/de/Ausstellungen/Wechselausstellungen/Hartlieb.html__nnn=true
"Zeugen aus dem ostjüdischen Alltag. Eine Dokumentation in Objekten und Bildern"
09.11.2005 (seit: 11.09.2005), Ort: Synagoge Affaltrach (b. Heilbronn)
Es war die bisher umfangreichste volkskundliche Ausstellung im westlichen Europa, die zum Thema „Zeugen aus dem ostjüdischen Alltag. Eine Dokumentation in Objekten und Bildern“ vom 9. September zum 9. November 2005 in der ehemaligen Synagoge Affaltrach (bei Heilbronn / Baden-Württemberg) gezeigt wurde.
http://david.juden.at/kulturzeitschrift/66-70/67-Wassermann.htm
„Kleine Paradiese? – Einblicke in Nachbars Garten“ Eine Dokumentation heutiger Gärten
06.11.2005 (seit: 25.06.2005), Ort: Freilichtmuseum an der Glentleiten, Großweil
In der Ausstellung „Kleine Paradiese? – Einblicke in Nachbars Garten“ wählt das Freilichtmuseum einen zweifach ungewöhnlichen Zugang zum Thema Garten. Denn der Schwerpunkt liegt zum einen in der Dokumentation der Gegenwart und zum anderen auf dem Forschungsfeld Privatgarten. Die Untersuchung der Nutzung, Funktion und letztlich Bedeutung privater Hausgärten für den Menschen gehört zu einem Themengebiet, das in der Volkskunde bisher marginal behandelt wird.
Für die Ausstellung wurden Interviews mit Gartenbesitzern aus dem Regierungsbezirk Oberbayern geführt und ihre Gärten fotografisch dokumentiert. Durch diese Interviews, verbunden mit kontrastierenden Inszenierungen der unterschiedlichsten Gärten, vermittelt die Schau ein lebendiges Bild heutiger Gartennutzung, das den Menschen – und nicht die Pflanzen – in das Zentrum stellt.
Das Spektrum der Gartenkultur reicht vom „Bauerngärtchen“ zwischen Hochhäusern im Münchner Westen über einen Garten, der nahezu vollständig aus Steinen eines ehemaligen Hartsteinwerks besteht bis hin zu einem Garten, den sein Besitzer mit Fundstücken und Alltagsgegenständen zu einem Gesamtkunstwerk gestaltet.
Zudem informiert die Ausstellung über wichtige Entwicklungen in der Gartenkultur des 20. Jahrhunderts.
Freilichtmuseum an der Glentleiten, An der Glentleiten 4, 82439 Großweil, Tel.: 08851/1850, Fax: 08851/18511, eMail: Freilichtmuseum@glentleiten.de
http://www.glentleiten.de
"Dame, Kind, Supermodel – Zeitgeist in der Puppenwelt"
06.11.2005 (seit: 30.04.2005), Ort: Deutsches Spielzeugmuseum Sonneberg
Puppen sind Opportunisten. Sie machen jede Mode mit. Sie schlüpfen in jede Uniform. Sie passen sich dem Zeitgeist an. Sind Puppen das, was man in sie hineinphantasiert oder geben sie die Rollen vor? Lassen sich Menschen auf Schönheitsoperationen ein, um hinterher alle wie Barbie auszusehen?
Spiel- und Künstlerpuppen, Puppenmöbel und Hausrat zeigen verschiedene Fassetten einer angepassten Welt im Kleinen. Wie der Frauenleib wurde auch der Puppenkörper nach einer freieren Mode schnell ins Korsett zurückgezwängt. Militarismus und Großmachtsträume spiegeln sich in Puppen in Matrosenlook und Uniform wider. Als sich Ende des 19. Jh. das Badezimmer in den bürgerlichen Wohnungen der Städte zu etablieren begann, galten auch für Puppen neue Hygienestandards. Der Volksempfänger, ein erschwinglicher Radio zur massenhaften Verbreitung der nationalsozialistische Ideologie, stand in fast jeder Puppenstube.
Jugendkult, Sexwelle, Flowerpower oder Manga, die Trends der Jahrzehnte von 1950 bis 2000 wechselten immer schneller. Puppen wohnten in knallbuntem Plastikdesign. Sie trugen Minirock und einen Anflug von Busen. Puppen waren sanfte Blumenkinder oder muskelbepackte Helden. Nach und nach verdrängte die Trendsetterin Barbie mit ihren Themenwelten die "klassischen Spielpuppen". Seit Neuestem passt sich das Puppengesicht dem Stil japanischer Comics an.
Die Ausstellung spürt mit unterschiedlichsten Exponaten, von der selten gezeigten Wachspuppe um 1810, über Puppen aus der DDR bis zur neuesten Trendpuppe der Reihe "my scene", dem Zeitgeist nach. Ergänzt werden die Objekte aus den Beständen des Deutschen Spielzeugmuseums durch zeitgenössische Bilder und Zeitschriften.
Deutsches Spielzeugmuseum, Beethovenstr. 10, 96515 Sonneberg, Tel.: (03675)702856, Fax: (03675)742817, eMail: deutschesspielzeugmuseum@t-online.de
http://www.spielzeugmuseum-sonneberg.de
„Willkommen im Leben – Landhebammen erzählen“
06.11.2005 (seit: 20.03.2005), Ort: Freilichtmuseum an der Glentleiten, Großweil
Die kleine Ausstellung behandelt Themen rund um den Arbeitsalltag von Landhebammen in Oberbayern. Aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen die Erfahrungsberichte der Hebammen. Eindrucksvoll und authentisch erzählen sie vom alltäglichen Nebeneinander, von Strapazen und Freude, von Geburt und Sterben. Dabei bietet die Schau im Eingangsbereich des Museums neben historischen Informationen zur Ausbildung und Aufgaben der Hebammen auch aktuelle Bezüge zur Arbeitssituation heutiger Landhebammen.
Freilichtmuseum an der Glentleiten, An der Glentleiten 4, 82439 Großweil, Tel.: 08851/1850, Fax: 08851/18511, eMail: Freilichtmuseum@glentleiten.de
http://www.glentleiten.de/Ausstellungen/Sonderausst_/sonderausst_.html
Menschenbild und Volksgesicht. Positionen zur Porträtfotografie
30.10.2005 (seit: 08.07.2005), Ort: Museum Europäischer Kulturen
Die Fotografin Erna Lendvai-Dircksen (1886–1962) erfuhr ein Leben lang und darüber hinaus fast ungeteilte Anerkennung. Tanzstudien, Aktaufnahmen und Porträts von Prominenten der Weimarer Republik machten bis 1932 den Hauptteil ihrer Arbeit aus. Mit ihrem von ihr selbst so bezeichneten Lebenswerk trat sie ab 1932 an die Öffentlichkeit: die fotografische Enzyklopädie des „deutschen Volksgesichts“. Etwa 20 Bildbände mit Auflagen bis zu 270.000 Stück machten ihr Werk zu einem der meistverkauften im Nationalsozialismus. Lendvai-Dircksens Aufnahmen unterlagen mehrfach ideologischen und inhaltlichen Umdeutungen, fanden Verwendung in unterschiedlichen Zusammenhängen. Erst in den 1980er Jahren entwickelte sich ein kritischer Blick der Fotogeschichtsschreibung auf dieses schwierig einzuordnende Werk. Die Rezeptionsgeschichte des Œuvres weist auf die in Werk und Person angelegten Ambivalenzen hin. Die Ausstellung präsentiert nicht nur auf historisch-wissenschaftlicher, sondern auch auf künstlerischer Ebene einen wichtigen Zeitabschnitt der visuellen Kultur, der bis heute Wirkung zeigt.
„Menschenbild und Volksgesicht“ ist ein Kooperationsprojekt der Institute Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität und Kunst im Kontext der Universität der Künste mit dem Museum Europäischer Kulturen sowie dem Museumspädagogischen Dienst Berlin.
Museum Europäischer Kulturen, Arnimallee 25, 14195 Berlin / Im Winkel 6/8, Berlin – Dahlem, Tel: 030/83901-280, Fax: 83901-283, eMail: i.ziehe@smb.spk-berlin.de
http://www.smb.museum/mek
"Spar dir was!" Vom Begehren zu/m Vermehren
30.10.2005 (seit: 05.05.2005), Ort: Österreichisches Museums für Volkskunde
Eine Ausstellung des Österreichischen Museums für Volkskunde in Zusammenarbeit mit der "DIE ERSTE österreichische Spar-Casse Privatstiftung" im Rahmen des Projekts "Alltagskultur seit 1945".
Sparen ist Tugend, Kultur, Appell, Norm, Gewohnheit aber auch Erinnerung. Sparen ist Teil volkswirtschaftlicher Abläufe, betrifft unterschiedlichste Lebensbereiche, ist in unterschiedlichster Ausprägung Teil unserer Mentalität.
Die Ausstellung widmet sich der Sparpraxis und versucht anhand aktueller Statements von Betroffenen und Experten bestimmte historische Entwicklungsschritte, Paradigmenwechsel - vor allem seit 1945 - und gegenwärtige Diskurse nachzuzeichnen. Darüber hinaus stellen entsprechende Medien- und Dokumentarmaterialen die getroffenen Aussagen in ihren jeweiligen zeitlichen Kontext.
Über sechshundert ausgestellte Spardosen - Sparbehelfe - des Museums der Erste Bank haben nicht nur den Zweck, Geld zu speichern. Sie werden, in ihrer Funktion symbolisch erweitert, zu Speichern für Spargeschichten. Denn anhand dieser kleinen, vielförmigen Objekte, die in den Regalen der meisten Haushalte zu finden sind, lassen sich erlebte Alltage festmachen. Spardosen sind Träger kunsthistorischer Werte, handwerklichen Könnens und maschineller Fertigkeit. Sie sind Abbilder gesellschaftlicher Normen und politischer Botschaften. Sie sind Produkte zwischen Symbolwelten und Werbezielen. Innerhalb dieses Deutungspotentials verbinden sie sich mit den Erinnerungen einzelner...
Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19,
A-1080 Wien, Tel.: +43/1/406 89 05, Fax: +43/1/408 53 42, eMail: office@volkskundemuseum.at
http://www.volkskundemuseum.at/ausstellung/frame_aktuelle.htm
"Träume, Wünsche, Ziele - Spargeschichten" Eine Mentalitätengeschichte des Sparens
30.10.2005 (seit: 05.05.2005), Ort: Österreichisches Museum für Volkskunde
Das Sparen ist Produkt einer höchst erfolgreichen Moralgeschichte, die ihren Ausgang zu Beginn des 19. Jahrhunderts nimmt. Die Ausstellung bezieht sich auf diese "Spartradition" und arbeitet die gesellschaftsrelevanten Bedingungen und die persönlichen Wahrnehmungen des kollektiven Sparens in der Zeit nach 1945 auf. Ein umfangreiches Medien- und Dokumentarmaterial sowie eine ausgedehnte Spardosensammlung sind Ankerpunkte für Alltagserinnerungen.
Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, A-1080 Wien, Tel.: +43/1/406 89 05, Fax: +43/1/408 53 42, E-mail: office@volkskundemuseum.at
http://www.volkskundemuseum.at/ausstellung/frame_voran.htm
Celle und sein Umland - einst und jetzt
30.10.2005 (seit: 30.04.2005), Ort: Bomann-Museum Celle
Mit der Ausstellung „Celle und sein Umland – einst und jetzt“ setzt das Bomann-Museum die in unregelmäßigen Zeitabständen stattfindenden Fotoausstellungen zu Themen der Stadt- und Regionalgeschichte fort. Über 100 historische Ansichten von Celle und seinem Umland aus den Beständen des Museums und aus den Sammlungen des Stadt- und des Kreisarchivs Celle lassen die Zeit zwischen 1880 und 1939 lebendig werden. Ergänzend kommen einige ausgewählte gegenständliche Exponate aus dem Bestand des Bomann-Museums hinzu.
Gleichzeitig zeigt die Ausstellung neue Fotografien der gleichen Motive, weitgehend aufgenommen vom Standpunkt der Fotografen der historischen Ansichten. Diese Aufnahmen entstehen zum Teil in Zusammenarbeit mit einem Fotokurs der VHS Celle.
Der unmittelbare Vergleich von alten und neuen Fotos zeigt die Weiterentwicklung der Stadt Celle und ihres Umlandes in den letzten 100 Jahren. Obwohl Celle im Zweiten Weltkrieg kaum zerstört wurde und die Altstadt mit ihren 450 Fachwerkhäusern als Ensemble unter Denkmalschutz steht, sind viele Häuser heute stark verändert und umgebaut worden. Auch die Spuren der 300jährigen Residenzzeit (1433–1705), insbesondere im Bereich des Schlosses mit der Vorburg und den der einstigen Hofhaltung dienenden Wirtschaftsgebäuden, lassen sich im Stadtbild finden.
Im Celler Umland wird vor allem deutlich, wie sich das Bild der alten Bauerndörfer durch den Umzug der Stadtbevölkerung aufs Land und durch die Industrialisierung und deren Folgen verändert hat.
Bomann-Museum, Schloßplatz 7, 29221 Celle, Tel.: 05141/12-372, Fax: 05141/12-535, e-Mail: bomann-museum@celle.de
http://www.celle.de/showobject.phtml?La=1&object=tx|342.5779.12005
"Karbon, Kokos, Samt und Seide"
23.10.2005 (seit: 04.06.2005), Ort: Heimatmuseum Reutlingen
High-Tech-Fasern und edle Gewebe der Vergangenheit
150 Jahre Hochschule Reutlingen
In Reutlingen hat Textilherstellung und Textilforschung Tradition. 1855, mit der Umstellung von der Handweberei zur industriellen Produktion, wurde hier als Impulsgeber für die neuen Herausforderungen die Webschule gegründet – das spätere Technikum für Textilindustrie, heute Hochschule Reutlingen. Zum 150-jährigen Jubiläum präsentiert das Heimatmuseum Reutlingen eine spannende Gegenüberstellung: edle historische Samt-, Seiden- und Wollstoffe kontrastieren mit zeitgenössischen Produkten aus High-Tech-Fasern wie Karbon und Aramid. Ihnen gemeinsam ist der Innovationsgedanke: Textilien als Material der jeweiligen Entwicklung anzupassen und zu optimieren.
Heimatmuseum Reutlingen, Oberamteistrasse 22, 72764 Reutlingen, Tel.: 07121/3032050, Fax: 07121/3032768, eMail: heimatmuseum@reutlingen.de
http://www.reutlingen.de/content/3/3.7.2.4/list.oscms?Section=1211&Article=0&Page=1&menuactive=3&scheme=portal
„Verführerisch verpackt. Bunte Warenwelt und Werbung“
16.10.2005 (seit: 09.04.2005), Ort: Rieser Bauernmuseum Maihingen (Landkreis Donau-Ries)
Um ihre Produkte unverwechselbar zu machen, entwickelte die Industrie für ihre Produkte Marken und eigene Warenverpackungen. Die Werbung versucht die Kunden „zu verführen“, gezielt diese Fabrikate zu kaufen und die Käufer zu Stammkunden zu machen. Die Ausstellung präsentiert Werbung und Warenverpackungen von Ata bis zur Zuban-Zigarette. Sie gibt einen Überblick über 100 Jahre Werbung, den Wandel der Gestaltung und den Niederschlag, den etwa der Zweite Weltkrieg und die Konsumwellen der 50er und 60er Jahre fanden. An Klassikern wird das Verpackungsdesign dargelegt.
Die Kataloge des Versandhandels bringen ein ganzes Warenhaus zum Kunden nach Hause. Zeitlich und örtlich ungebunden kann er darin blättern. Ein Anbieter druckte als treffendes Motto auf seinen Katalog: „Großstadt-Auswahl daheim“. Die ältesten Prospekte in der Ausstellung stammen aus den 1930er Jahren.
Rieser Bauernmuseum Maihingen, Klosterhof 8, 86747 Maihingen, Tel.: 09087/778, Fax: 09087/711, eMail: verwaltung@rieser-bauernmuseum.de
http://www.rieser-bauernmuseum.de/000000956f1163c11/50265595f21028302/index.htm
STADT – MACHT - GESCHICHTE. 100 Jahre Städtisches Museum in Coburg
09.10.2005 (seit: 03.09.2005), Ort: Kunstverein Coburg (Pavillon im Hofgarten)
Im Herbst 1905 eröffnete die damalige herzogliche Residenzstadt Coburg anlässlich des Antrittsbesuches des Herzogs Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha im renovierten Rathaussaal das „Städtische Museum“. Als Gegenpol der Kunstsammlungen der Veste Coburg präsentierte man bürgerlicherseits vorwiegend zeitgenössische Coburger Kunst. Nachdem die Sammlung um Kunst, Gewerbeprodukte und „Altertümer“ städtisch-bürgerlicher Herkunft erheblich gewachsen war, wandelten die neuen Machthaber der ersten Nazi-Stadt Deutschlands die Ausstellung in das „Heimatmuseum“ um. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges deponierte man den Bestand, der seither erheblich gewachsen und ausschnittsweise in vorübergehenden Ausstellungen gezeigt werden konnte. In der Ausstellung spiegelt sich die Entwicklung dieses Museums in der deutschen politisch-kulturellen Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Stadtmuseum Coburg, Rathaus-Foyer, Markt 1, Coburg, T: (09561) 89-2404, F: 89-2039, Hubertus.Habel@coburg.de
http://www.stadt.coburg.de/kultur.asp?iid=1699&mid=152&uid=0&IDVA=930&MV=9/11/2005
"Geheimnisvolle Masken aus der Rhön. Von jüdischen und christlichen Bartmännern"
18.09.2005 (seit: 06.02.2005), Ort: Hessisches Landesmuseum Darmstadt
Die volkskundliche Sammlung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt zeigt vom 06.02.-18.9.2005 anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums in der Außenstelle Lorsch folgende Sonderausstellung: Geheimnisvolle Masken aus der Rhön. Von jüdischen und christlichen Bartmännern.
Den Besuchern werden Holzmasken einer nahezu unbekannten Fastnachtsregion aus der Rhön vorgestellt.
Dieses bayerisch-, hessisch-, thüringerisch Grenzgebiet ist die nördlichste Fastnachtshochburg Deutschlands, in der die Akteure immer noch Holzlarven tragen. Wie umfassende Recherchen ergaben, ist der Holzmaskenbrauch zur Fastnacht um die Mitte des 19. Jahrhunderts in Oberelsbach entstanden, wo er auf die demokratischen Bestrebungen der damaligen Zeit zurückreicht. Der Brauch erhielt weitere Verbreitung durch die spätere Holzschnitzschule in Bischofsheim. Die in der Maskenlandschaft überwiegend in barocker Tradition dargestellten Männer- und Frauengesichter werden durch eine auffallend hohe Anzahl von „Judenantlitzen“ aus der Sichtweise der ortsansässigen Christen bereichert. Anders als in den „Stürmer-Fratzen“ karikieren diese Larven Juden nicht in antisemitischer Weise. Hierbei stellt eine weitere Besonderheit die Figur des „Blaue Jüd“ dar, die auf eine historische Aufführung „Der Auszug der Kinder Israel aus Ägypten“ aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts zurückgeht. Dieser Brauch zieht heute noch den gesamten Ort Weisbach in seinen Bann und verbreitet dort geradezu eine festliche Stimmung. Um eine authentische Brauchdeutung zu erhalten, wurden auch die Nachkommen der ehemaligen Weisbacher Juden in Nord- und Südamerika befragt.
Des Weiteren korrigieren Ausstellung und Katalog die Behauptung, dass die Rhöner Fastnacht eine reine Männerangelegenheit sei.
In der Schau beeindrucken über 100 Glattlarven durch ihre Vielfalt und Aussagekraft. Zum Vergleich werden auch einige Holzmasken aus dem süddeutschen und alpinen Raum gezeigt. Ein umfassender reich bebilderter Katalog rundet das Maskenerlebnis ab.
Hessisches Landesmuseum Darmstadt, Außenstelle Lorsch, Nibelungenstr. 35, 64653 Lorsch, Tel. 06251 – 58 78 32 oder 06251 – 10 31 28, e-mail: stolle@hlmd.de, http://www.hlmd.de
"Wie man's dreht und wendet - das Geheimnis handgewebter Bänder und Borten"
11.09.2005 (seit: 04.06.2005), Ort: Alamannenmuseum Ellwangen
Gürtel, Bänder, Borten und Verzierungen, die mit Brettchen gewebt wurden, waren bei den Alamannen geschätzt, denn sie zeichneten sich durch vielfältige Muster und große Stabilität aus. Seit einigen Jahren bietet das Alamannenmuseum regelmäßig im Frühjahr und im Herbst Kurse an, um diese frühmittelalterliche Webtechnik zu erlernen. In der Sonderausstellung werden zahlreiche alte und neue Webmuster und Webtechniken gezeigt, vom einfachen Armbändchen und Lesezeichen bis zum aufwändig gearbeiteten Pferdezaumzeug. Besonders beeindruckend ist die Farbenvielfalt der ausgestellten Brettchenwebereien. Zu der Ausstellung haben Weberinnen und Weber aus ganz Deutschland beigetragen. Im Begleitprogramm besteht die Möglichkeit, den Fachleuten über die Schulter zu schauen und auch einmal selbst zu weben.
Alamannenmuseum Ellwangen, Haller Straße 9, 73479 Ellwangen, Tel.: 07961/969747, Fax: 07961/969749, eMail: alamannenmuseum@ellwangen.de
http://www.alamannenmuseum-ellwangen.de
Fotoausstellung "Auf den zweiten Blick. Fotografien von Hans Steinhorst (1928-1973)"
09.09.2005 (seit: 16.07.2005), Ort: Museum "Narrenschopf" Bad Dürrheim
Fotos aus Baden-Württemberg mit ungewöhnlichen Motiven aus den Bereichen Arbeitswelt, Architektur, Natur, Bräuche und Feste
Muss landeskundliche Fotografie langweilig sein? Keinesfalls – vor allem dann nicht, wenn ein Profi wie Hans Steinhorst (1928 – 1973) den Auslöser gedrückt hat. Sein Auftrag bestand in der Darstellung von Land und Leuten im Sinne einer kulturlandschaftlichen Dokumentation Württembergischer Regionen, was zu einem reichen fotografischen Werk führte, das heute wichtiger Bestandteil des Fotoarchivs des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg ist. Seinen Fotos, in denen er den eigentümlichen Begegnungen und überraschenden Zufällen während seiner Fahrten zwischen Stuttgart und Bodensee viel Raum gab, fehlt das Klischeehafte, das in der regionalen Natur- und Landschaftsfotografie so oft zu sehen ist – Steinhorst setzte vielmehr auf Motive, in denen Land und Leute im Spannungsfeld von Tradition und Fortschritt erscheinen. Seine Aufnahmen aus der Arbeitswelt, von Brauchtum und Festen, seine Ansichten von Architektur und Natur konzentrieren sich oft auf Erscheinungen am Rande des Geschehens, verraten ein Interesse an den kleinen Dingen, die oft übersehen werden. In der Wanderausstellung mit dem bezeichnenden Titel „Auf den zweiten Blick. Der Fotograf Hans Steinhorst (1928 – 1973)“ sind rund 100 Farb- und Schwarz-Weiß-Aufnahmen zu sehen, die zwischen 1965 und 1973 entstanden sind.
Museum "Narrenschopf" Bad Dürrheim, Im Kurpark, 78073 Bad Dürrheim, Tel.: 07726/64 92, Fax: 07726/977 602, eMail: j.schicht@narrenschopf.de
http://www.narrenschopf.de
Daheim in Europa. Formen von Europäisierung in der Region
30.08.2005 (seit: 20.07.2005), Ort: Rathaus Stuttgart
Das "neue Europa" ist mit der erfolgten Erweiterung der Europäischen Union Realität geworden. Und es hat dabei längst auch schon unseren Alltag erreicht. Aber ist die politische und "von oben" gewollte Konstruktion der EU auch schon "unten" angekommen? Fühlen wir uns tatsächlich "Daheim in Europa"?
Die von Studierenden des Tübinger Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft erarbeitete Ausstellung gibt dafür konträre Antworten. Denn gezeigt werden mit Städtepartnerschaften, mit Europaplätzen, mit dem
"europäischen Wettbewerb" für Schüler, mit dem "Europa von oben", dem "Europa von unten" und dem "Europa der Migranten" wichtige Formen von Europäisierung in der Region. Das dabei zur Diskussion gestellte Europa vor Ort ist jedenfalls ausgesprochen vielfältig. Doch so unsicher die Zukunft Europas im Moment auch scheinen mag, sie ist auch und gerade in der Region zu gestalten.
Die im Frühjahr 2004 im Ludwig-Uhland-Institut für Empirische Kulturwissenschaft gezeigte Ausstellung „Daheim in Europa. Formen von Europäisierung in der Region“ ist nun bis zum 30. August im Rathaus Stuttgart (1. Obergeschoss) zu besichtigen (Mo.-Fr. 9-17 Uhr). Sie wird in Kooperation mit dem Europa Zentrum Baden Württemberg gezeigt. Zu dieser Studienprojektausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen. Dieser kann bei der Tübinger Vereinigung für Volkskunde um € 12,-- bezogen werden.
Rathaus Stuttgart, Marktplatz (M) 1, 70173 Stuttgart
http://www.uni-tuebingen.de/uni/qvo/pm/pm2005/pm-05-72.html
"Hut ab!" Kopfbedeckungen von 1800 bis heute
14.08.2005 (seit: 13.03.2005), Ort: Kreismuseum Prinzeßhof in Itzehoe
Hüte, Hauben, Barette oder auch Helme boten Schutz vor Regen, Sonne und Feinden. Doch sie vermittelten auch Botschaften, wie die soziale Stellung ihrer Träger und die Mode der jeweiligen Zeit. Die Ausstellung bietet Einblicke in Gechichte und Herstellung der Kopfbedeckung.
Der Bogen der Sonderschau ist bis in die Gegenwart gespannt und stellt auch aktuelle Hutmodelle vor.
Kreismuseum Prinzeßhof, Kirchenstr. 20, 25524 Itzehoe, Tel.: 04821/64068, Fax.: 04821/747012, eMail: prinzesshof@freenet.de
http://www.kreismuseum-prinzesshof.de/ausstellungen.html
Heimatbilder Max Wentz fotografiert das Saargebiet 1920 - 1935
07.08.2005 (seit: 24.04.2005), Ort: Historisches Museum Saar
Der fotografische Nachlass von Max Wentz ist ein Schatz, der den Zweiten Weltkrieg und die Zeit danach fast unbeschadet überstanden hat. Und so bietet sich mit den etwa 200 zum erstenmal in einer Ausstellung gezeigten historischen Aufnahmen aus vielen Orten des heutigen Saarlandes die Chance, auch die eigene Vorstellung von Heimat zu überprüfen.
Historisches Museum Saar, Schlossplatz 15, 66119 Saarbrücken, Tel.: 0681/506-4501, Fax: 0681/506-4590, eMail: hms@hismus.de
http://www.historisches-museum.org/histor/sonder.asp
"Culture to go - Wie amerikanisch ist Tübingen?"
17.07.2005 (seit: 22.04.2005), Ort: Stadtmuseum im Kornhaus, Tübingen
Die Ausstellung behandelt das Thema der sog. kulturellen Amerikanisierung. In der Öffentlichkeit dominieren Besorgnis und Vorbehalte gegenüber Importen populärer Kultur aus den Vereinigten Staaten. Meldungen über das Leben im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" erregen immer wieder Kopfschütteln und stoßen auf Unverständnis. Doch die Faszination US-amerikanischer Populärkultur scheint ungebrochen. Amerika, das Sinnbild für Grenzüberschreitung im positiven wie im negativen Sinne, zieht die Blicke der Europäer auf sich wie kein anderer Ort der Welt, mit der wir uns kulturell austauschen. Die Ausstellung beleuchtet exemplarisch, wie man in Tübingen mit der sogenannten Amerikanisierung umgeht. Sie fragt, wie weit herkömmliche Sichtweisen die Rolle des "Amerikanischen" in der sich globalisierenden Gegenwartskultur noch treffen.
Der Ausstellung liegt die Metapher eines globalen Supermarkts zugrunde, betont wird der Aspekt der Selbstamerikanisierung, denn schließlich haben die Tübinger die Wahl – ähnlich wie im Supermarkt. Was US-Kultur so attraktiv macht, wird anhand verschiedener Themen in lokaler Spezifik gezeigt. In den Abteilungen des Supermarkts sind dafür stellvertretend ausgestellt: McDonald’s unter dem Gesichtspunkt der leichten Zugänglichkeit, Harley-Davidson als Mittel zur Selbstinszenierung, das Erleben von Emotionen in Hollywoodfilmen, die körperliche Erfahrbarkeit von Glauben in der Tübinger Offensiven Stadtmission (TOS), Basketball als Entertainment und vieles mehr.
Die Ausstellung wurde erarbeitet von einer Projektgruppe des Ludwig-Uhland-Instituts für Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Amerikanischen-Institut Tübingen (d.a.i.). Ein umfangreicher Begleitband unter dem Titel „Culture to go - Wie amerikanisch ist Tübingen? Aneignung von US-Kultur in einer globalisierten Welt“ ist im Buchhandel erhältlich.
Stadtmuseum im Kornhaus, Tübingen, Kornhausstraße. Tel. 07071/204-1711
http://www.tuebingen.de/1564_11968.html
"Maria - Königen der Polen" Annäherungen an die polnische Volkskunst
17.07.2005 (seit: 26.10.2004), Ort: Kloster Stift Heiligengrabe
Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Museum Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin erarbeitet und präsentiert vorrangig Objekte aus der Sammlung Gertrud Weinhold: "Das Evangelium in den Wohnungen der Völker".
Die Ausstellung entstand im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
Kloster Stift zum Heiligengrabe, Stiftsgelände, 16909 Heiligengrabe, Tel.: 033962/808-0, Fax: -30, eMail: klosterstiftzumheiligengrabe@t-online.de
http://www.klosterstrift-heiligengrabe.de
"anders – ähnlich – gleich?" Roma im Blick der Fotografen
15.07.2005 (seit: 20.04.2005), Ort: Instituts für Europäische Ethnologie der HU Berlin
Die Lebenswelten der Roma in Ungarn, Rumänien und der Moldau sind das Thema einer Fotoausstellung, entstanden als Gemeinschaftsprojekt des Hendrik-Kraemer-Hauses zusammen mit der Koordinierungsstelle Ostmittel- und Südosteuropa am Museum Europäischer Kulturen, Staatliche Museen zu Berlin und dem Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität Berlin. Gezeigt werden die Arbeiten von 11 Fotografen, die sich mit dem Thema auseinandersetzten. Neben Helge Lindau aus Deutschland sind es vor allem in Ungarn lebende Fotografen, die in der in Budapest erscheinenden Roma-Zeitschrift Amaro Drom publiziert haben oder in etnofoto.hu einem Verbund von Ethnologen und Fotografen zusammengeschlossen sind.
Eher unspektakulär lenkt die Reihe der Farb- und Schwarzweiß-Fotografien, unterbrochen von literarischen Texten der Roma selbst, den Blick des Betrachters auf den Alltag der Roma, der häufig in ähnlichen Bahnen verläuft wie der der anderen Ethnien in Ungarn, Rumänien und der Moldau. Von arm bis wohlhabend, von jung bis alt stellen die Fotos Menschen vor, deren Bedürfnisse, Vorlieben und Wunschvorstellungen sich nur unwesentlich von denen der Nicht-Roma (Gadje) in diesen Ländern unterscheiden. Dennoch scheinen in einigen der Porträts immer wieder auch die Folgen von Diskriminierung und sozialer Ausgrenzung seitens der Mehrheitsbevölkerung durch. Sie prägen den Alltag etlicher Roma-Gruppen bis heute einschneidend, Perspektiven eines Ausstiegs aus dieser Spirale von Marginalisierung und Armut ergeben sich für sie kaum.
Statt dokumentarischer Breite bietet die Ausstellung vielfältige Facetten aus den ganz unterschiedlichen Lebenswelten der Roma in Südosteuropa. In Begleitveranstaltungen im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaften (11.06.2005) und des Institutsfests (01.07.2005) werden verschiedene Aspekte noch vertieft bzw. zur (Podiums)Diskussion gestellt.
Instituts für Europäische Ethnologie der HU Berlin, Mohrenstraße 41 in 10117 Berlin (Nähe Gendarmenmarkt), Tel.: 030/84109260 (Ilona Fogarasi), eMail: andersaehnlichgleich@gmx.de
http://www2.hu-berlin.de/ethno/brett1.htm#foto
Unheimliche Orte / Himmel und Hölle
26.06.2005 (seit: 07.06.2005), Ort: Museum der Stadt Ratingen
Ausstellung mit den Künstlern Blalla W. Hallmann, Jan Knap, Irmel Droese, Felix Droese, Ulrike Zilly, Robert Hartmann und Arbeiten von Albrecht Dürer und seinem Umfeld
Museum der Stadt Ratingen, Peter-Brüning-Platz 1, 40878 Ratingen, Tel.: 02102/5504180-81, Fax: 02102/5509418
http://www.stadtratingen.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/stadtratingen.de/museum/sonderausstellungen_einzeldarstellung&cmd=list&Id==1
Renate Hoffmann Korth – Vom Schweigen der Bilder
26.06.2005 (seit: 07.06.2005), Ort: Museum der Stadt Ratingen
Der Untertitel der Ausstellung lautet Die Geste bewahren – Verhüllen und Enthüllen als Werkprozess, er kann als Programm verstanden werden.
Museum der Stadt Ratingen, Peter-Brüning-Platz 1, 40878 Ratingen, Tel.: 02102/5504180-81, Fax: 02102/5509418
http://www.stadtratingen.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/stadtratingen.de/museum/sonderausstellungen_einzeldarstellung&cmd=list&Id==3
Bunte Kannen – bunte Schüsseln. Töpferei des 19. Jahrhunderts aus Marburg
26.06.2005 (seit: 10.03.2005), Ort: Marburger Haus der Romantik
Schon seit dem 19. Jahrhundert war Keramik aus Marburg unter der Sammelbezeichnung Marburger Geschirr weithin bekannt. Mit dem Begriff definierte man beispielsweise um 1830 auf den Märkten des Frankfurter Raumes und der angrenzenden Wetterau explizit den Typ der aufgelegten Ware, ob sie nun aus Marburg kam oder eben nicht. Zu dieser Zeit waren die Marburger Produkte also schon so verbreitet, dass man sie auch im Sprachgebrauch als Gattungsbegriff verwendete. Eine lokale wie überregionale Verbreitung fand die in Marburg hergestellte Keramik durch einen florierenden Handel: Johann August Koch schrieb 1850 zum Handel mit dem Marburger Geschirr: Der größte Absatz desselben ist nach Hannover, Hamburg, die Ostsee-Provinzen etc., wohin jährlich an 3000 Centner versendet werden, die von da weiter zum Theil in die überseeischen Länder gehen. Insgesamt galt die Töpferei zeitweise als wichtigster Wirtschaftszweig im Marburg des 19. Jahrhunderts, da um 1840 – 1850 ca. 600 Menschen direkt von dem Gewerbe ernährt worden sein sollen.
Hier will das Ausstellungs- und Tagungsprojekt zur Marburger Keramik ansetzen. Eröffnet wird die Gesamt-Ausstellung am 10. März mit der Schau „Marburger Sozialgeschichte um 1800“ im Marburger Haus der Romantik (bis 26. Juni), Markt 16, Öffnungszeiten: Di – So 11 – 13 Uhr und 14 – 17 Uhr. Vom 1. Mai bis 26 Juni wird dann die Haupt-Veranstaltung die Ausstellung „Bunte Kannen – bunte Schüsseln. Töpferei des 19. Jahrhunderts aus Marburg“ im Universitätsmuseum für Kulturgeschichte im Marburger Landgrafenschloß dem Publikumsverkehr zugänglich gemacht. Im Anschluss werden beide Ausstellungen im Freilichtmuseum Hessenpark in Neuanspach gezeigt (24. Juli- 25. September). Öffnungszeiten: Di – So 10 – 18 Uhr. Im Juni 2005 finden begleitend die interdisziplinären Tagungen „Keramik und Landesgeschichte“ (4. 6. 2005) in Zusammenarbeit mit dem Verein für hessische Geschichte und Landeskunde im Fürstensaal im Landgrafenschloß und die Tagung „Dinge deuten und darstellen“ (am 17.-18. 6. 2005) in Kooperation mit dem Institut für Europäische Ethnologie/ Kulturwissenschaft, im Seminarraum im Landgrafenschloß, statt.
Marburger Haus der Romantik, Markt 16, Marburg
http://www.vhghessen.de/inhalt/aktuelles_keramik.htm
“Soundscapes – Würzburger Klangräume”
17.06.2005 (seit: 04.04.2005), Ort: 4-29.4.: Bücherei im Bahnhof, Veitshöchheim / 2.5.-17.6.: Neue Universität am Sanderring, Würzburg
Autonomes Kulturzentrum, Musikhochschule, Mainfranken Theater, Africa- Festival, Kirchenmusik, Klanggarten, Lokalradios … – mit der Vielseitigkeit des Würzburger Musiklebens beschäftigten sich im WS 2003/04 Studenten der Volkskunde und Musikwissenschaft im Rahmen eines interdisziplinären Ausstellungsprojekts. Dabei reicht das Spektrum von den repräsentativen Musikkulturen der Kirchen, der Residenz und des Theaters über die öffentliche und private Musikausbildung, die unterschiedlichen Formen traditionellen und häuslichen Musizierens bis zu alternativen Jugendszenen, zur Musik auf Straßen und Plätzen, zur medialen Vermittlung von Musik und kommerziellen Musikhandelsstrukturen. Die Ausstellung zeichnet anhand ausgewählter Fallbeispiele nach, wie sich Würzburgs städtische Musikkultur entwickelt hat, welche Faktoren, Institutionen und Initiativpersönlichkeiten prägend waren und welche sozialen, gesellschaftlichen sowie politischen Funktionen die Musik erfüllte bzw. immer noch erfüllt.
Der 80seitige bebilderte Begleitband ist für 3 € zu beziehen über: Universität Würzburg, Lehrstuhl für Europäische Ethnologie / Volkskunde, Am Hubland, 97074 Würzburg oder Institut für Musikwissenschaft, Residenzplatz 2a, 97070 Würzburg.
http://www.uni-wuerzburg.de/germanistik/vk/projekte/soundscapes.html
"Auschwitz-Birkenau - die internationalste und größte aller Tötungsfabriken"
05.06.2005 (seit: 08.05.2005), Ort: Städtisches Museum Braunschweig
52 Bilder erzählen die Geschichte des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau: Noch bis Freitag, 26. September kann man die Ausstellung "Auschwitz-Birkenau - die internationalste und größte aller Tötungsfabriken" im Ratssaal sehen, die auf Einladung der Initiative WIR und der Stadt in Tönisvorst halt macht. Begleitend zur Ausstellung gibt es eine Broschüre, in der die vollständigen Bildunterschriften und einige Bilder abgedruckt sind. Die Broschüre ist für sechs Euro in der Stadtbücherei und im Bürgerbüro in der Bahnstraße erhältlich. Darüber hinaus werden auch Führungen angeboten.
Städtisches Museum Braunschweig, Am Löwenwall, DE-38100 Braunschweig, Tel.: 0531/470-4505, Fax: 0531/470-4555
http://www.google.de/url?sa=U&start=7&q=http://www.toenisvorst.de/kommunen/toenisvorst/presse.nsf/w_suche/A0443658CABAF75FC1256DA9003EF401%3FOpen&e=9833
“… und wir hörten auf, Mensch zu sein. Der Weg nach Auschwitz im Spiegel der Sammlung Wolfgang Haney“
05.06.2005 (seit: 08.05.2005), Ort: Museum Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin
Eine Ausstellung des Bundesarchivs - Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte, Rastatt
Auschwitz ist zum Synonym für die Vernichtung der europäischen Juden durch die Nationalsozialisten geworden. Der Sammler Wolfgang Haney (Berlin) hat sich durch seine Auschwitz-Sammlung, die mit 500 Exponaten einen Teil seiner über 7000 Objekten umfassenden Holocaust- und Ghetto-Sammlung präsentiert, dem Thema des Lebens und Sterben in diesem Arbeits- und Vernichtungslager angenommen.
Teile dieser Auschwitz-Sammlung werden nun in einer Wanderausstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Sonderausstellung skizziert mit Bekanntmachungen und Wandanschlägen der deutschen Besatzungsmacht in Polen den Anfang des Weges nach Auschwitz. Karikaturen verweisen auf den gezielt geschürten Antisemitismus. Briefe, Postkarten, Pakete, Überstellungsbefehle, Geld- und Gutscheine, eine Bordellkarte, ein selbst gebasteltes Feuerzeug, KZ-Kleidung, Zyklon B-Behälter, Ausbruchs- und Todesmeldungen dokumentieren den Lageralltag, das Leiden und die Massenvernichtung in Auschwitz.
Diese Ausstellung wird ebenfalls anlässlich des Berliner Themenjahres „Zwischen Krieg und Frieden“ gezeigt. Sie wurde als zweisprachige deutsch-polnische Wanderausstellung von der Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte in Rastatt (Bundesarchiv) konzipiert und wird in mehreren deutschen und polnischen Städten zu sehen sein.
Dazu erscheint ein Katalog im Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn, der neben Aufsätzen die Auschwitz-Sammlung Haneys dokumentiert. (24,90 EURO).
Museum Europäischer Kulturen, Im Winkel 6/8, Berlin – Dahlem, Tel.: 030/83901-287, Fax: 83901-285, eMail: mek@smb.spk-berlin.de, www.smb.museum
"an/sammlung - an/denken" Die Nachlässe der Villa Freiland im Dialog mit zeitgenössischer Kunst
05.06.2005 (seit: 18.03.2005), Ort: Österreichisches Museum für Volkskunde
Ein Ausstellungsprojekt von Cornelia Meran gemeinsam mit dem Salzburger Museum Carolino Augusteum und dem Österreichischen Museum für Volkskunde im Rahmen des Projekts "Alltagskultur seit 1945".
Eine Villa aus der Zeit der Jahrhundertwende mit reichlich Inventar: man hat den Eindruck, seit 1880 wäre nichts mehr weggeworfen worden.
Das Resultat: eine ungewöhnliche Ansammlung gewöhnlicher Dinge, die Zeugnis geben von Alltag und Festen, Krieg und Frieden, Handwerk, Kulturleben, Reisen ...
Darüber hinaus erzählen die Dinge von Geschichten, mit denen sie "aufgeladen" sind und den Versuchen, das Leben in ein System zu bringen. Die Objekte existieren fast immer in Serie, als Variation eines Themas über die letzten 100 Jahre.
"Was man noch einmal brauchen kann" steht neben "was mich an x erinnert" und wirft die Frage auf wie man es denn selber hält mit Aufbewahren und Wegwerfen, Einordnen und Archivieren.
Sieben Künstlerinnen waren im Haus eingeladen, um mit den Dingen zu arbeiten und etwas der Verführungskraft von vergangener Alltagswelt und gegenwärtigen Verfallszuständen entgegenzusetzen :
Ricarda Denzer, Helmut und Johanna Kandl, Gerhard Treml, Christian Beaurouvre, Vibeke Jensen, Kurt Kaindl und Herman Seidl zeigen Fotografie, Video und Installationen.
Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, A-1080 Wien, Tel.: +43/1/406 89 05, Fax: +43/1/408 53 42, E-mail: office@volkskundemuseum.at
http://www.volkskundemuseum.at/ausstellung/frame_voran.htm
"Feinkost auf Halde" Fayence, Porzellan und die Industrialisierung in Coburg
03.06.2005 (seit: 28.04.2005), Ort: Ämtergebäude (Steingasse 18, Coburg)
Ein repräsentativer Querschnitt durch den umfangreichen Depotbestand an Fayencen, Porzellanen und Steinzeug des Stadtmuseums Coburg wird im Spiegel der Geschichte der Keramischen Industrie von Coburg Stadt und Land präsentiert.
Stadtmuseum Coburg, Rathaus-Foyer, Markt 1, Coburg, T: (09561) 89-2404, F: 89-2039, Hubertus.Habel@coburg.de
http://www.coburg.de/kultur
"Von Bienen und Menschen"
16.05.2005 (seit: 16.04.2005), Ort: Leineweber- und Trachtenmuseum Rheda
Eine Ausstellung über Bienenzucht und Honigwirtschaft im Leineweber- und Trachtenmuseum Rheda
Die kleine Sonderausstellung "Von Bienen und Menschen" wurde vom Heimatverein Rheda e.V. erstellt und ist vom 16. April bis zum 16. Mai im Leinewebermuseum, Kleine Straße 11, in Rheda zu sehen. Die Ausstellungsmacher Norbert Ellermann und Martin Wedeking führen an jedem Sonntag um 15 Uhr durch die Ausstellung. Wer auch noch historische Fotos oder alte Dinge rund um Bienen und Honig hat, kann sich gerne bei ihnen unter der Emailadresse museum-rheda@arcor.de melden.
Leineweber- und Trachtenmuseum Rheda, Kleine Straße 11, 33378 Rheda-Wiedenbrück, Tel. 05242/47335
Die lange „StundeNull“ - Coburg zwischen amerikanischer Besetzung und Entnazifizierung
11.05.2005 (seit: 11.04.2005), Ort: Stadtmuseum Coburg
Am 11. April 1945 besetzte die US-Armee Coburg und am 11. Mai 1945 setzte die amerikanische Militärregierung den kommissarischen Oberbürgermeister, Alfred Sauerteig, der noch von den Nationalsozialisten eingesetzt worden war, wegen seiner Mitgliedschaft in der NSDAP ab. Die Ausstellung spiegelt anhand von Originalexponaten und Fotos aus der Zeit diesen Prozess des Zusammenbruchs und Neuanfangs der sogenannten „Stunde Null“ in den Coburger Ereignissen. Da die Weltöffentlichkeit seinerzeit den Fall der vormaligen „Hochburg des Nationalsozialismus“ aufmerksam beobachtete, wird auch dieser Aspekt präsent sein.
Stadtmuseum Coburg, Rathaus-Foyer, Markt 1, Coburg, T: (09561) 89-2404, F: 89-2039, Hubertus.Habel@coburg.de
http://www.coburg.de/kultur
„Es ist etwas Schönes und Erhabenes um diese Berge.“ - Die Alpenbegeisterung in Bil-dern des 19. Jahrhunderts
08.05.2005 (seit: 27.02.2005), Ort: Museum Burg Linn
Im Mittelpunkt stehen Bildwerke aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, die damals von zum Teil ganz bekannten Künstlern angefertigt wurden, und zwar für ein breites Publikum in hohen Auflagen. Diese Bilder haben keinen hohen künstlerischen Anspruch gehabt, sie hängen nicht in den Museen und werden von der Kunstgeschichte meist mit Verachtung gestraft. Sie wurden für den Geschmack der Massen hergestellt, und sie gelten heute noch als „kitschig“ und deshalb wertlos. Dies kann aber nicht an der Tatsache ihrer massenweisen Herstellung und Verbreitung vorbeiführen. Interessanterweise entstanden die Vorbilder für die Massenware aber innerhalb der akademischen Landschaftsmalerei. So gibt es beispielsweise enge Beziehungen zwischen der Düsseldorfer Kunstakademie und der Malerei in den Schweizer Alpen. Dies bedeutet wiederum, dass sich mitunter recht quali-tätvolle Werke finden lassen, die damals auf Ausstellungen von Kunstvereinen und Akademien zu finden waren und die im 19. Jahrhundert offenbar einen hohen Stellenwert genossen. Jedoch sind die Informationen über die meisten Werke und deren Urheber heute verloren gegangen.
In bürgerlichen Kreisen war es damals üblich, Reisen in die Schweiz zu unternehmen, um sich zu erholen und die Landschaft zu genießen. Natürlich reisten auch Krefelder dorthin, wie einige Reiseberichte aus dem Krefelder Stadtarchiv bezeugen. Wer es sich leisten konnte, kam mit einem Ölbild nach Hause oder konnte gar eines in Auftrag geben. Dies galt nicht nur der Erinnerung, sondern war auch repräsentativer Ausdruck bürgerlichen Selbstverständnisses.
Die Bilder hingen in den Wohnstuben und Salons zunächst der großbürgerlichen Gesellschaft, später in den Wohnzimmern auch der kleinen Leute. Wer kennt nicht den berühmten röhrenden Hirsch oder das Landschafts-bild über dem Sofa – ein Phänomen, das sich ja bis heute hält, immerhin kulturgeschichtlich eine Folge der Ent-wicklung des 19. Jahrhunderts. Zu beachten ist, dass das Ölbild immer schon als höherwertig eingestuft wurde und wohl auch teurer war als die ebenfalls in massenhaften Auflagen hergestellten Druckgrafiken.
Wer produzierte diese Bilder, wer erwarb sie und zu welchem Zweck? Diese und weitere Fragen verfolgt die Ausstellung, die damit bewußt keine kunsthistorische, sondern eine kulturgeschichtliche Ausstellung sein will.
Museum Burg Linn, Rheinbabenstr. 85, 47809 Krefeld-Linn, Tel.: 02151-570036, Fax: 02151-571972, eMail: ce.reichmann@t-online.de
Zur Schau gestellt - Ritual und Spektakel im ländlichen Raum
02.05.2005 (seit: 04.11.2004), Ort: Feilichtmuseum Domäne Dahlem
„Jahrmarkt, Schützenfest, Zirkus und Puppentheater“ – Attraktionen, oft gar Jahreshöhepunkte, welche die Menschen seit je her begeistert haben! Mit greller Aufmachung, schreienden Ankündigungen und „einzigartigen“ Präsentationen wurden die Menschen in Stadt und Land herbeigelockt, in eine bunte Welt entführt und nicht selten verzaubert. Doch an dem, wovor uns graut und was uns magisch anzieht, merken wir deutlich, wie die Zeit uns verändert.
Denn „Zur Schau gestellt“ wurden auch ganz andere Dinge: Nicht nur im finsteren Mittelalter, sondern bis weit ins 19. Jahrhundert reisten die Menschen von weither und in Scharen zu öffentlichen Hinrichtungen heran. Ebenfalls heute unvorstellbar, doch bis in die dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts die Sensation auf den Jahrmärkten: „Abnormitätenschauen“ der Jahrmärkte, „Haarmenschen“, „kolossale Frauen“, „Riesen und Zwerge“, „Rumpfmenschen“ und „Bartfrauen.“
Schwelgen Sie in Ihren Erinnerungen! Betreten Sie eine teils versunkene, teils bis heute lebendige Welt! Schlendern Sie durch das Zirkuszelt mit seinen Künstler-Requisiten, die einstmals im Mittelpunkt dramatischer Aufführungen standen! Klettern Sie in den Autoscooter, bestaunen Sie die Vielfalt der Puppenspieler und schaudern Sie beim Anblick von Richtblock und -beil!
Geschichte zum Anfassen wird hier geboten, für jedes Alter. Wenn es dann einmal ganz gruselig wird in der Schaubude, dann gehört auch dies zur Botschaft dieser Ausstellung: Menschen in früheren Jahrhunderten haben anders empfunden als wir, und niemand ist näher am Puls der Zeit als die Schaustellerei.
Mehr als 250 Objekte aus ganz Deutschland sowie zahlreiche Foto- und Plakatreproduktionen lassen eine bunte Vergangenheit wiedererstehen!
Zur Ausstellung ist ein umfangreicher und reich bebildeter Katalog erschienen: Zur Schau gestellt : Ritual und Spektakel im ländlichen Raum / Karl-Heinz, Ziessow , Uwe Meiners [Hrsg.]. Cloppenburg, 2003. 388 S., ISBN 3-923675-90-9.
Feilichtmuseum Domäne Dahlem, Königin-Luise-Straße 49, 14195 Berlin, Tel.: 030/6663000, Fax 030/8316382, eMail: kontakt@domaene-dahlem.de
http://www.stadtmuseum.de/index3.php?museum=dd&id=175
„Jahreszeiten“ – Fotografie und Haiku
01.05.2005 (seit: 20.03.2005), Ort: Freilichtmuseum an der Glentleiten, Großweil
Das Thema Kulturlandschaft bestimmt die Saison 2005 des Freilichtmuseums an der Glentleiten. Durch Sonderausstellungen und Veranstaltungen zieht sich wie ein grüner Faden die Frage nach den verschiedenen Aneignungsformen von Natur und Umwelt und deren Bedeutung für den Menschen.
Den Anfang macht eine Fotoausstellung, die der Münchner Fotograf Bjarne Geiges zeigt, der nach seiner Ausbildung an der Berliner Fotoschule lange Jahre in der Werbefotografie arbeitete. Inzwischen nutzt er seine Fertigkeiten im Sinne der darstellenden Fotografie zur Dokumentation der Wirklichkeit, so wie er sie vorfindet.
Indem er seinen Blick auf das Einfache und Unspektakuläre richtet, gewinnt er vertrauten Motiven unserer alltäglichen Umwelt neue Seiten ab. In anspruchsvoller Reduktion halten die Schwarz-weiß Fotos Geiges Wahrnehmung eines Augenblicks fest und laden ein, genau diesen subjektiven Blick nachzuvollziehen. Das wird unterstützt durch die Kombination der Bilder mit jeweils drei Zeilen Text, einem japanischen Kurzgedicht, „Haiku“ genannt. In ihrer Ausrichtung auf möglichst große Einfachheit und Bildhaftigkeit des sprachlichen Ausdrucks nehmen diese Texte den Minimalismus der Fotografien auf, stützen und interpretieren die Bildaussagen. Ausdrücklich möchte Geiges auch seine Aufnahmen als Haiku verstanden wissen, sind sie doch ebenso konzentriert und auf das Wesentliche reduziert wie seine Texte.
Die Bildinhalte stammen aus der Natur und halten alltägliche Momente fest, die sich eindeutig in den Zeitablauf der Jahreszeiten einordnen lassen. Zusammen mit den Texten rufen sie mit diesen Zeiten in Verbindung stehende Bild- und Gedankenzusammenhänge hervor und laden den Betrachter ein, zur Ruhe zu kommen. Das Ausstellungsplakat zeigt eine rätselhaft anmutende, noch fast ganz geschlossene Blüte mit dem Text „Die Zeit der Blüten, schöne Überraschungen bringt sie jedes Jahr“.
Freilichtmuseum an der Glentleiten, An der Glentleiten 4, 82439 Großweil, Tel.: 08851/1850, Fax: 08851/18511, eMail: Freilichtmuseum@glentleiten.de, www.glentleiten.de
"Heidi - Mythos, Marke, Medienstar"
27.04.2005 (seit: 07.11.2004), Ort: Historisches Museum, Saarbrücken
... Die neue Sonderausstellung des Historischen Museums Saar setzt sich mit dem Mythos „Heidi“ auseinander und präsentiert auf unterhaltsame Weise ihre Erfolgsgeschichte von der literarischen Vorlage über die Filme bis zur touristischen Vermarktung. In den unterschiedlichen medialen Darstellungen der Figur während der letzten 120 Jahre spiegeln sich die jeweiligen Epochen und Kulturen wider.
Anders als bei "Fräulein Rottenmeier" darf in der vom volkskundlichen Seminar der Universität Zürich konzipierten Ausstellung fast alles angefasst werden. Eine begehbare Schneekugel vermittelt Eindrücke von der heilen Welt, die viele in der Geschichte von Johanna Spyri zu finden hoffen. Kinder haben Gelegenheit, „Heidis“ Universum mit allen Sinnen zu erforschen. Sie können beispielsweise ihre Schubladen und Koffer öffnen und in ihr Heubett steigen. ...
Historisches Museum Saar, Schlossplatz 15, 66119 Saarbrücken, Tel.: 0681/506-4501, Fax: 0681/506-4590, E-Mail: hms@hismus.de
http://www.historisches-museum.org/histor/sonder.asp
Gegenübergestellt: historisches und modernes Kunsthandwerk
24.04.2005 (seit: 11.03.2005), Ort: Heimatmuseum Reutlingen
Gebrauchsgegenstände sind nicht nur funktional, sondern auch formschön gestaltet. Dreizehn Künstlerinnen der GEDOK Reutlingen haben sich von Alltagsobjekten aus den Beständen des Heimatmuseums Reutlingen inspirieren lassen: durch Form, Material oder Verwendungszweck. Den historischen Objekten stellen sie eigene Arbeiten in Metall, Glas, Ton, Stoff und Zelluloid gegenüber. Die spannende Begegnung von historischen und zeitgenössischen Ausdruckformen lädt zum vergleichenden Sehen ein.
Heimatmuseum Reutlingen, Oberamteistrasse 22, 72764 Reutlingen, Tel.: 07121/303-2050. eMail: heimatmuseum@reutlingen.de
Weitere Informationen von 'Maxx Reutlingen'
"Blechspielzeug aus Opas alter Kiste"
24.04.2005 (seit: 01.11.2004), Ort: Kreismuseum Prinzeßhof (Itzehoe)
Historisches Blechspielzeug ist quasi ein Miniatur-Gedächtnis technischer Entwicklungen. Es ist ein kind der industriellen Revolution. Vor dem ersten Weltkrieg stieg das deutsche Reich zum führenden Hersteller auf. Ende der 1960er Jahre verdrängte Plastikspielzeug die Blechkreationen langsam vom Markt.
Kreismuseum Prinzeßhof, Kirchenstr. 20, 25524 Itzehoe, Tel.: 04821/64068, Fax: 04821/747012, eMail: prinzesshof@freenet.de
http://www.kreismuseum-prinzesshof.de
"Kasimir & Co. - Marlene Reidel – Bilder Bücher"
17.04.2005 (seit: 18.02.2005), Ort: Gäubodenmuseum Straubing
Anlässlich des achtzigsten Geburtstages widmeten die Museen der Stadt Landshut der in Landshut 1923 geborenen Malerin, Illustratorin und Kinderbuchautorin Marlene Reidel eine umfangreiche Retrospektive, die zu den Höhepunkten der 800 Jahrfeierlichkeiten der Stadt Landshut im Jahr 2004 zählte. Die Ausstellung würdigte Marlene Reidel als Malerin, Sammlerin, Illustratorin und vielfach ausgezeichnete Kinderbuchautorin. Teile dieser Ausstellung sind ab 18. Februar 2005 im Gäubodenmuseum Straubing zu sehen, wobei der Schwerpunkt auf den von Marlene Reidel geschaffenen Kinderbüchern liegt, sind es doch gerade diese mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichneten Arbeiten, die den Ruf von Marlene Reidel von Niederbayern bis nach Amerika, England, Spanien und Korea trugen.
Während die ersten Bilderbücher von Marlene Reidel für die eigenen, insgesamt sechs Kinder als Unikate im Kartoffeldruck entstanden, erlaubt ab Mitte der 1950er Jahre - angeregt durch den Verleger Georg Lentz - die Umsetzung im Linoldruckverfahren den Schritt auf den Buchmarkt mit bis zu 750 Exemplaren. Mit dem Offsetdruck setzt schließlich die weite Verbreitung der Bilderbücher ein, deren Bekanntheitsgrad seit den 1970er Jahren durch Verfilmungen gesteigert wurde.
Transportierten die Bücher am Anfang familiäres Erzählgut und Kindheitserlebnisse, traten eigene Erzählungen zunehmend in den Vordergrund. Die bekannteste Person von Marlene Reidels ist sicherlich Kasimir. Fernweh, neue Länder – magisch zieht es ihn hinaus in die Welt. Nachts steigt er auf den Mond und schon geht’s los: Nach New York und die entferntersten Erdteile. Auf Kasimir folgen viele Kompagnons. Mädchen und Buben wie Antonia und Erich, Anna und Lorenz, Lina und Franz. Sie entführen große und kleine Betrachter und Leser in das Land der Phantasie.
Dieses von Marlene Reidel im Bilderbuch festgehaltene Land der Phantasie rückt das Gäubodenmuseum in den Vordergrund der Ausstellung „Kasimir Co. - Marlene Reidel - BilderBücher“.
Zur Ausstellung im Gäubodenmuseum liegt der von den Museen der Stadt Landshut herausgegebene, reich bebilderte Katalog (368 S.) zum Preis von 32.- € zum Kauf auf.
Gäubodenmuseum Straubing, Fraunhoferstr. 9, 94315 Straubing, Tel.: 09421 / 9741-10, Fax: 09421 / 9741-29, eMail: gaeubodenmuseum@straubing.de
"Burgen, Geheimgänge und Zauberei - 4000 Jahre Sicherheit"
10.04.2005 (seit: 03.02.2005), Ort: Museum für Kommunikation Hamburg
Die Ausstellung der Initiative für aktiven Einbruchschutz geht der kulturgeschichtlichen und sozialwissenschaftlichen Bedeutung von Schutz und Sicherheit im Wandel der Geschichte nach. Von der Chinesischen Mauer bis zur Hightech-Sicherheit von heute: Anhand von authentischen Exponaten, Illustrationen und Modellen zur Darstellung menschliche Aktivitäten, das eigene Hab und Gut zu schützen, bietet die Ausstellung eine Rundreise entlang der interessantesten „Meilensteine“ von 4000 Jahren Sicherheit.
Ein interaktiver Alarmparcours, ein begehbarer Geheimgang, Schlüssel die Geschichte(n) erzählen und amüsante Anekdoten sorgen u. a. für die lebendige, informative und familienfreundliche Darstellung des Themas.
Zu sehen sind markante Beispiele aus aller Welt: Schutzrituale und Modelle imposanter Befestigungsanlagen, Geheimsprachen und raffinierte technische Entwicklungen im Spiegel der Jahrhunderte. Ein Blick in die Zukunft verrät die Möglichkeiten der Sicherheitstechnik von morgen.
Museum für Kommunikation Hamburg, Gorch-Fock-Wall 1, 20354 Hamburg, Tel.: 040/357636-0, Fax: 040/357636-20, eMail: mk.hamburg@mspt.de
http://www.museumsstiftung.de/hamburg/ausstellungsflyer.pdf
"Nachts - Wege in andere Welten"
10.04.2005 (seit: 19.11.2004), Ort: Historisches Museum Hannover
Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kulturanthropologie/Europäische Ethnologie der Georg-August-Universität Göttingen
Nachts – dieses Wort öffnet das Tor zu einer anderen Welt: Unterschiedlichste Vorstellungen und Erwartungen steigen auf, intensive Gefühle und Erinnerungen werden wach. Die Nacht ist eine friedliche Phase der Entspannung, der Geborgenheit. Doch kann sie zugleich Unbehagen und Ängste entfachen. Bis heute beeindruckt und beeinflusst die „andere Seite des Tages“ den Menschen, obwohl sie als Erfahrungsraum in ihrer ursprünglichen Form kaum noch wahrgenommen wird – mit dem Einsatz von immer stärkerem künstlichem Licht ist die Nacht quasi abgeschafft worden.
Entdecken Sie die Nacht neu: Die Ausstellung Nachts – Wege in andere Welten offenbart Ausschnitte aus der reichen Kulturgeschichte der Nacht. Fünf große Themenbereiche rücken das Phänomen Nacht in das Bewusstsein der Besucher. So zeigt die Kosmische Nacht eine Grunderfahrung des Menschen: Seit jeher regt der Sternenhimmel zur wissenschaftlichen, künstlerischen und astrologischen Beschäftigung an. Ebenso fasziniert das Dunkel : Ohne optische Wahrnehmung erlebt der Mensch seine Umgebung intensiv mit anderen Sinnen. Umgeben von Finsternis werden aber nicht nur schöne Phantasien, sondern auch Furcht einflößende Nachtwesen zum „Leben“ erweckt. Der Volksglaube weiß von sagenhaften Begegnungen und besonderen Nächten zu berichten. Licht hingegen bändigt diese geheimnisvolle Stimmung. Beleuchtung prägt das Leben des Menschen, mittels Lampen beherrscht er die Nacht und kann zur dunklen Tageszeit Nachtaktiv sein: als vergnügter „Nachtschwärmer“, aber auch als angestrengter Nachtarbeiter. Doch während die einen die Nacht zum Tage machen, geben sich die anderen der Nachtruhe hin. Einschlafen, Träumen, Aufwachen – die Ausstellung präsentiert vielfältige Alltagsgegenstände rund um den Schlaf aus Vergangenheit und Gegenwart.
Historisches Museum Hannover, Pferdestraße 6, 30159 Hannover, Tel.: 0511 - 168 44063, Fax: 0511 - 168 45003, eMail: Kathrin.Umbach@Hannover-Stadt.de (Öffentlichkeitsarbeit)
http://www.hannover.de/deutsch/kultur/museen/mus_mus/mus_all/mus_hist/himaktue/himusson/nachtswe.htm2005
„Frühling im Herbst - Wiosna jesienią
03.04.2005 (seit: 14.01.2005), Ort: Historisches Museum der Stadt Danzig
, - Le printemps en automne“
Vom polnischen November zum deutschen Mai. Das Europa der Nationen 1830-1832. Eine Ausstellung des Museums Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin in Verbindung mit dem Bundesarchiv – Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte.
,sk/Danzig, Historisches Museum der Stadt Danzig, Uphagen-Haus. 14
"Affe, Clown und Co. - Historisches Blechspielzeug
20.02.2005 (seit: 27.11.2004), Ort: Schwäbisches Volkskundemuseum Oberschönenfeld
Die ersten Blechspielzeuge waren von Hand gefertigt. Spengler stellten kleine im Haushalt übliche Blechgeräte für Puppenhäuser her. Nach 1870 im Zuge der Industrialisierung entstanden die ersten auf Blechspielzeug spezialisierten Fabriken, die mittels Dampfkraft betriebene Maschinen einsetzten. Ab 1890 setzte sich die Offset-Lithographie durch, und das Blech konnte maschinell mehrfarbig bedruckt werden. Zur gleichen Zeit wurde mechanisches Blechspielzeug gebaut, dessen Bewegbarkeit den Spielvorgang noch interessanter machte. Der Serienproduktion von Blechspielwaren stand nichts mehr im Weg. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert veränderte der technische Fortschritt das gesamte Alltagsleben. Die Spielzeughersteller schufen nach den Vorbildern der jeweils neuesten technischen Erzeugnisse wie der Eisenbahn oder dem Automobil moderne Spielzeuge. In der Freizeit konnten mehr und mehr Menschen reisen, in Vereinen Sport treiben und Tiergärten, Jahrmärkte und exotische Schauen besuchen. So erschienen bald Blechspielzeuge in Form von Zirkusclowns, exotischen Tieren und fremdartig gekleideten Menschen. Ein großer Teil der Bevölkerung konnte sich das Blechspielzeug mit häufig aufwändiger Mechanik nicht leisten. Für Kinder erschwinglich war das sogenannte Pfennigspielzeug. Diese kleinen Figuren in unüberschaubarer Motivvielfalt wurden zu einem geringen Preis in hohen Stückzahlen produziert. Eine Maus mit Uhrwerk kostete um 1930 z.B. 40 Pfennige. Bunt bemaltes oder bedrucktes Spielzeug aus Blech fand sich noch bis Anfang der 1970er Jahre häufig in Kinderzimmern. Seit den fünfziger Jahren verdrängten Kunststoffe mehr und mehr das Material Blech. Heute sind Blechspielzeuge begehrte und teilweise sehr kostspielige Sammlerobjekte.
Die Ausstellung, die aus ca. 200 Objekten einer privaten Sammlung besteht, bietet einen umfassenden Überblick über die Vielfalt der Blechspielzeuge aus dem Zeitraum von 1910 bis 1960.
Schwäbisches Volkskundemuseum Oberschönenfeld, Oberschönenfeld, 86459 Gessertshausen, Tel.: 08238/3001-0, Fax: 08238/3001-10, eEail: verwaltung@schwaebisches-volkskundemuseum.de
http://www.schwaebisches-volkskundemuseum.de/000000956f1163c11/000000956f116d014/index.htm2005
"Schritte in die Ewigkeit" Leben, Leiden und Sterben in den Hochkulturen Südamerikas
13.02.2005 (seit: 05.12.2004), Ort: Niederrheinisches Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte e.V.
Das Ziel dieser Ausstellung ist es, Leben, Leiden, Tod und Jenseits-Vorstellungen der frühen peruanischen Hochkulturen sichtbar und verständlich zu machen. Hierbei soll die eindrucksvolle, plastische Darstellung ihrer Vorstellungswelt das Leitmotiv sein. Die Bildersprache der aus ungezählten Grabungsfunden stammenden Objekte aus Terrakotta, aus Stein Textil und Metall ist so ausdrucksstark, daß trotz fehlender Schrift der frühen Anden-Völker heute ein recht klares Bild von ihrem Leben, ihrem Leiden und ihrer Religiosität besteht.
Die archäologische Forschung, die in Peru erst sehr spät einsetzte, hat vor allem in den letzten 20 Jahren nicht zuletzt auch durch die Mitwirkung interdisziplinärer und internationaler Forschergruppen viele neue Erkenntnisse gewonnen. Durch neue, zum Teil spektakuläre Funde wird erst nach und nach das gigantische Ausmaß ihrer Städte und Heiligtümer sichtbar.
In der Ausstellung befinden sich 250 überwiegend keramische Objekte aus den Frühkulturen Südamerikas. Foto- und Texttafeln geben einen thematischen Überblick zu Themen der altindianischen Mythologie, zu Mentalität und Denkweisen der frühen Gesellschaften von ca. 1.500 vor Christi bis zur Ankunft der Spanier.
Die Schirmherrschaft hat S.E. D. Carlos Higueras, der Botschafter Perus in Deutschland, übernommen.
Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog.
(Sammlung Ernst J. Fischer)
Niederrheinisches Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte e.V., Hauptstraße 18, 47623 Kevelaer,
Tel.: 02832/9541-0, Fax: 02832/954144, eMail: info@niederrheinisches-museum-kevelaer.de
http://www.niederrheinisches-museum-kevelaer.de/
"Bilderlust und Gaumenfreuden. Historische Gebäckmodel"
13.02.2005 (seit: 26.11.2004), Ort: Reutlingen
Gemodeltes Gebäck gab es früher nur zu besonderen Gelegenheiten. Lebkuchen, Springerle und Zuckerwerk aus Marzipan und Tragant verschenkte man bis ins 19. Jahrhundert bei allen Festen und Bräuchen im Jahres- und Lebenslauf. Die süssen Bilder, die dem Anlass entsprechend ausgewählt wurden, zeigten kostbar gekleidete Damen und Kavaliere, Wickelkinder, Reiter, Tiere, Wappen und vieles mehr. Durch teure Zutaten wie Zucker, exotische Gewürze, Mandeln oder Rosenwasser waren die gebackenen Bilder gleichzeitig eine äußerst kostbare Gaumenfreude, die sich lange Zeit nur Adel, Klerus und das gebobene Bürgertum leisten konnten. Die Ausstellung "Bilderlust und
Gaumenfreuden" im Heimatmuseum Reutlingen präsentiert vom 16. November 2004 bis zum 13. Februar 2005 den eindrucksvollen Bilderschatz der Gebäckmodel mit den schönsten Stücken aus der Sammlung Christa Fischer. Besonderes Highlight sind insbesondere die künstlerisch hochwertigen Einzelfiguren. Nach historischen Vorlagen detailgetreu bemalte Abformungen ergänzen die Formen aus fünf Jahrhunderten. Erstmals zeigt die Ausstellung auch einen umfassenden Überblick zu Modeln mit Reutlinger Motiven. In der ehemaligen Reichsstadt haben sich aus traditionsreiche Konditoreien und Cafés sowie aus Privatbesitz Gebäckmodel erhalten, die mit lokaken Motiven wie Achalm, Lichtenstein oder der Stadtsilhouette bis heute ein beliebtes Weihnachtsgebäck geblieben sind.
Heimatmuseum Reutlingen, Oberamteistrasse 22, 72764 Reutlingen, Tel.: 07121/3032050, Fax: 07121/3032768, eMail heimatmuseum@reutlingen.de
http://os-cms.reutlingen.de/maxx/maxx_event_details.oscms?EventID=1822
Abgefahren. Vom „Tröpfler“ zur digitalen Modelleisenbahn
13.02.2005 (seit: 14.11.2004), Ort: Historisches Museum Bielefeld
Die Geburtsstunde der heutigen Modelleisenbahn schlug auf der Leipziger Messe 1891, wo die Firma Märklin ein komplettes Schienensystem vorstellte. Auf sie geht auch die bis heute gültige Normierung der Spurweiten zurück.
Seither durfte die Modelleisen-bahn unter kaum einem Weihnachtsbaum fehlen. Seit 1927 gab es den Transformator-betrieb für die elektrische Spielzeugeisenbahn, die sich immer mehr vom Kinderspiel-zeug zur Freizeitbeschäftigung für Tüftler und Sammler entwickelte. Die Ausstellung zeigt eine Vielfalt historischer Modelleisenbahnen und gebaute Landschaften, die durch die fahrenden Züge zur Welt im Kleinen werden.
Historisches Museum Bielefeld, Ravensberger Park 2, 33607 Bielefeld, Tel.: 0521/513630, Fax: 0521/516745, Mail: historisches.museum@bielefeld.de
http://www.historisches-museum-bielefeld.de
"Ur-Ethnographie". Auf der Suche nach dem Elementaren in der Kultur. Die Sammlung Eugenie Goldstern
13.02.2005 (seit: 29.08.2004), Ort: Österreichisches Museum für Volkskunde (Wien)
Am Beispiel der von Eugenie Goldstern gesammelten Objekte, die sie dem Museum Anfang des 20. Jh zur Verfügung stellte, eröffnete sich ein Blick in die vormoderne alpine Lebensweise in Savoyen, im Wallis, in Graubünden und im Aostatal. Unter Beziehungen von Vergleichsobjekten spürt die Ausstellung gleichzeitig der Rolle des "Primitiven" in der Moderne und seinem Einfluss auf die Kunst und auf gesellschaftliche Strömungen.
Die Ausstellung erschließt den Reiz des Archaischen, dem sich auch die Gegenwart nicht entzieht.
Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, 1080 Wien, Tel.: +43/1/4068905, Fax: /4085342, Mail: office@volkskundemuseum.at
http://www.volkskundemuseum.de
„Souvenirs von fremden Küsten“
13.02.2005 (seit: 23.07.2004), Ort: Küstenmuseum am Bontekai, Wilhelmshaven
Ab 23. Juli 2004 zeigt das Küstenmuseum am Bontekai die Sonderausstellung „Souvenirs von fremden Küsten“. Die Präsentation stellt erstmals die kaum bekannte ethnologische Sammlung des Museums in den Mittelpunkt und rekonstruiert die spannende und widersprüchliche Geschichte dieser „Völkerkunde-Sammlung“.
Die meisten ethnologischen Objekte des Küstenmuseums am Bontekai gehörten zum Bestand ihrer Vorläuferinstitution, des von 1935 bis Anfang der 1940er Jahre im ehem. Logenhaus (Rheinstraße) bestehenden „Marine- und Kolonialmuseums“.
Der Wilhelmshavener Marinepfarrer Friedrich Ronneberger hatte dieses Museum mit Unterstützung des Wilhelmshavener NSDAP-Oberbürgermeisters nach seinen Vorstellungen als Dokumentation der Geschichte der deutschen Marine sowie als Erinnerung an die ehemaligen deutschen Kolonien eingerichtet.
Die zum Gebrauch oder bereits als Souvenirs hergestellen Gegenstände aus ehemaligen deutschen Kolonialgebieten in Afrika, der Südsee und Asien stammten von Ronnebergers eigenen Reisen, aus Wilhelmshavener Privatbesitz oder waren Leihgaben und Geschenke der damals größten deutschen ethnologischen Museen, dem „Kolonial- und Überseemuseum“ in Bremen und den Völkerkundemuseen in Berlin und Hamburg.
Die Sonderausstellung „Souvenirs von fremden Küsten“ zeigt die erhaltenen Stücke dieser „Kolonial-Sammlung“ und dokumentiert die Entstehung des „Marine- und Kolonial-Museums“ während der Zeit des Nationalsozialismus.
Das Küstenmuseum am Bontekai versteht die Sonderausstellung „Souvenirs von fremden Küsten“ als wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung seiner eigenen Geschichte. Die Ausstellung bildet den Auftakt für eine Reihe von Sonderausstellungen, die der Vorbereitung der neukonzipierten Dauerausstellung dient.
Zur Ausstellung erscheint zum Preis von 9,80 € ein Begleitbuch im Brune-Mettcker Verlag. Ein Katalog stellt dreißig ausgewählte Objekte der ethnologischen Sammlung mit fachkundigen Texten und Farbabbildungen vor. Zwei ausführliche Aufsätze beleuchten die Entstehungsgeschichte des „Marine- und Kolonialmuseums“ während der NS-Zeit, sowie die Rolle des Museumsinitiators Friedrich Ronneberger. Das Buch veröffentlicht erstmals alle bisher bekannten Innenaufnahmen des Marine- und Kolonialmuseums.
Küstenmuseum am Bontekai, Weserstr. 58, 26382 Wilhelmshaven,
Tel: 04421/ 400940, Mail: kwalter@whv-freizeit.de
http://www.kuestenmuseum-whv.de
"Himmel und Erde" Naive Kunst aus Polen: Die Sammlung Orth
06.02.2005 (seit: 03.12.2004), Ort: Museum Europäischer Kulturen, Berlin – Dahlem
Die Weihnachtszeit nimmt das Museum Europäischer Kulturen zum Anlass, ausgewählte Stücke religiöser und profaner Kunst aus Polen zu zeigen. Hierbei handelt es sich um gefasste Holzskulpturen und Gemälde, die das Ehepaar Christina und Hans-Joachim Orth in dem Zeitraum von 1960 bis 1980 zusammengetragen hatte. Die Sammlung Orth, bestehend aus über 300 Werken von 65 polnischen Künstlern, wurde dem Museum Europäischer Kulturen als Dauerleihgabe der Museen der Stadt Nürnberg überlassen.
Diese in Berlin erstmals gezeigte herausragende Sammlung naiver Kunst bietet Einblicke in den Alltag, das menschliche Erleben und die Religiosität in Polen. Zugleich wird das Muzeum Narodowe in Szczecin/Stettin mit einer Präsentation polnischer Naiver dieses Ausstellungsvorhaben begleiten.
Parallel zur Ausstellung wird vom 28.11.2004 - 6.2.2005 der 15 m² große mechanische Krippenberg von Max Vogel mit seinen beweglichen Figuren zur Lebens- und Leidensgeschichte Jesu für die Besucher geöffnet.
Am 4./.5.12.2004 findet traditionell der Europäische Weihnachtsmarkt statt, auf dem Künstler und Kunsthandwerker aus Finnland, Polen, Tschechien, Russland, Estland und Deutschland ihren Arbeiten zeigen.
Museum Europäischer Kulturen, Im Winkel 6/8, Berlin – Dahlem, Tel: 030/83901-287, Fax: 83901-283, E-Mail: mek@smb.spk-berlin.de
http://www.smb.spk-berlin.de/mek/s.html
"Busy Girl - Barbie macht Karriere"
06.02.2005 (seit: 14.11.2004), Ort: Museum der Stadt Ratingen
In diesem Jahr wird Barbie 45 Jahre alt und ist erfolgreicher denn je. Wie kaum ein anderes Spielzeug ist die Barbiepuppe seit ihrem Erscheinen auf dem Markt im Jahre 1959 immer Kontroversen ausgesetzt gewesen. Für viele verkörpert sie den Inbegriff des blonden Dummchens oder doch zumindest ein überholtes Frauenbild.
Barbie als Rollenspielzeug und als Identifikationshilfe für Millionen von Kindern und heranwachsender Mädchen anzusehen, fällt ihren Gegnern schwer. Warum aber ist sie mit einem Jahresumsatz von 3,6 Milliarden US-Dollar das meist verkaufte Spielzeug aller Zeiten?
Die Ausstellung im Museum der Stadt Ratingen verfolgt den Weg Barbies von den 50er Jahren an. Sie zeigt Barbie als Vorbild und Zeugin der rasanten beruflichen Entwicklung der Frau in den letzten 40 Jahren: Aus der Modedesignerin ist die Astronautin geworden. Zeitzeugnisse belegen außerdem, dass dieses "Spielzeug" ein perfekter Spiegel seiner jeweiligen Epoche ist.
Auch wenn die Barbie-Sammler voll auf ihre Kosten kommen, richtet sich die Ausstellung in Ratingen mit ihrem museumspädagogischen Programm in besonderem Maße an Jugendliche, die am Beispiel Barbies die beliebtesten Berufsfelder und ihre Klischees kennenlernen.
Zur Ausstellung erscheint ein mit 400 Abbildungen versehenes Begleitbuch von Karin Schrey und Bettina Dorfmann im Arachne-Verlag, Gelsenkirchen. Entstanden ist eine mit historischen Quellen fundierte Dokumentation über die Veränderungen weiblicher Lebensmuster seit den Jahren des "Wirtschaftswunders". (100 Seiten, 19,80 € )
Museum der Stadt Ratingen, Peter-Brüning-Platz 1, Eingang: Grabenstr. 21, 40878 Ratingen, Tel.: 02102/5504180, eMail: museum@ratingen.de
"Weihnachtliches Träumen. Christbaumschmuck vom Biedermeier bis 1950"
06.02.2005 (seit: 14.11.2004), Ort:
Aus der Sammlung Gigi Erler
Österreichisches Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19,
A-1080 Wien, Tel.: +43/1/406 89 05, Fax: +43/1/408 53 42, Mail: office@volkskundemuseum.at
http://www.volkskundemuseum.at/
„Aktuell seit 200 Jahren. Die Nürnberger Zeitung: Ihre Macher – Ihre Leser- Ihre Geschichte“
30.01.2005 (seit: 11.11.2004), Ort: Museum für Kommunikation Nürnberg
Ein wichtiger Bestandteil der lokalen Medienlandschaft ist die „Nürnberger Zeitung“ (NZ). Im Jahr 2004 kann sie auf eine zweihundertjährige Geschichte zurückblicken und ist damit eine der ältesten deutschen Tageszeitungen. Mediengeschichte ist Kommunikationsgeschichte. Daher zeichnet diese Kabinettausstellung bis zum 30.1.2005 den Weg vom 1804 gegründeten „Fränkischen Kreiscorrespondenten“ hin zur „Nürnberger Zeitung“ des Jahres 2004 im Nürnberger Museum für Kommunikation nach. Sie wurde in einer Kooperation zwischen der Redaktion der Zeitung, dem Museum und dem Stadtarchiv Nürnberg erarbeitet. Ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung ist dem Berufsbild des Redakteurs gewidmet.
Museum für Kommunikation Nürnberg, Lessingstraße 6 (Verkehrsmuseum), 90443 Nürnberg, Tel.: 0911/23088-0, Fax: 0911/23088-96, eMail: mk.nuernberg@mspt.de
http://www.museumsstiftung.de/userimages/u016_2004100733152.pdf
"über lebensorte" Bunker in Braunschweig 1940 - 2004
16.01.2005 (seit: 13.10.2004), Ort: Altstadtrathaus in Braunschweig
Zum 60. Jahrestag der Zerstörung Braunschweigs am 14./15. Oktober 1944 zeigt das Städtische Museum im Altstadtrathaus die Ausstellung "Über-Lebensorte. Bunker in Braunschweig 1940 – 2004".
Die Ausstellung dokumentiert mit selten oder bisher auch gar nicht gezeigten Fotos die wechselvolle Geschichte dieser 24 Überlebensorte, von denen heute viele zu modernen Lebensorten umgebaut worden sind. Ausgewählte Objekte vertiefen die Aspekte zu Luftschutz und Zerstörung, Nachkriegsnutzung der Bunker und zu der Diskussion, was aus diesen ehemaligen Bunkern werden soll. Ergänzend zu diesen Dokumentationen zeigt eine Auswahl von Gemälden die künstlerische Auseinandersetzung mit Zerstörung und Wiederaufbau der Stadt Braunschweig.
Städtisches Museum Braunschweig, Altstadtrathaus, Altstadtmarkt 7, 38100 Braunschweig, Tel.: 0531/470-4551, Fax: 0531/470-4555, eMail: staetisches.museum@braunschweig.de
http://www.braunschweig.de/veranstaltungen/blickpunkt/2004-10-13_ueberlebensorte.html
"Otto Meentz - Banter Gemeindevorsteher und Sammler"
15.01.2005 (seit: 22.08.2004), Ort: Wilhelmshaven
Das Küstenmuseum am Bontekai widmet aus Anlass des 125-jährigen Bestehens der Gemeinde Bant dem ehemaligen Gemeindevorsteher Otto Meentz und seiner wertvollen Keramik- und Glassammlung eine Sonderausstellung. Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung der Gemeinde Bant nach und bietet die Möglichkeit, eine besondere Entdeckungsreise zu machen: aus der Sammlung des Küstenmuseums am Bontekai können Objekte aufgespürt werden, die einst Otto Meentz gehörten.
Küstenmuseum am Bontekai, Weserstraße 58, 26382 Wilhelmshaven, Tel:04421/ 400940, Leitung: Dr. Karin Walter, E-Mail: kwalter@whv-freizeit.de
http://www.whv-freizeit.de/html/kuestenmuseum.htm
"Paramente" Textilkunst für die Kirche
09.01.2005 (seit: 28.11.2004), Ort: Universitätsmuseum für Bildende Kunst (Marburg)
Die Ausstellung im Universitätsmuseum würdigt die neueren Entwicklungen in der kirchlichen Textilkunst. In fast jeder Kirche gibt es Altar- und Kanzelantependien, Wand- und Bodenteppiche, Altartücher und andere Weißarbeiten. Diese Textilien für den Kirchenraum und die Liturgie bezeichnet man als Paramente.
Universitätsmuseum, Biegenstr. 11, Marburg, Tel. 06421-23143
Weitere Informationen unter: http://www.uni-marburg.de/zv/news/presse/2004_12_15_textilausstellung/text.html
"Meisterstücke aus Zinn"
09.01.2005 (seit: 26.11.2004), Ort: Oberpfälzer Volkskundemuseum
Nach den keramischen Produkten aus oberpfälzischen Steingutfabriken werden kunsthandwerkliche Objekte aus Zinn den Schwerpunkt der Winterausstellung des Opf. Volkskundemuseums bilden. Stefan Reichmann (Regensburg) hat gemeinsam mit Heinrich Rappl (Kaulhausen) eine hochkarätige Übersicht mit Bierkrügen, Leuchtern, Teegeschirr, Tellern, Dosen und Ziergefäßen koordiniert, die durch Zinngießerwerkzeug und Maschinen aus der Zeit um 1900 ergänzt werden Zur Ausstellung gibt es einen schönen, 56-seitigen und reich bebilderten Katalog.
Oberpfälzer Volkskundemuseum, Berggasse 2, 93133 Burglengenfeld, Tel.: 09471/602583, Fax: 09471/602584, Mail: volkskundemuseum@burglengenfeld-online.de
http://www.burgenfeld.de
"Frühling im Herbst - Wiosna jesienią
09.01.2005 (seit: 15.11.2004), Ort: Kraków
, - Le printemps en automne"
Vom polnischen November zum deutschen Mai. Das Europa der Nationen 1830-1832. Eine Ausstellung des Museums Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin in Verbindung mit dem Bundesarchiv – Erinnerungsstätte für die Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte.
,ówny 20, PL 31-008 Kraków
"Menschen und Völker an der Theiß"
09.01.2005 (seit: 12.11.2004), Ort: Donauschwäbisches Zentralmuseum
Die Fotoausstellung des Museums Satu Mare/Sathmar (Rumänien) zeigt die ethnische Vielfalt im Oberen Theißbecken. In ihrem Oberlauf durchfließt die Theiß die Ukraine, Rumänien, die Slowakei und Ungarn. In dieser Region leben seit Jahrhunderten verschiedene Völker, darunter auch deutsche Siedler, die Sathmarer Schwaben. In der Ausstellung sind die Ergebnisse eines mehrjährigen Forschungsprojektes zusammengefasst, das den Alltag und die Traditionen der Völker dokumentiert. In dieser vorwiegend ländlich geprägten Region haben sich die kulturellen Ausdrucksformen – sei es in der Architektur, in der Kleidung oder in der Sprache – länderübegreifend und überraschend lange erhalten.
In verschiedenen Abschnitten werden die Geschichte der deutschen Minderheit, die Architektur der Region, die Konfessionen sowie die Traditionen und Bräuche vorgestellt. Dabei steht im Vordergrund dass die Region des Oberen Theißlaufes mit ihren Bewohnern einen multikulturellen Lebensraum bilden. Rumänen, Ungarn, Deutsche, Ukrainer, Ruthenen, Slowaken und Roma haben die materielle und geistige Kultur beeinflusst und ihre Spuren in allen Lebensbereichen hinterlassen. Im Dialog der Kulturen entstand nicht nur eine eigene besondere Kultur, die die Region des Oberen Theißbeckens besonders prägte, sondern gleichzeitig fand ein Austausch zwischen den Ethnien statt, der zur Akzeptanz und gegenseitiger Toleranz des „Anderen“ führte. Die Ausstellung zeigt nicht nur diese besonderen Ergebnisse des Zusammenlebens in einem multikulturellen Raum, sondern gleichzeitig wird eines der interessantesten Gebiete Südosteuropas vorgestellt.
Die kommentierte Ausstellung zeigt etwa 150 Fotografien, die in den Jahren 1999 - 2003 aufgenommen wurden. Die begleitenden Texte und Bildunterschriften sind dreisprachig (deutsch, rumänisch, ungarisch).
Donauschwäbisches Zentralmuseum, Schillerstraße 1, D-89077 Ulm, Tel.: 073196254-0, Fax: 073196254-200, eMail: info@dzm-museum.de
http://www.dzm-museum.de/deutsch/944.html2005
"Pickert, Pommes, Pellkartoffeln. Streifzüge durch ein Kartoffelland"
09.01.2005 (seit: 03.10.2004), Ort: Preußen-Museum NRW
Ausstellung zur Kulturgeschichte der Kartoffel
Was machte die aus Südamerika importierte Kartoffel zum Grundnahrungsmittel in Deutschland? Die Ausstellung stellt fördernde und hemmende Faktoren bei der Ausbreitung der Knollenpflanze vor allem natürlich in der preußischen Provinz Westfalen vor.
Staatliche Lenkungsversuche mit ihren praktischen Auswirkungen sind ebenso im Blick wie die landwirtschaftlichen und agrartechnischen Bemühungen der neuen Feldfrucht.
Doch nicht nur die Herstellung sondern auch die Nutzung der Kartoffel wird sichtbar. Mit ihr veränderte sich das bestehende Nahrungssystem – mit Auswirkungen bis in die heutige Ernährung. Eine kulturgeschichtliche Archäologie mit Alltags-Bedeutung.
Preußen-Museum NRW, Simeonsplatz 12, 32427 Minden, Tel.: 0571/83728-0, Fax: 0571/83728-30, eMail: minden@preussenmuseum.de
http://www.mahlzeit-owl.de/mahlzeit-owl/index.php?id=177
"Schule im Wandel-100 Jahre AVS"
09.01.2005 (seit: 10.09.2004), Ort: Kreismuseum Prinzeßhof in Itzehoe
Die 100-jährige Geschichte der AVS spannt den Bogen von der Kaiserzeit, über zwei Weltkriege, die Weimarer Republik, die Nazi-Zeit bis hin zu den "wilden 1968er Jahren" und in die jüngste Vergangenheit hinein. Diese Epochen wurden mit dem Thema "Schule im Wandel" am Beispiel der AVS verknüpft und museal entsprechend aufbereitet.
Anhand von Exponaten wie Schulmützen, Schulranzen, Fotografien, Programmen, Zeugnissen, Heften und anderem mehr wird bereits Vergessenes und Vergangenes wieder lebendig.
Kreismuseum Prinzeßhof, Kirchenstr. 20, 25524 Itzehoe, Tel. 04821/64068
"Die 'Dame von Kirchheim/Ries' - Gewand und Schmuck der alamannischen Frau"
09.01.2005 (seit: 16.07.2004), Ort: Alamannenmuseum Ellwangen
Nach den "Reiterkriegern aus Pfahlheim" stellt das Alamannenmuseum Ellwangen mit Kirchheim am Ries in seiner neuen Sonderausstellung wieder einen bedeutenden alamannischen Fundort im Ellwanger Raum heraus. Im Mittelpunkt steht das reiche Frauengrab 326, das Grab der so genannten "Dame von Kirchheim" aus der Zeit um 680 n. Chr., ergänzt durch weitere wertvolle Grabbeigaben aus Kirchheimer Frauengräbern.
Beim Bau der Alemannenschule in Kirchheim am Ries war 1961 der bis dahin größte alamannische Reihengräberfriedhof im nördlichen Württemberg entdeckt und von 1962 bis 1964 vollständig ausgegraben worden. Insgesamt wurden 518 Gräber mit 570 Bestatteten freigelegt. Der Friedhof besteht aus einem großen Haupt- und einem kleineren Nebenfriedhof sowie einem deutlich abgesetzten Adelsbestattungsplatz. Die Ausstellung vermittelt anhand von Kleidung und Schmuck eine gute Vorstellung vom Reichtum der alamannischen Adligen im Westteil des Nördlinger Rieses.
Alamannenmuseum Ellwangen, Haller Straße 9, D-73479 Ellwangen, Tel.: 07961/969747, Fax: 07961/969749, alamannenmuseum@ellwangen.de
http://www.alamannenmuseum-ellwangen.de/html/sonderdame.html
"Johnny Weißmüller"
09.01.2005 (seit: 02.06.2004), Ort: Donauschwäbisches Zentralmuseum in Ulm
Am 2. Juni 2004 ist der 100. Geburtstag des Olympiateilsiegers und späteren Tarzan-Darstellers. Was kaum einer weiß und was er selber immer verschwiegen hatte: Als Janos Weiszmüller ist er in Freidorf im Banat, heute ein Stadtviertel von Temeswar, zur Welt gekommen. Wie viele andere Banater Schwaben ist die Familie nach Amerika emigriert, um dort eine neue Existenz aufzubauen.
Die Ausstellung thematisiert einerseits die Amerikaauswanderung aus Südosteuropa zum Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts und anderseits verfolgt sie die Biografie von Johnny Weissmüller bis zu dessen Tod 1984. Alles über seine Sportkarriere und sein Tarzanrolle in insgesamt zwölf Filmen.
Donauschwäbisches Zentralmuseum, Schillerstraße 1, D-89077 Ulm, Tel.: 073196254-0, Fax: 073196254-200, E-Mail: info@dzm-museum.de
http://www.dzm-museum.de/deutsch/944.html
"Naive Wege der Kunst: Bilder aus der Sammlung Pallat und dem Museum Europäischer Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin
02.01.2005 (seit: 01.10.2004), Ort: Kunstforum Berliner Volksbank
Es entspricht der Vielfalt der Künstler, deren Werke unter dem Begriff „Naive Kunst“ zusammengefasst werden, dass die Ausstellung keinen einheitlichen Gestaltungsstil verfolgt. Die Buntheit der Bilder spiegelt sich in der Verschiedenheit der Rahmungen, der Formate und der Themen. Die Begriffe sind nur weit zu fassen, sie gehen ins Exotische und Surreale, aber auch ins Private und Intime des häuslichen Umfeldes. Die Motive reichen von beschaulichen Landschaften und idyllischen Stadtansichten bis hin zu Industriebrachen und Katastrophendarstellungen. „Naive Wege der Kunst“ sind Entdeckungsreisen in unbekannte Bilderwelten abseits des gegenwärtigen Kunstbetriebes. Die Originalität der einzelnen Künstler und die Gemeinsamkeiten des naiven Stils ergänzen sich auf spannende Weise.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Kunstforum Berliner Volksbank.
Museum Europäischer Kulturen, Im Winkel 6/8, Berlin – Dahlem, Tel: 030/83901-287
http://www.smpk.de/mek
„Tiere lügen nicht. Facetten tierischer Kommunikation“
02.01.2005 (seit: 26.03.2004), Ort: Museum für Kommunikation Berlin
Die neue Ausstellung im Museum für Kommunikation Berlin zeigt, wie Tiere und Menschen sich verständigen
Ob Hund, Eisbär oder Papagei – wer mit Tieren kommunizieren will, muss nicht nur die richtigen Kommandos kennen, sondern vor allem seine eigene Körpersprache im Griff haben. Denn Tiere fordern uns etwas ab, das uns immer mehr verloren geht: eine eindeutige Kommunikation. Die Begegnung zwischen Mensch und Tier steht im Mittelpunkt der Ausstellung „Tiere lügen nicht. Facetten tierischer Kommunikation“, die das Museum für Kommunikation Berlin vom 26. März bis zum 2. Januar 2005 in Kooperation mit dem Museum für Naturkunde Berlin zeigt.
Acht Ausstellungsstationen erschließen auf assoziative und anschauliche Weise Räume und Situationen, in denen Mensch-Tier-Begegnungen stattfinden. Sie laden zu einer Spurensuche ein, die vom Zirkus bis in die freie Natur führt, wo Verhaltensforscher Tieren objektiv gegenübertreten. Die Ausstellung gibt Einblicke in die Geschichte des Haustiers und zeigt, wie Tiere als Leinwandhelden inszeniert werden oder als Therapietiere bei der Behandlung psychisch Kranker helfen. Dass der Alltag mit Tieren auch allerlei Kurioses und Interessantes bietet, führen Objekte wie der elektronische Hundegebell-Übersetzer „Bowlingual“ oder die so genannten „Hundemerkkarten“ der Deutschen Post vor Augen.
Die Schau ist Teil eines interdisziplinären Ausstellungsprojekts mit dem Landesmuseum für Natur und Mensch Oldenburg („Tiere hören hin“ | 7. Dezember 2003 bis 7. März 2004) und dem Übersee-Museum Bremen („Tiere bekennen Farbe“ | 15. Februar bis 18. April 2004). Der gemeinsame Katalog (192 Seiten, € 19,80 im Museumsshop) dokumentiert in anschaulicher Weise die verschiedenen Kommunikationsformen in Theorie und Praxis und lässt unter anderem durch Loriot auch die Tiere zu Wort kommen.
Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Str. 16, 10117 Berlin, Tel.: 03020294-202, Mail: pressestelle.mkb@mspt.de
http://www.museumsstiftung.de/berlin/d241_ausstellungen.asp